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Effizienzpotenziale bei der
Kabelverarbeitung im Schaltschrank

„Mögliche Zeitersparnis
von bis zu 50 Prozent“

Jeder Schaltanlagenbauer kann ein Lied davon singen: Die Kabelverarbeitung ist häufig der zeitintensivste Arbeitsschritt in der Erstellung der Gesamtanlage. Im Interview mit SCHALTSCHRANKBAU erläutert Conradin Jost, Product Manager bei Komax, wie diese Herausforderung auch bei kleinen Losgrößen erfolgreich gemeistert werden kann und wo zukünftig – trotz bereits heute vorhandener ausgeklügelter Lösungen – noch Optimierungspotenziale liegen.

 Chronologischer Ablauf der Schaltschrankverdrahtung (Bild: Komax AG)

Chronologischer Ablauf der Schaltschrankverdrahtung (Bild: Komax AG)

Komax wurde vor über 40 Jahren gegründet. Was waren die Ursprünge des Unternehmens? Hat man sich von Anfang an mit der Kabelverarbeitung beschäftigt?

Conradin Jost: Vor über 40 Jahren begann, was heute eine erfolgreiche globale Technologiegruppe ist. 1975 gründete Max Koch in der Nähe von Luzern ein kleines Ingenieurbüro, das die Welt der Kabelverarbeitung veränderte. Schon damals waren der Pionier- und Erfindergeist die Basis für den Geschäftserfolg. Bereits der erste Kabelablängautomat, die Komax 20, mit der das junge Unternehmen 1976 den Markt überraschte, war bezüglich Präzision und Verarbeitungsqualität seiner Zeit weit voraus.

Wie verlief dann die weitere Entwicklung? Gab es bestimmte Meilensteine in der Firmengeschichte?

Jost: Da der Platz in der damaligen Produktionsstätte bald zu eng wurde, entschloss sich Max Koch mit unternehmerischem Weitblick, ein großzügiges Fabrikareal zu planen. 1981 erfolgte der Spatenstich an der Industriestraße in Dierikon und einige Monate später konnte das neue Gebäude bezogen werden. Der Umzug war ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte, weil in den neuen Räumlichkeiten die Serienproduktion möglich war. Die erste Maschine, die in Serie produziert wurde, war die Komax 40. Mit dem Börsengang 1997 beschaffte sich Komax die Mittel für weitere Wachstumsschritte. Um möglichst nahe bei ihren Kunden zu sein, erfolgte die Gründung zahlreicher Tochtergesellschaften und Niederlassungen. Mittlerweile ist Komax in rund 60 Ländern vertreten und rund 1500 Mitarbeitende setzen sich für qualitativ hochstehende Automatisierungslösungen ein. Komax ist bestrebt, seinen Kunden alle Lösungen entlang der Wertschöpfungskette der Kabelverarbeitung aus einer Hand bieten zu können. Um dies zu erreichen, hat sich Komax in den vergangenen Jahren mit dem Kauf diverser Unternehmen verstärkt – zuletzt im Bereich Bandagiertechnik. Das Hauptaugenmerk von Komax liegt dabei auf dem Kabelverarbeitungsgeschäft im Marktsegment ‚Automotive‘. Daneben fokussiert Komax aber auch auf die Märkte ‚Aerospace‘, ‚Telecom/Datacom‘ und ‚Industrial‘.

„Mögliche Zeitersparnis 
von bis zu 50 Prozent“
Bild: Komax AG


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