„Herr der Schnittstellen“

Wie muss sich der Anwender denn aufstellen, um am meisten von der Nutzung der Schnittstelle profitieren zu können?

Funke: In der täglichen Arbeit muss der Anwender nur ein paar neue Datenfelder füllen. Aber die wirkliche Aufgabe liegt darin, über seinen jeweiligen Tätigkeitsbereich hinauszublicken – im Sinne einer mechatronischen Denkweise. Das müssen auch die alteingesessenen SPS-Programmierer und Elektroplaner lernen. Deshalb liegt die Herausforderung für Entwicklungsleiter darin, die einzelnen Mitarbeiter auf eine gemeinsame Reise mitzunehmen.

Das Thema Mechatronik prägt den Markt ja schon seit vielen Jahren in unterschiedlichen Eskalationsstufen. Wird jetzt durch den steigenden Einfluss der Digitalisierung ein neues Level erreicht?

Michels: Ja, die Zusammenarbeit zwischen den Entwicklern erhält nochmal mehr Gewicht. Folglich müssen sie die Denk- und Arbeitsweisen anpassen. Alleine können die Software-Tools den Nutzen nicht heben, sie sind nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite liegt im Bekenntnis des Anwenders zu modernen Technologien und Methoden.

AutomationML kann also Entwickler genauso zusammenbringen wie Automatisierungsanbieter.

Funke: Ja, dafür lässt sich ein plakativer Vergleich heranziehen: Wäre der digitale Zwilling ein Patient, dann wäre Eplan vielleicht der Orthopäde, und die SPS-Anbieter die Internisten – keiner der Ärzte kann den Patienten in allen Belangen bestmöglich versorgen. Das geht nur mit Zusammenarbeit und der Weitergabe von Diagnosen und Informationen über Maßnahmen.

Klein: Um an diesem Bild anzuknüpfen: Wenn die verschiedenen Ärzte die Daten sammeln und austauschen, lassen sich auftretende Symptome bestmöglich bekämpfen. Es lassen sich aber auch kommende Krankheitsbilder aufdecken und behandeln, von denen der Patient aktuell noch gar nichts spürt. Sprich: Der Mehrwert von heute generierten Daten wird in Zukunft noch deutlich steigen und den Aufwand der heutigen Erfassung bei weitem aufwiegen. Der Patient hat großen Nutzen durch die Zusammenarbeit, aber auch die jeweiligen Ärzte profitieren davon.

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