Schalten, schützen und kommunizieren

Die neue Ära der Energieverteilung

Bereit für Industrie 4.0: Der Masterpact MTZ von Schneider Electric bietet integrierte, drahtlose Kommunikationsfunktionen über Bluetooth und NFC

Der Leistungsschalter Masterpact MTZ von Schneider Electric bietet integrierte, drahtlose Kommunikationsfunktionen über Bluetooth und NFC.

 Der Masterpact MTZ (Bild: Schneider Electric GmbH)

Der Masterpact MTZ (Bild: Schneider Electric GmbH)


Die vierte industrielle Revolution ist in der Schaltanlage angekommen und beeinflusst die Energiewirtschaft. Schneider Electric hat einen Leistungsschalter vorgestellt, der Energieverteilung neu interpretiert und Betreibern von Schaltanlagen ein Werkzeug für den digitalen Wandel an die Hand gibt. Der offene und robuste Leistungsschalter ist Schutz- und Messgerät in einem. Als Lösungsbaustein für Betriebsanalyse, Wartungsmanagement und Fehlerdiagnose sorgt er für eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Zudem ist er komplett kommunikationsfähig und vernetzt. Neben den üblichen, kabelgebundenen Kommunikationsarten über Ethernet und Universal Logic Plug (ULP) zeichnet sich der Leistungsschalter durch seine drahtlose Kommunikationsfähigkeit aus. Near Field Communication (NFC) und Bluetooth sorgen für Konnektivität – im Notfall auch ohne Stromversorgung. Das zentrale Steuer- und Auslösesystem Micrologic X verfügt über zahlreiche Schnittstellen, damit der Schalter mit anderen Geräten, übergeordneten Systemen und dem Bediener kommunizieren kann – via Bluetooth, NFC, USB und QR. Neben Schaltzuständen und Betriebsdaten lassen sich so auch Ereignisprotokolle sowie Voralarme direkt vor Ort oder per Fernzugriff ablesen.

Integrierte Webseiten für direkte Kommunikation

Eine integrierte Ethernet-Schnittstelle (Modbus TCP-Protokoll) macht den Masterpact MTZ netzwerk- und internetfähig. Die IFE (Interface Ethernet)- und im Leistungsschalter integrierte EIFE (Embedded Interface Ethernet)-Schnittstellen können wie üblich über Ethernet an einen PC oder Laptop angeschlossen werden. Neu sind die integrierten Webseiten, die ohne Installation einer separaten Software oder Lizenzierung auskommen: Jeder MTZ hat durch das EIFE-Modul eine eigene IP-Adresse, sodass sich der Leistungsschalter über jeden üblichen Internetbrowser direkt ansprechen lässt. Der Betreiber kann so von nah und fern mit dem Schalter kommunizieren und alle relevanten Mess- und Funktionswerte abrufen. Auf unterster Ebene sorgt eine weitere kabelgebundene Konnektivität für eine Kommunikation der Leistungsschalter untereinander. Hierbei verfügt jeder Leistungsschalter über eine interne Kommunikationsschnittstelle: Ein einfacher ULP-Bus ermöglicht den Austausch von Daten des Leistungsschalters mit gleichartigen Geräten. Digitale Ein-Ausgabe-Bausteine machen periphere Geräte kommunikationsfähig. Das ist beispielsweise praktisch für Hilfskontakte, um Schaltzustände zu kommunizieren. Diese kabelgebundene Kommunikation funktioniert mit einer Übertragungsrate von bis zu einem Megabit pro Sekunde und lässt sich per Plug&Play sofort realisieren.

Mobil vor dem Gerät: Drahtlose Kommunikation

Der Leistungsschalter besitzt zudem die Fähigkeit, drahtlos und berührungslos zu kommunizieren. Das Steuer- und Auslösesystem Micrologic X der neuen Generation ist mit drahtloser Technologie ausgestattet, die Kommunikation per Bluetooth und NFC zulässt. So lassen sich alle kritischen Informationen zu Schutz, Messungen, Diagnostik und Wartung auf einem Mobilgerät abrufen. Eine Bluetooth-Schnittstelle nach dem Bluetooth-Smart-Standard IEEE802.15.1 gestattet es, sämtliche Information berührungslos über jedes handelsübliche Smartphone abzuholen. Steht der Betreiber vor dem Leistungsschalter, kann er über das Mobilgerät Informationen nicht nur abrufen, sondern auch Schutzeinstellungen und Veränderungen vornehmen. Diese Funktion ist als abgesetzte Bedienung zu verstehen, da Bluetooth räumliche Nähe erfordert.

Die neue Ära der Energieverteilung
Bild: Schneider Electric GmbH


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