Neue Kühlgerätegenerationen

Sparsam, schlank
und schnell montiert

Bei immer knapperem Bauraum kann sich die Temperatur im Schaltschrank durch dichte Bestückung mit empfindlichen Komponenten gefährlich aufheizen. Jetzt kündigt Seifert Systems, Spezialist für Schaltschrankklimatisierung, zur SPS 2017 die Markteinführung von zwei neuen, schlank dimensionierten und einfach zu installierenden Kühlgeräteserien mit Kühlleistungen von 300W bis 6kW an.

 Als Messeneuheit sind auf der SPS in Halle 5/331 die neuen K?hlger?teserien SlimLine Pro und SlimLine Vario von Seifert Systems zu sehen. (Bild: Seifert Systems GmbH)

Als Messeneuheit waren auf der SPS in Halle 5/331 die neuen Kühlgeräteserien SlimLine Pro und SlimLine Vario von Seifert Systems zu sehen. (Bild: Seifert Systems GmbH)

Durch mangelhafte Kühlung entstehende Wärmestaus und Wärmenester senken Leistung und Lebensdauer der verbauten Schaltelemente. Wird deren maximale Betriebstemperatur auch nur um 10K überschritten, ist damit zu rechnen, dass sich die Lebensdauer der betroffenen Komponenten halbiert und die Ausfallrate auf das Doppelte steigt. Ohne Klimatisierung lässt sich der empfohlene Mittelwert von 35°C meist nicht einhalten, weil die im Schaltschrank verbaute Leistungselektronik immer kompakter angeordnet wird. Bei der Wahl der Kühlgeräte ist die richtige Dimensionierung entscheidend, um eine ausreichende Temperaturabsenkung mit möglichst geringem Energieverbrauch zu realisieren.

Reduzierter Aufwand

Für Schaltschrankbauer steigt damit der Aufwand bei der Sortiments- und Ersatzteilbevorratung sowie der Gehäusekonfektionierung und Montage der geeigneten Kühlsysteme. Um hier wirkungsvoll Abhilfe zu schaffen, stellte Seifert auf der SPS IPC Drives in Halle 5, Stand 331 erstmals zwei neu entwickelte Modellreihen vor. Die Geräteserien SlimLine Pro und SlimLine Vario zeichnen sich durch ihre besonders schlanke Bauform und die ausgesprochen montagefreundliche Ausführung zum Schaltschrankanbau und Einbau aus. Aufgrund identischer Abmessungen für verschiedene Leistungsklassen reduzieren sich Zeit- und Kostenaufwand für die Gehäusebearbeitung und Lagerhaltung. Mit SlimLine Vario lässt sich die Kühlleistung zudem variabel an die Verlustwärme anpassen, um energieeffizient ein jederzeit stabiles Schaltschrankklima zu gewährleisten.

Schnelle Ein-Mann-Montage

Die schlanken filterlosen Kühlgeräte lassen sich – abhängig von der Gerätegröße – mittels patentierter Ein-Mann-Montage mit einigen Handgriffen innerhalb weniger Minuten ein- oder anbauen. Schaltschrankausbrüche ohne zusätzliche Bohrlöcher vereinfachen die Gehäusebearbeitung, weil zur Installation des Kühlgeräts kein weiteres Befestigungsmaterial wie Bolzen, Schrauben oder Muttern erforderlich ist. Stattdessen wird das Gerät einfach mit seinen Halterungen in den Schaltschrankausbruch eingehängt und danach mittels integrierten Schnellmontageclips befestigt. Mit Kühlleistungen von 300W bis 6kW deckt die Modellreihe SlimLine Pro einen großen Anwendungsbereich ab. Durch ein optimiertes Verhältnis zwischen Kühlleistung und Abmessung wird die gesamte Modellpalette aus neun Geräten in nur vier unterschiedlichen Gehäusegrößen gefertigt, was die Sortiments- und Ersatzteilbevorratung vereinfacht.

Variable Kühlleistung

Die Kühlgeräte der Baureihe SlimLine Vario lassen sich über einen Inverter drehzahlvariabel auf die jeweils benötigte Kühlleistung einstellen. Die Drehzahlregelung sorgt für eine konstante Schaltschrankinnentemperatur und spart zugleich Energiekosten, weil sich der Strombedarf jeweils nach der aktuell abzuführenden Verlustwärme richtet. Mit nur einem Modell können so beispielsweise Kühlleistungen zwischen 700W und 2,5kW auf sehr sparsame und zugleich umweltverträgliche Weise abgedeckt werden. Beide Geräteserien verfügen über eine integrierte Kondensatverdunstung sowie eine elektronische Steuerung mit Farbdisplay zum Einstellen und Überwachen der Betriebsparameter. Die Kühlsysteme sind in Schutzart IP56 gefertigt und können in einem Temperaturbereich von -40° bis +60°C betrieben werden. Sie eignen sich je nach Ausführung für den Innen- oder den Außeneinsatz gemäß NEMA Typ 12, 3, 3R, 4. Neben Standardgehäusen aus pulverbeschichtetem Stahlblech sind die Modelle auch in korrosionsfester, hygienekonformer Edelstahlausführung erhältlich, die NEMA 4X entspricht.

