Effizientere Niederspannungsanlagen

Energieeffizienz ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende, der daher auch in immer mehr Normen und Vorschriften berücksichtigt wird. Eine besondere Herausforderung besteht hierbei darin, elektrische Energieverteilungsanlagen energieeffizienter zu machen. Eine Nachrüstung bestehender Anlagen mit neuen Kabeln, Stromschienen und Transformatoren eröffnet keine attraktive Option, da die Installationskosten sehr hoch sind und die Anlagen während des Austausches freigeschaltet werden müssen. Umso wichtiger ist es, bereits während der Planungsphase Effizienzgesichtspunkte zu berücksichtigen – zu einem Zeitpunkt, zu dem die Mehrkosten für zusätzliche Hardware noch übersichtlich und berechenbar sind. Mit der im Oktober 2015 veröffentlichten Norm DIN VDE0100-801 (VDE0100-801) Errichtung von Niederspannungsanlagen – Energieeffizienz” wurde jetzt eine Norm verabschiedet, mit der sich bereits während der Planung und Errichtung von elektrischen Anlagen Effizienzaspekte betrachten, strukturieren und bewerten lassen.

Die jüngste Ergänzung der ältesten VDE-Vorschrift 0100, deren Ursprung auf das Jahr 1895 zurückgeht, thematisiert neben den Verbrauchern auch Transformatoren, Kabel/Schienen sowie den Einsatz von Messtechnik. Nach der Norm errichtete elektrische Anlagen sollen während ihrer gesamten Betriebszeit so wenig wie möglich Verluste erzeugen und sich in ihrer Effizienz transparent darstellen. Die Verabschiedung der Norm reiht sich ein in eine Vielzahl von VDE|DKE-Aktivitäten zur Verbesserung der elektrischen Energieeffizienz. So arbeiten VDE|DKENormungsexperten zurzeit an der Normungs-Roadmap ’Elektrische Energieeffizienz’.

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