Pumpenhersteller generiert Dokumentation automatisch

Elektrokonstruktion per Knopfdruck – mit ERP-Integration

Grundfos gehört zu den drei größten Pumpenherstellern weltweit und fertigt z.B. Druckerhöhungsanlagen für die Trinkwasserversorgung. Dabei ist die Varianz hoch, aber endlich. Die Elektroplanung erfolgt hier jetzt per Knopfdruck: Der Projektierer gibt die gewünschte Pumpenleistung, die länderspezifische Norm, technische Daten sowie Optionen an – und die gesamte Dokumentation wird auf Basis des EEC von Eplan vollständig automatisch generiert. Nicht nur die Schaltpläne und die mechanischen Zeichnungen sind integriert, sondern auch das ERP-System ist an den durchgängigen Datenfluss angebunden – und das in 27 Sprachen.
Rund 600 Millionen Menschen weltweit werden über Grundfos-Pumpen mit Trinkwasser versorgt. Das dänische Unternehmen gehört mit 19.500 Mitarbeitern, weltweiter Präsenz und 16 Millionen Pumpen pro Jahr zu den größten Anbietern im internationalen Markt für Pumpen und Pumpensysteme, und die Trinkwasserversorgung ist nur einer der Anwendungsbereiche, in denen Grundfos eine starke Marktposition einnimmt.

Grundfos-Pumpen liefern den nötigen Druck für die Wasserversorgung von rund 600 Mio Menschen weltweit. Das Bild zeigt eine Druckerhöhungsanlage. (Bild: Eplan Software & Service GmbH & Co. KG)

Druckerhöhungsanlagen für den Weltmarkt

Ein ‚klassisches‘ Produkt für diesen Einsatzfall sind die Druckerhöhungsanlagen der Serie Hydro MPC. Sie bestehen aus zwei bis sechs Pumpen und einem Control Panel. Die integrierte Regeleinheit gewährleistet, dass zu jeder Zeit und bei jedem Bedarf die benötigte Anzahl der Pumpen läuft. Neben der Bereitstellung der Förderleistung haben diese Anlagen auch die Aufgabe, den Druck im hauseigenen Trinkwassersystem konstant zu halten – unabhängig von Netzdruckveränderungen und schwankenden Entnahmemengen. Diese Druckerhöhungsanlagen bietet Grundfos in siebenstelliger Stückzahl und großer Variantenvielfalt. Der Anwender kann aus unterschiedlichen Leistungsklassen und diversen Optionen wählen. Dazu gehören, um nur Beispiele zu nennen, ein drehzahlgeregelter Antrieb und ein Lasttrennschalter, aber auch kleinere Extras wie eine Betriebsmeldeleuchte oder die Ausgabe eines akustischen Alarms im Fehlerfall. Darüber hinaus müssen die länderspezifischen Richtlinien und Normen (EU, UL…) sowie die Kommunikations-Schnittstellen berücksichtigt werden.

Engineering-Dokumente werden automatisch generiert

Die Kombination von Pumpentyp und -anzahl, Normen und Optionen ergibt eine hohe, aber endliche Varianz der Druckerhöhungsanlagen. Dieses Variantenmanagement ist eine Herausforderung, die Grundfos jetzt ganz grundsätzlich und auf neue Weise gelöst hat. Gemeinsam mit Eplan hat das Unternehmen auf der Basis von Eplan Engineering Configuration (EEC) ein Konfigurationssystem entwickelt, das diese Aufgabe erheblich vereinfacht. In sehr enger Zusammenarbeit mit den Consultants von Eplan wird nun der weltweite Rollout der EEC-Einführung innerhalb der Grundfos-Organisation koordiniert. Der Elektro-Konstrukteur, der das Control Panel für eine kundenspezifische Druckerhöhungsanlage projektiert, arbeitet künftig auf einer Plattform, die so gar nicht nach CAD-System aussieht: Das webbasierte Menu führt ihn in wenigen Schritten durch die Auswahl der einzelnen Varianten, beginnend mit der gewünschten Landesnorm sowie der Anzahl der Pumpen und ihrer jeweiligen Leistung. Die Optionen sind in funktionale Gruppen wie zum Beispiel Safety und Kommunikation zusammengefasst und brauchen nur angeklickt zu werden. Auch die Sprachen, in der die Dokumentation ausgegeben wird, stehen zur Wahl – 27 sind möglich.

Mechanische Konstruktion

Das Ergebnis: Nach wenigen Klicks hat der Konstrukteur, der sich die vom Ver-

trieb bereitgestellten Projektdaten aufruft, das System konfiguriert und damit im Hintergrund zugleich die komplette elektrotechnische Dokumentation erzeugt – inklusive Schaltplänen, Stücklisten und Klassifizierungsdaten. Auch die Datensätze für die Control Panel Produktion und die Kabelkonfektionierung sind dann bereits vorgegeben und können von den jeweiligen Anlagen eingelesen werden, die z.B. vollautomatisch die Blechbearbeitung (Bohren, Fräsen) der Schaltschränke übernehmen. Das klingt einfach und ist es auch. Die Prozesse im Hintergrund hingegen sind komplex, wie Bjarne Lønvig, Senior Technical Lead, an einem Beispiel erläutert: „Wenn der Konstrukteur im Konfigurationssystem einen Haken bei der Option ´Amperemeter´ setzt, muss dies nicht nur im Schaltplan berücksichtigt werden, sondern auch in der mechanischen Konstruktion des Schaltschrankes, weil in die Tür eine Öffnung für das Display geschnitten werden muss.“ Ggfs. muss dafür die Größe des Schranks verändert werden.

Pumpenhersteller generiert Dokumentation automatisch
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