Neue Hard- und Software sowie Apps

Effiziente Messdatenanalyse

Im Zeitalter von Industrie 4.0 und den damit einhergehenden Datenmengen ist die reine Messwertaufnahme durch die Messtechnik nicht mehr ausreichend. Die neue UMG Pro-Serie von Janitza setzt deshalb auf eine enge Verzahnung von Messgeräten, Visualisierungssoftware und einer Reihe von Apps für eine effiziente Messdatenanalyse.

 Moderne Technik und funktionelles Design - die UMG Pro-Serie (Bild: Janitza electronics GmbH)

Moderne Technik und funktionelles Design – die UMG Pro-Serie (Bild: Janitza electronics GmbH)

Vier leistungsstarke Netzanalysatoren bilden die Hardware-Basis der Pro-Serie, eigentliches Herzstück ist jedoch die Software. Der Anbieter hat mit seiner Visualisierungssoftware GridVis schon lange für eine umfassende Datenanalyse und die Einbindung in die IT gesorgt. Mit der Pro-Serie wird dies weiter forciert. Erweiterungen der Gerätesoftware durch Apps und eine einfache Integration in übergeordnete Systeme sowie Watchdog-Funktionen und Push-Dienste gehören zu ihren Kernelementen.

Apps – smarte Funktionserweiterungen

Die vorinstallierten Apps erhöhen die Leistungsfähigkeit der Messgeräte durch neue Funktionen. Alle Apps können mit dem Gerätemanager, ein Bestandteil der Software GridVis, und über Ethernet übertragen werden – auf nur ein Gerät oder simultan auf mehrere Messgeräte. Mit Watchdog-Apps lassen sich z.B. Spannungsereignisse gemäß IEC61000-2-4 und auch EN50160 analysieren und auf der geräteeigenen Homepage wiedergeben. Einfache Darstellungsmöglichkeiten, wie die Ampelfunktion, machen komplizierte Power Quality-Analysen für jedermann verständlich und helfen, Fehler frühzeitig zu erkennen. Die App ‚Messwertmonitor‘ ermöglicht eine konfigurierbare Anzeige von aktuellen und historischen Messwerten mit automatischer Skalierung. Durch die Verknüpfung der App ‚Push Dienst‘ mit einem Cloud-Dienst werden Messdaten direkt vom Messgerät an eine vom Kunden gewählte Cloud- oder Portal-Lösung, wie dem Janitza Energy-Portal, gesendet.

Geräte-Homepage

 Komfortabel und schnell Apps managen (Bild: Janitza electronics GmbH)

Komfortabel und schnell Apps managen (Bild: Janitza electronics GmbH)

Jedes Messgerät besitzt einen integrierten Webserver, der über eine eigenständige Homepage verfügt. Über diese ist das Gerät genauso bedienbar wie über das Display. Außerdem lassen sich in großem Umfang aktuelle und historische Messdaten einschließlich der Spannungsqualitätsparameter abrufen. Die Messdaten sind so ganz einfach im Browser abrufbar – ohne vorherige Softwareinstallation. Die Darstellung erfolgt im Responsive Design, d.h. sie ist auf einem Tablet oder Smartphone genauso übersichtlich wie auf einem großen Monitor. Durch das einheitliche Design der Visualisierungssoftware GridVis und der Geräte-Homepage wird eine einfache Bedienung ermöglicht. Die Hardware-Basis bilden die erwähnten vier Analysatoren, die zur Sicherheit alle Daten nicht nur weiterleiten, sondern auch geräteintern speichern. Zwei Geräte sind für die Hutschiene, zwei für die Montage in der Schaltschranktür ausgelegt.

Gerätevarianten

Die beiden leistungsfähigen Spannungsqualitätsanalysatoren UMG 509-Pro und UMG 512-Pro kommen in allen Ebenen von TN- und TT-Netzen sowie in IT-Netzen zur Überwachung der Spannungsqualität, der Differenzstromüberwachung und im Rahmen des Energiedatenmanagements zum Einsatz. Sie verfügen über 256MB große Messdatenspeicher und lassen sich mit Jasic graphisch programmieren (SPS-Funktionalität). Netzwerk-Schnittstellen und die offene Kommunikationsarchitektur mit zahlreichen Protokollen (Modbus, IP) ermöglichen eine einfache Einbindung in übergeordnete Systeme. Zur Feldebene hin stehen je zwei digitale Ein- und Ausgänge sowie ein Temperaturmesseingang zur Verfügung. Das UMG 512-Pro ist zudem Klasse A zertifiziert (IEC61000-4-30 Power Quality). Die Spannungsqualitätsanalysatoren UMG 604-Pro und UMG 605-Pro sind das Pendant der Fronteinbaugeräte im schlanken und kostenoptimierten Hutschienenformat. Sie bieten ebenfalls mehrere Schnittstellen mit zahlreichen Protokollen (Modbus, IP, SNMP, NTP, HTTP, BACnet, …) sowie einen Temperaturmesseingang. Die 128MB großen Messdatenspeicher dienen einer redundanten und sicheren Messdatenaufnahme.

