Armes Deutschland

„Die Armut in Deutschland ist auf einen neuen Höchststand von 15,7% angestiegen.“ Diese Aussage in der Pressemitteilung zum Armutsbericht 2017 des Paritätischen Gesamtverbandes ist die Unstatistik des Monats März. „Nach Aussagen des Verbandes markiert dieser Höchstwert einen mehrjährigen Trend wachsender Armut. Er fordert die Politik zu einem entschlossenen Handeln in der Arbeitsmarktpolitik, beim Wohnungsbau, in der Bildung und dem Ausbau sozialer Dienstleistungen und Angebote in den Kommunen auf. Voraussetzung für eine offensive Armutsbekämpfung sei ein rigoroser Kurswechsel in der Steuer- und Finanzpolitik.“ Nach Lesart des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes beginnt Armut in Deutschland unterhalb eines Einkommens von 60% des Medians. Der Median ist das Einkommen, welches von 50% der Bevölkerung über- und von 50% unterschritten wird. Ein Mensch mit Medianeinkommen hat also genauso viele andere über sich wie unter sich. Der ganze Unfug dieser Anbindung der Armutsgrenze an den Median wird deutlich, wenn man die Folgen einer realen Verdopplung oder Verdreifachung aller Einkommen überdenkt: Dann verdoppelt oder verdreifacht sich auch der Median und damit auch die Armutsgrenze, die Armut bleibt gleich, unabhängig davon, wie stark das reale Einkommen der vormals Armen wächst. Erschwerend kommt hinzu, dass das im Mikrozensus erfasste Nettoeinkommen das im ökonomischen Sinn ‚wahre‘ Einkommen nur sehr unvollkommen misst. Dazu zählt z.B. auch Einkommen aus Schwarzarbeit. Nach Expertenschätzungen kommen so gerade in den unteren Einkommensgruppen und bei Sozialhilfeempfängern nochmals bis zu durchschnittlich 10% an Einkommen dazu. Zum ‚wahren‘ Einkommen zählt ferner jede Produktion, die nicht am Mark gekauft, sondern im Haushalt selbst erwirtschaftet wurde. Was die Armutsquote des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes wirklich misst, ist nicht die Armut, sondern die Ungleichheit.

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