Klimatisierungslösungen nach Maß

Über ein breites Spektrum von Standardprodukten hinaus bietet Seifert Systems auch speziell auf die Kundenanforderungen abgestimmte Systeme für ein maßgeschneidertes Thermal Management an. Mittels softwaregestützter Produktentwicklung u.a. mit CFD, 3D-CAD und PDM werden kundenspezifische Sonderlösungen nach dem neuesten Stand der Technik entwickelt. Die CAD-Modelle können direkt in die Planungsphase integriert werden, um eine optimale Nutzung von Raum und Technik zu erreichen. Wärmeverteilung und Luftzirkulation lassen sich anhand neuester Simulationssoftware ermitteln, um die für den Kunden beste Option zu realisieren. Alle Prototypen durchlaufen strengste Prüfvorschriften gemäß den jeweils anzuwendenden Normen.

Fazit

Eine immer dichtere Bestückung mit moderner Leistungselektronik erhöht die Anforderungen an die Schaltschrankklimatisierung. Überdimensionierte, auf maximale Verlustleistung und Umgebungstemperaturen ausgelegte Kühlsysteme verursachen hohe Betriebskosten. Dagegen hat Seifert mit seinen neuen SlimLine-Geräten eine schlanke, ausgesprochen montagefreundliche Lösung entwickelt, deren Kühlleistung sich variabel auf das Schaltschrankklima einstellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Schneider Electric hat den Global Digital Transformation Benefits Report 2019 veröffentlicht, der konkrete Belege für die Leistungsfähigkeit der Digitalisierung im gesamten Spektrum der globalen Industrie, des Handels und des öffentlichen Sektors liefert. Dieser Nachweis erfolgt in Form von tiefgreifenden, quantifizierbaren Geschäftsvorteilen, basierend auf einer Sammlung von 230 Kundenprojekten, die Schneider Electric in den letzten fünf Jahren in 41 Ländern realisiert hat. Dabei kam die offene, skalierbare und IoT-fähigen Systemarchitektur EcoStruxure zum Einsatz.

Anzeige

Die Produktion im Maschinenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts im Jahr 2018 um 2% gestiegen. Damit wurde die Prognose des VDMA – ein Plus von 5% – deutlich verfehlt. In den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres lag das Produktionswachstum im Maschinenbau mit 3,7% noch auf Kurs. „Die beiden Schlussmonate erwiesen sich jedoch als unerwartet schwach, Im Dezember sank die Produktion sogar um 8% gegenüber dem Vorjahresmonat“, erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann (Foto). „Dies passt ins Bild der gesamten Industrie, die unter den geopolitischen Verunsicherungen leidet.

Im Dezember 2018 verfehlten die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie ihren Vorjahreswert um 12,2%. „Anders als 2017 gingen in diesem Monat keine Großaufträge ein“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt.

Anzeige

„Im Schaltschrankbau steckt die Automatisierung noch in den Kinderschuhen“, behauptet Matthias Klaus, Geschäftsführer bei Komax Deutschland. „Da gibt es viel Spielraum für Innovationen und Effizienzsteigerungen“.

Drei von vier Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen spüren die – positiven oder negativen – Auswirkungen des Brexits schon heute. Dabei scheinen die positiven Folgen die negativen Konsequenzen derzeit zu überwiegen, das gilt sowohl für das Inlandsgeschäft als auch für den Außenhandel, die Geschäfte mit Großbritannien ausgenommen.

Themen wie künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen gewinnen innerhalb der vernetzten Industrie an Bedeutung. Unter dem Leitthema ‚Industrial Intelligence‘ stellt die Hannover Messe 2019 diese Entwicklung in den Mittelpunkt. „Auf der Hannover Messe werden mehr als 100 konkrete Anwendungsbeispiele für Machine Learning gezeigt. Das gibt es weltweit kein zweites Mal“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe. 

Zum Jahresbeginn haben Michael Heinemann (rechts) und Ralf Döhre die Leitung der Phoenix Contact E-Mobility übernommen. Heinemann ist CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung, Döhre ist COO des Unternehmens, das seinen Sitz in Schieder-Schwalenberg hat.

Weidmüller unterstützt die TU Dortmund bei einem staatlich geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Der Startschuss des Projekts LernBAR war im Juni 2018. Ziel ist es, beeinträchtigte Menschen durch den Einsatz digitaler Medien für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Mithilfe von Augmented Reality (AR) und der Microsoft HoloLens sollen sie über digitale Inhalte an ihren zukünftigen Arbeitsplatz und die ungewohnte Umgebung herangeführt werden.

Es gibt eine Veränderung in der Geschäftsführung bei Rittal: Uwe Scharf (Foto) wurde zum 1. Januar 2019 zum Geschäftsführer berufen und verantwortet die Business Units IT und Industry sowie das Marketing. Als weltweit führender Lösungsanbieter für Schaltschranksysteme und IT-Infrastrukturlösungen hat Rittal seinen Vertrieb strategisch gestärkt.

Seit Januar 2019 ist Florian Spiteller (Foto) Bereichsleiter External Relations & Support und damit Mitglied der Geschäftsleitung der vom VDE getragenen Normungsorganisation DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (VDE|DKE). In Spitellers Tätigkeitsbereich fallen unter anderem strategische Fragestellungen der gesamten Normungspolitik, die Unterstützung der Managementgremien von IEC und Cenelec sowie das Monitoring und die Bewertung normungsrelevanter Entwicklungen in mehr als 70 Nationen weltweit.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige