Sicherheit und EMV von Maschinen und Anlagen

Hilfe, welche Normen gelten?

Wer Maschinen und Anlagen sowie IT-Anwendungen betreibt, muss den Personenschutz immer im Blick haben. Besonders zu beachten sind Gefahrenpotenziale, die von elektrischen Systemen an Schaltschränken oder IT-Racks ausgehen. Aber auch die Sicherung deren Systemfunktion und -verfügbarkeit vor äußeren Einflüssen muss gewährleistet sein. Um jedoch die Sicherheitsziele gesetzlicher Richtlinien zu erfüllen, müssen Hersteller und Errichter elektrischer Geräte und Systeme die jeweils zutreffenden Normen genau kennen.

 (Bild: Rittal GmbH & Co. KG)

(Bild: Rittal GmbH & Co. KG)

Die Einsatzgebiete von Schaltschränken sind ausgesprochen vielfältig. Sie reichen von Messsystemen für Produkt ionsumgebung oder Labor über die Steuerung und Energieverteilung für Maschinen und Fertigungsanlagen, reine Energieverteiler für Gebäude oder große Fabrikanlagen bis hin zu Audio- oder Videotechnik für Studios oder Netzwerk- oder Serverracks für große Gebäude und Rechenzentren.

Auswahl der zutreffenden Normen

Die Grundlage für die Planung von Anlagen ist die Auswahl der zutreffenden Normen. Für die meisten Schaltschrankanwendungen sind als gesetzliche Regelungen drei wesentliche Vorgaben im europäischen Wirtschaftsraum gegeben:

  • die Maschinen- Richtlinie (2006/42/EG), die Sicherheitsziele in Bezug auf mechanische und sonstige Gefährdungen beschreibt
  • die Niederspannungs-Richtlinie (2014/35/ EU), die Sicherheitsziele in Bezug auf Gefährdungen durch den elektrischen Strom beschreibt
  • und die EMV-Richtlinie (2014/30/EU), die Sicherheitsziele in Bezug auf Funktionssicherheit und damit Verfügbarkeit von Geräten und Anlagen beschreibt.

Jede der genannten Richtlinien wird durch eine Auflistung der relevanten Normen ergänzt, deren Anwendung die Erfüllung der jeweiligen Schutzziele ermöglicht. Bei der Suche geht immer die spezifische Produktnorm (bspw. „Werkzeugmaschine“) der allgemeinen Norm vor oder muss in Kombination betrachtet werden.

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