ABB

Die Bahnindustrie hat schon immer hohe mechanische, elektrische und umweltbedingte Anforderungen an die eingesetzte elektrische und elektronische Ausrüstung gestellt. In den letzten Jahren haben sich diese Anforderungen aufgrund des Wettbewerbsdrucks weiter verschärft. Um die steigenden Erwartungen an den Komfort und die Sicherheit der Fahrgäste zu erfüllen, wird mehr Ausrüstung mit zusätzlichen Funktionen auf minimalem Platz verbaut. Unter diesen Umständen reicht es häufig nicht aus, nur auf die ordnungsgemäße Zertifizierung von Komponenten zu achten – auch wenn diese nach wie vor unabdingbar ist.

Deutsche ABB mit positiver Geschäftsentwicklung

In einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld verzeichnete die deutsche ABB im Geschäftsjahr 2015 eine positive Geschäftsentwicklung. Auftragseingang, Umsatz und operatives Ebita stiegen, während der Cashflow rückläufig war. ABB Deutschland erzielte einen Auftragseingang von 3,37Mrd.€, das sind 14% mehr als im Vorjahr mit 2,94Mrd.€ (alle
Zahlenangaben nach US-GAAP). Während das Inlandsgeschäft etwa auf Vorjahresniveau blieb, zog das Auslandsgeschäft deutlich an.

ABB hat kürzlich seine Geschäftszahlen für 2015 veröffentlicht. Demnach verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 11% auf 35,5Mrd.US$ (2014: 39,8Mrd.US$). Nachdem das Unternehmen 2013 noch einen Rekordumsatz erzielt hatte, ist dies bereits der zweite Rückgang in Folge (2014: -5%). Der Konzerngewinn belief sich auf 1,9Mrd.US$ (2014: 2,6Mrd.US$). Bei den Auftragseingängen verzeichnete ABB einen Rückgang von 12%, verbuchte Ende Dezember aber einen Auftragsbestand von rund 24,1Mrd.US$ und damit ein Bestandsplus von 5% (ggü. Vorjahr). Bei den Großaufträgen konnten Zuwächse erzielt werden (+10%). Die Basisaufträge verringerten sich um 3%.

ABB, Mannheim, hat seine 51-prozentige Beteiligung an der Firma Striebel & John, Sasbach, auf 100% erhöht. Striebel & John entwickelt, fertigt und vertreibt Energie-Verteilersysteme und ist Teil der ABB-Division für Niederspannungsprodukte. Über das Volumen der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. ABB wird mit der Übernahme ihre Angebotspalette im Bereich Niederspannungsprodukte noch stärker bündeln und reagiert damit auf veränderte Anforderungen aus dem Markt: Gefragt sind vermehrt Paketlösungen, also Komplettsysteme aus einer Hand, die aus allen Komponenten einer Niederspannungs-Stromverteilung bestehen. Eine durchgängige, einheitliche Lieferkette zum Großhandel wie für industrielle Direktkunden wird für eine einfachere Zusammenarbeit sorgen. „ Striebel & John überzeugt seit Jahrzehnten durch eine sehr hohe Innovationskraft sowie zahlreiche wegweisende Produkt- und Systementwicklungen. Im Sinne der Next-Level-Strategie des ABB-Konzerns ist die vollständige Übernahme der nächste logische Schritt und ein klares Bekenntnis von ABB zu Striebel & John, zu seiner Marke, zu seinen Mitarbeitern – und damit zum Standort Deutschland”, sagt Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender bei ABB.

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Im 1. Halbjahr 2015 verzeichnete das Unternehmen ABB Deutschland einen Umsatz von 1,65Mrd.€ (Vorjahr: 1,52Mrd.€). Dies entspricht einem Plus von 9%. Der Auftragseingang stieg um 25% und betrug 1,74Mrd.E (Vorjahr: 1,39Mrd.€). Einer der größten Aufträge, den ABB im 1. Halbjahr verbuchen konnte, war das Projekt NordLink mit einem Gesamtvolumen von rund 900Mio.US$. “Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung, die wir zum 1. Halbjahr vermelden können, spiegelt wider, dass die eingeleiteten Wachstumsinitiativen der Next-Level-Strategie greifen, wie zum Beispiel im Maschinenbau”, sagt Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Krabbe.

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ABB hat eine Next-Level-Strategie und die Finanzziele für den Zeitraum 2015 bis 2020 vorgestellt. Die Strategie mit dem Ziel einer beschleunigten nachhaltigen Wertschöpfung soll auf den drei Schwerpunktbereichen profitables Wachstum, konsequente Umsetzung und bereichsübergreifende Zusammenarbeit aufbauen.