Flexibel und fehlerfrei planen in 3D

Einsparpotenzial über 40 Prozent

Hohe Flexibilität und minimaler Platzbedarf – nur zwei zentrale Anforderungen an industrielle Schalt- und Steuerschränke, mit denen sich Schaltschrankbauer heute konfrontiert sehen. Gleichzeitig schafft die Digitalisierung neue Möglichkeiten im Engineering-Prozess. Aktuelle Zahlen beziffern das Einsparpotenzial auf über 40 Prozent. Was das konkret bedeutet, zeigt zum Beispiel ein neuer grafischer 3D-Konfigurator für Systemschränke von Siemens, mit dem sich Schaltschrankgehäuse individuell und durchgängig digital planen und bestellen lassen.

Der neue grafische 3D-Konfigurator ergänzt das modulare Lösungsangebot rund um die Systemschrank-Reihe Sivacon 8MF1, die konsequent auf komplexe Anforderungen wie Downsizing, Flexibilität und einfache Projektierbarkeit ausgelegt ist. (Bild: Siemens AG)

Der neue grafische 3D-Konfigurator ergänzt das modulare Lösungsangebot rund um die Systemschrank-Reihe Sivacon 8MF1, die konsequent auf komplexe Anforderungen wie Downsizing, Flexibilität und einfache Projektierbarkeit ausgelegt ist. (Bild: Siemens AG)

Schaltschrankbauer sehen sich heute mit steigenden Herausforderungen konfrontiert: Jeder Schalt- bzw. Steuerschrank ist naturgemäß anders. Ein anwendungsspezifisches Engineering und die Produktion in Losgröße 1 sind die Regel. Gleichzeitig müssen Hersteller, um marktfähig zu bleiben, noch schneller und kostengünstiger liefern und zugleich passgenau auf die individuellen Bedürfnisse ihrer effizienzorientierten Kunden eingehen. Praxisnahe Software-Tools zur Planung und Konfiguration von Schaltschränken sind eine mögliche Antwort auf diese komplexe Aufgabenstellung. Welche Potenziale die Digitalisierung bietet, zeigt auch eine aktuelle Studie der Universität Stuttgart [„Schaltschrankbau 4.0 – Eine Studie über die Automatisierungs- und Digitalisierungspotenziale in der Fertigung von Schaltschränken und Schaltanlagen im klassischen Maschinen- und Anlagenbau“, Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart, April 2017]: So beziffern die insgesamt zwölf befragten Unternehmen die Effizienzsteigerung bei Nutzung einer integrierten Softwarelösung im Engineering auf 43 Prozent. Darüber hinaus betont die Studie die Bedeutung von 3D-Tools, auf die bisher noch die wenigsten Unternehmen setzen: Bis zu 35 Prozent der Engineering-Zeit und bis zu 22 Prozent der Fertigungszeit lassen sich nach Einschätzung der Stuttgarter Forscher damit einsparen.

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