Elektrothermografie mit
der Wärmebildkamera Flir T440

Elektrothermografie ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Thema in der Industrie geworden. Industrielle Anlagen verfügen über teils sehr komplexe Stromversorgungssysteme, deren Ausfall teure Produktionsstillstände verursachen kann. Bei fehlender Wartung oder mangelhafter Instandhaltung bergen solche Systeme erhebliche Brandgefahren in sich – ein Umstand, den Versicherungen mittlerweile berücksichtigen, wenn sie regelmäßige thermografische Untersuchungen verlangen. Dadurch bieten sich für Unternehmen neue Chancen, ein Beispiel dafür ist die Duisburger Firma EGI.

Am Anfang stand eigentlich kein konkreter Auftrag von Kundenseite, sondern der Versuch, zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen. „Ausgangspunkt unserer Überlegungen war: Welche Dienstleistung können wir anbieten, die zusätzliches Equipment und Know-how erfordert, über das unsere Kunden nicht selbst verfügen. Thermografische Untersuchungen an elektrischen Anlagen haben sich dafür angeboten.“ erklärt Michael Weigt, Geschäftsführer der EGI. 2007 sondierte er den Infrarotkamera-Markt, informierte sich über die Hersteller, und testete auf Messen wie der Frankfurter Light and Building Wärmebildkamera-Modelle unterschiedlicher Hersteller.

Entscheidung für Qualität

Der Infrarotkamera-Anbieter Flir kam dabei in die engere Wahl. „Ich wollte kein besseres Spielzeug, sondern eine wirklich ausgereifte Wärmebildkamera, die über eine gewisse Auflösung verfügen sollte.“ Überzeugt haben den ambitionierten Hobbyfotografen neben der Konzeption auch die ergonomische und einfache Bedienung der Flir T360. Die Entscheidung kam allerdings 2008 zu einem ungünstigen Zeitpunkt, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte. Denn mit der Finanzkrise im folgenden Jahr war ein zusätzliches Geschäft in einem für das Unternehmen neuen Bereich zunächst kaum zu erzielen.

Krise als Chance – Zeit für Schulungen

„Mitten in der Wirtschaftskrise lief das erhoffte Zusatzgeschäft mit der Thermografie 2008/2009 für uns eher schleppend an.“ erinnert sich Weigt. „Wir sind überall auf Skepsis und immer wieder dieselben Argumente gestoßen: „Das prüfen wir selbst, das können unsere firmeneigenen Elektriker machen, wir haben zur Zeit kein Budget für IR-Untersuchungen.“ Aber er ließ sich davon nicht entmutigen, denn Weigt war von den Möglichkeiten der Thermografie im Elektrobereich überzeugt. Um dieses Potenzial auch seinen Kunden näher zu bringen, erstellte er eine Präsentationsmappe mit Beispielen für den Einsatz der Thermografie im Elektrobereich. Zur besseren Qualifizierung besuchten er und ausgewählte Service-Techniker die Anwendungs- und Grundlagenschulung des Schulungszentrums Infrared-Training-Center, um später sowohl die Funktionen der Flir Wärmebildkamera als auch der Auswertungs-Software Flir Reporter detaillierter kennen zu lernen. Anschließend ließ EGI seine Service-Techniker Andre Bacht und Uwe Stöckert in weiteren Inhouse- und externen Schulungen von Flir-Vertriebspartner Herzog auf den neusten Stand bringen. Das Unternehmen nutzte also die auftragsschwächere Phase für eine intensive Beschäftigung mit der Thermografie und in der Folge gelang es, immer mehr Kunden zu überzeugen. Waren es anfangs noch Untersuchungen einzelner Schaltschränke in Schulen, Krankenhäusern, Banken und öffentlichen Gebäuden, prüft EGI bei industriellen Kunden mittlerweile ganze Schalträume.

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