NFC-gesteuerte Konfiguration

Mit der App arbeiten

Beim Start der App aktiviert der Anwender für die Erstellung einer neuen Konfiguration den entsprechenden Menüpunkt und wählt das eingesetzte DPD-Modell aus, dem er eine Bezeichnung und eine Beschreibung zuordnet. Auf den folgenden Konfigurationsseiten wählt er Netz- und Schaltungstypologie aus und konfiguriert beliebig viele der zehn einstellbaren Nicht-Prioritätsalarme. Dafür legt er Messgrößen und Grenzwerte fest, bei Asymmetrie den Prozentsatz, sowie Hysterese und Einschaltverzögerungen. Danach kann er die Prioritätsalarme ein- oder ausschalten und die Alarm-Sets mit den Ausgängen verknüpfen. Abschließend erhält er eine Zusammenfassung der erstellten Konfiguration. Die Übermittlung der Konfigurationsdatei an das DPD erfolgt im Schaltschrank direkt am Relais, indem der Anwender das mobile Gerät bzw. das NFC-Lesegerät vor den NFC-Sensor des Relais hält, die Seriennummer des Gerätes bestätigt und die Übertragung anstößt. Da bei der NFC-Technologie beide Geräte sowohl Daten senden als auch empfangen können, kann der Anwender über den umgekehrten Weg im laufenden Betrieb zudem die Momentanwerte in Echtzeit wie den Alarmstatus oder Spannung und Frequenz am Relais auslesen und am Schreibtisch auswerten. Diese Daten können dann abgespeichert und z.B. per E-Mail an die Servicezentrale gesendet werden.

 (Bild: Carlo Gavazzi GmbH)

(Bild: Carlo Gavazzi GmbH)

Sicherheitsfunktionen

Durch den NFC-Sensor an der Gerätefront ist die Benutzung der Kommunikationsschnittstelle auch bei mehreren DPD in einem Schaltschrank einfach und betriebssicher. Die Software fragt beim Verbindungsaufbau die individuelle Seriennummer ab, die leicht erkennbar auf der Frontseite angebracht ist. So ist eine eindeutige Zuordnung der einzelnen DPD möglich. Abgesehen davon, dass die geringe Übertragungsdistanz von NFC von nur wenigen Zentimetern vor dem Abhören der Daten aus der Ferne schützt, verhindert eine Passwort-Sperre, die im Anschluss an den initialen Upload-Prozess eingerichtet werden kann, eine Manipulation des DPD oder die Konfiguration durch Unbefugte.

Fazit

Der hohe Verbreitungsgrad mobiler Endgeräte und die Verfügbarkeit sicherer Übertragungsstandards eröffnen neue Wege für die Konfiguration von Überwachungsrelais. Ausgehend von wenigen Standard-Ausführungen des Modells DPD ermöglicht Carlo Gavazzi, dass mittels NFC-gestützter Konfiguration ein breites Spektrum an individuellen Anpassungen umgesetzt werden kann. Die Verwendung von Konfigurationsangaben in digitaler Form erleichtert den Anwendern die Arbeit und entlastet sie von langwierigen Prozeduren, von der Erstellung der Konfiguration bis zum Ausbringen identischer oder unterschiedlicher Einstellungen auf vielen Relais.

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Thomas Funke: Bisher gab es von Eplan zu den Tools der SPS-Hersteller vor allem spezifische Schnittstellen, die wir im Fall von Erweiterungen oder Updates einzeln aufwändig anpassen mussten. Um mittelfristig ‚Herr der Schnittstellen‘ bleiben zu können, musste ein neutrales Schnittstellenformat her und so haben wir uns letztlich auf AutomationML geeinigt.

Michels: AutomationML wurde als einheitliches Datenformat ursprünglich für den Automotive-Bereich entwickelt, um unterschiedliche Aspekte in einem Projektdurchlauf abzubilden – z.B. bei Bewegungsprofilen von Robotern oder in der Simulation. Mit der Organisationsstruktur des dahinterstehenden Nutzervereins können wir den Standard aber auch gut für unsere Bedürfnisse in der Elektroplanung abstimmen.

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