Das könnte Sie auch interessieren

Das könnte Sie auch interessieren

Ob Serienfertigung oder Unikate: Zum klassischen Schaltschrankbau gehört eine Vielzahl manueller Arbeitsschritte. Das macht den Prozess insgesamt zeitaufwendig und teuer. Die Lösung: Eine Produktivitätssteigerung bei gleichzeitig höherer Flexibilität und Transparenz verspricht die durchgängige Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Vollständig digitalisierte Prozessabläufe erhöhen die Effizienz in Fertigung und Planung um fast 40 Prozent. ‣ weiterlesen

Anzeige

Die aktuelle Entwicklung unserer Gesellschaft ist geprägt durch komplexe Systeme, integrale Prozessen und deren Verknüpfungen in der physisch-realen wie auch digital-virtuellen Welt. Deren Handlungsräume nehmen direkten Einfluss auf die Produktionswelt und sind unter dem Stichwort Industrie 4.0 weltweit subsummiert. Im persönlichen wie auch im beruflichen Umfeld wachsen so Produkte, Dienstleistungen, Produktionsanlagen wie auch Objekte mit eingebetteter Software zu intelligenten und verteilten Systemen zusammen und verlangen unsere „cyberphysische“ Aufmerksamkeit. Wie können wir diesen Anforderungen gerecht werden? Was beschreibt die DNS des Mitarbeiters der Zukunft für produzierende Unternehmen?‣ weiterlesen

Anzeige

Es scheinen goldene Zeiten anzubrechen: Überall wird von neuen Geschäftsmodellen gesprochen. Sie versprechen erweiterte Geschäftsfelder für traditionelle Elektrobetriebe ebenso, wie einen profitablen Business Plan für eine Unternehmensgründung. Auch müssen sie herhalten als Hoffnungsträger bei drohenden Arbeitsplatzverlusten, die angesichts fortschreitender Automatisierung in Produktionsbetrieben befürchtet werden. Aber wie genau können diese Modelle aussehen? Und wer kann diese Dienstleistungen erbringen? Wer braucht sie? Wir geben eine Antwort. ‣ weiterlesen

Anzeige

Schaltgeräte haben den Schritt in das Zeitalter des Industrial Internet of Things (IIOT) bereits vollzogen. Dies machte auf der zurückliegenden Hannover Messe unter anderem das Angebot am ABB-Stand deutlich. Der SCHALTSCHRANKBAU unterhielt sich auf der weltgrößten Industriemesse mit Giampiero Frisio, Leiter der Business Line Smart Power, unter anderem über die Möglichkeiten, wie Anlagenbauer unter Nutzung der modernen Hard- und Softwarelösungen ihre Zukunftsfähigkeit sichern können. ‣ weiterlesen

Im Maschinen- und Anlagenbau sowie der Automobilindustrie werden Schaltschranklösungen mit Automatisierungstechnik zur Steuerung, Überwachung und Diagnose der jeweiligen Applikation benötigt, um einen effizienten und stabilen Produktionsablauf sicherzustellen. Da die Anforderungen der Anwender und die Einsatzbereiche meist spezifisch sind, müssen die Lösungen individuell designt und entwickelt werden, was einige Nachteile mit sich bringt. Wie es anders gehen kann, zeigt das modulare Baukastensystem Smart Production Cabinet von Phoenix Contact. ‣ weiterlesen

Vor allem in Zügen gelten spezielle Anforderungen an die Sicherheit – und das schon im kleinsten Detail. Emka hat daher einen neuen Sicherheitsvorreiber mit Markierung und Öffnungsindikator entwickelt. Das Thema Brandschutz adressiert der Anbieter mit der Optimierung seiner bewährten EPDM-Dichtungen. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige