Laserbasierte Montageassistenz – sofort einsetzbar

Laserbasierte Montage-Assistenz

Durch Digitalisierung lassen sich in der Fertigung und Montage von Schaltschränken erhebliche Effizienzsteigerungen erzielen. Laserbasierte Montage-Assistenzsysteme können Teil einer Digitalisierungsstrategie sein. Insbesondere für kleinere und mittlere Betriebe sind sie eine schnell einsetzbare Lösung, um Prozesskosten zu reduzieren. Mit einer laserbasierten Montage-Assistenz können KMU bereits heute mit überschaubarem Aufwand eine wirtschaftliche Lösung für den Schaltschrankbau 4.0 realisieren.

 Der Monteur wird sequentiell durch den Montagevorgang geleitet. (Bild: Eric Shambroom Photography)

Der Monteur wird sequentiell durch den Montagevorgang geleitet. (Bild: Eric Shambroom Photography)

Im Schaltschrankbau beträgt der Prozesskostenanteil bis zu 80 Prozent. Insbesondere die Beschriftung und das Aufbringen der Komponenten auf die Tragschienen sowie die Verdrahtung sind zeit- und personalintensiv. Laut der ISW Studie ‚Schaltschrankbau 4.0‘ (siehe auch SCHALTSCHRANKBAU Ausgabe 2/2018, Seite 14ff.) entfallen allein 49 Prozent der Arbeitszeit auf das Verdrahten der Schaltschränke. Davon sind circa 30 Prozent reine Vorbereitungsaufgaben. Hinzu kommt eine hohe Varianz der Komponenten und Schaltschrankkonfigurationen. So gaben über 60 Prozent der befragten Unternehmen einen hohen Sonderanteil an. Bisher ist der Schaltschrankbau jedoch wenig digitalisiert und papierbasierte Methoden sind nach wie vor weit verbreitet. Die wirtschaftliche Umsetzung einer Automatisierungslösung ist eine vielschichtige Herausforderung für viele Betriebe.

Zeitersparnis rentiert sich speziell für KMU

Die laserbasierte Montage-Assistenz stellt im Gegensatz zur Vollautomatisierung eine kostengünstige Lösung dar. Diese kann den hauptsächlich manuellen Prozess der Schaltschrankfertigung effizienter gestalten, ohne dabei den Menschen zu ersetzen. Vielmehr werden Monteure visuell unterstützt, zeitintensive Montagevorgänge sicherer und schneller auszuführen. Speziell in Betrieben mit 10 bis 50 Mitarbeitern und mit einem hohen Anteil an manuellen Montagetätigkeiten kommen die Effekte zum Tragen. Durchschnittlich sind Effizienzsteigerungen von bis zu 30 Prozent möglich. Die Lösung unterstützt somit auch kürzere Lieferzeiten, selbst bei niedrigen Losgrößen, ganz im Sinne der Industrie 4.0.

Schnellere Schaltschrankmontage dank digitaler Daten

Genau hier setzt das laserbasierte Montage-Assistenzsystem Assembly Pro an. Es kann für die Fertigung und Montage von Klemmenkästen, Kompaktschränken und Standschränken eingesetzt werden. Das System nutzt Laserprojektionsdaten, die auf digitalen CAD-Daten basieren. Laserprojektoren projizieren diese direkt auf die Montageplatte und zeigen so die genaue Position von Komponenten und die Reihenfolge der Verbauung an. Ergänzend können digitale Montageanweisungen und Zusatzinformationen als Text oder Grafik dargestellt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Das könnte Sie auch interessieren

Der Aufsichtsrat der Hager SE hat mit sofortiger Wirkung Dr. Ralph Fürderer zum Chief Technical Officer (CTO) und Mitglied des Vorstands ernannt. ‣ weiterlesen

Anzeige

Grundlage für die Bezeichnung der Betriebsmittel in Schaltschränken und Schaltplänen bildet die DIN EN81346 (früher: EN61346 bzw. IEC61346). Diese Norm gilt für industrielle Systeme, Anlagen und Ausrüstungen sowie Industrieprodukte. Sie besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil (EN81346-1) beinhaltet die Strukturierungsprinzipien und der zweite Teil (EN81346-2) die Bildung einheitlicher Referenzkennzeichen (früher: Betriebsmittelkennzeichen). Die Zielsetzung der Referenzkennzeichnung ist die schnelle und eindeutige Identifikation der Betriebsmittel über den gesamten Lebenszyklus. ‣ weiterlesen

Anzeige

In der Natur gibt es für jeden Lebensraum Arten, die perfekt an die Bedingungen ihrer Umgebung angepasst sind. Genauso erfolgreich agiert die Akku-Compact Flex in engen Winkeln im kompakten Schaltschrank. Wenn die eingeschränkte Bewegungsfreiheit ein störungsfreies Arbeiten mit einer klassischen Handstanze erschwert, zeigt die Flexible unter den Stanzen, was sie kann. ‣ weiterlesen

Anzeige

Wer in Zeiten wachsenden Fachkräftemangels sein Personal bei der Stange hält, macht vieles richtig. Wer neues hinzugewinnt, kann sich glücklich schätzen. Und wer unaufgefordert gezielte Bewerbungen erhält, der gehört wohl zu den imagestärksten Unternehmen. Vor allem KMUs gehen da oft leer aus. Dabei können sie durch flache Hierarchien, sinnstiftende Arbeit und wertschätzendes Personalmanagement vielfach punkten. Wer mit Vertrauen führt und die stets geforderte Veränderungsbereitschaft durch Sicherheiten ausbalanciert, gewinnt Menschen statt Arbeitskräfte. Dazu ist nicht einmal eine Imagekampagne notwendig. ‣ weiterlesen

Anzeige

Mehr als ein halbes Jahrhundert im Schaltanlagenbau: Auf diese Tradition kann die Firma Schalt-Technik Huber aus dem Münchener Stadtteil Schwabing-Freimann zurückblicken. In dieser Zeit war das Gewerbe großen Veränderungen unterworfen. Im Gespräch mit dem SCHALTSCHRANKBAU erläutert Inhaber Robert Huber welche Herausforderungen sein mittelständisches Unternehmen zu bewältigen hat, um auch heute noch in einem Hochlohnland wie Deutschland erfolgreich am Markt agieren zu können. ‣ weiterlesen

Anzeige

Die Schaltschrankfertigung ist gekennzeichnet von einer Verzahnung mechanischer und elektronischer Komponenten, einem relativ hohen Individualisierungscharakter, Druck nach kurzen Lieferzeiten und einem hohen Anteil an manueller Fertigung. Durch eine stärkere Digitalisierung der einzelnen Prozessschritte ergibt sich dadurch ein großes Potenzial zur Effizienzsteigerung sowohl in der Entwicklung als auch in der Produktion. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige