Schotten dicht! Kabeleinführung in Schaltschränken und Gehäusen

Viele Maschinenausfälle sind auf eindringenden Schmutz zurückzuführen. So schätzt ein großer deutscher Automobilbauer, dass etwa 25% der Maschinenausfälle auf verschmutzte Schaltschränke zurückzuführen sei. Jede Kabeldurchführung ist eine potenzielle Angriffsfläche für eindringenden Staub. Die Firma icotek hat sich genau auf diese Problemlage spezialisiert und bietet Einführungslösungen für nahezu jede Aufgabenstellung an.

Verschmutzte Schaltschränke stellen fast immer ein Problem dar: Ausfall von Komponenten, zu hohe Temperaturen im Schaltschrank, Ausfall der Maschine. Umso mehr Schmutz/Staub bei der Fertigung entsteht, desto größer werden die Probleme, wenn nicht dafür gesorgt wird, dass die Schaltschränke gegen Eindringen von Schmutz geschützt werden. Kabeleinführungen mittels Moosgummiabdichtung bieten keinen ausreichenden Schutz. Werden kleine neben größere Leitungen verlegt, so verschließt eine Mossgummieinführung die Lücke zwischen beiden Leitungen nicht ausreichend. Durch Wärmeentwicklung im Schaltschrank wirkt dieser wie ein Schornstein wenn er nicht sauber abgedichtet wurde. Icotek hat sich auf Kabeleinführungssysteme spezialisiert. Auch bereits mit Stecker vorkonfektionierte Leitungen lassen sich mühelos einführen und abdichten und das für Leitungen von 2 bis 115mm Durchmesser.

 Kabledurchführungstüllen für Versorgungsleitungen (Bild: icotek GmbH)

Kabledurchführungstüllen für Versorgungsleitungen (Bild: icotek GmbH)

Vorkonfektionierte Lösungen

Für vorkonfektionierte Leitungen werden teilbare Kabeleinführungssysteme verwendet. Hierbei handelt es sich um einen meist zwei-geteilten Grundrahmen, der Kabeleinführungsleiste, und geschlitzte Kabeldurchführungstüllen. Die Größen der Kabeleinführungsleisten sind vielfältig. Die gängigsten Größen sind Kabeleinführungsleisten, die auf Standardausbrüche z.B. von schweren Steckverbindern angepasst sind, in der regel 10polig, 16polig und 24polig. Auch das Bohrbild zur Befestigung der Kabeleinführung entspricht dem der Steckverbinder. So können bereits vorhandene Stanzwerkzeuge verwendet werden. Die geschlitzten Kabeltüllen werden geöffnet und um die Leitungen montiert und anschließend in die einzelnen Kammern der Kabeleinführungsleiste eingeschoben. Hierfür sind Kabeleinführungsleisten, die es ermöglichen zwei Kabeltüllen aufzunehmen aber auch solche, die bis zu 30 Kabeltüllen aufnehmen können, vorhanden. Eine einzelne Tülle bedeutet nicht, dass nur maximal eine Leitung eingeführt werden kann. Doppel- bzw. 4-fach Kabeltüllen ermöglichen das Einführen von zwei bzw. vier Leitungen durch eine Kabeltülle. So wird die Packungsdichte extrem erhöht! Nachdem alle Tüllen bestückt und in der Kabeleinführungsleiste montiert sind, werden beide Teile der Kabeleinführungsleiste zusammen verschraubt. Die Tüllen können nur so montiert werden, dass beim Zusammenschrauben der Leiste Pressdruck erzeugt wird. So werden die geführten Leitungen nach DIN 50262 zugentlastet und abgedichtet. Je nach Ausführung des Kabeleinführungssystems wird die Schutzart IP54 aber auch IP65 erreicht. Bei Wartungsarbeiten müssen Stecker nicht abgelötet und wieder angelötet werden. Die Kabeleinführungsleiste wird geöffnet und schon hat man Zugriff auf die defekte Leitung oder die Möglichkeit, nachträglich Leitungen einzuführen.

 Schaltschrankbodeneinführung KDR-ESR (Bild: icotek GmbH)

Schaltschrankbodeneinführung KDR-ESR (Bild: icotek GmbH)

Kabeleinführung im Schaltschrankboden

Der Schaltschrankboden besteht in der Regel aus mehreren Bodenblechen. Icotek bietet hier eine Komplettlösung an. Eines dieser Bodenbleche wird aus dem Schaltschrank heraus genommen und durch einen Kabeldurchführungsrahmen Typ KDR 2 oder KDR-ESR ersetzt. Der Kabeldurchführungsrahmen KDR 2 besteht aus einem zwei geteiltem Bodenblech worauf die Kabeleinführungsleisten verschraubt werden. Diese Bodenbleche sind einbaufertig mit Ausbrüchen vorgesehen. Der Kabeldurchführungsrahmen KDR-ESR ist einteilig, verfügt ebenfalls über Standardausbrüche, hat jedoch werkseitig vormontierte Einschübe in die die Kabeleinführungsleisten einfach eingeschoben und gesichert werden. Das erfolgt mit sehr wenigen Handgriffen. Durch den Einsatz der Kabeldurchführungsrahmen KDR 2 bzw. KDR-ESR wird Schutzart IP54 erreicht. Sowohl KDR 2 als auch KDR-ESR lassen sich nachträglich installieren, ohne die Leitungen abklemmen zu müssen. Der laufende Betrieb muss nicht unterbrochen werden! Dadurch, dass die geführten Leitungen über die Kabeleinführungsleiste zugentlastet werden, sind keine Zugentlastungsschellen mehr nötig. Auch die dafür erforderliche Schiene kann man sich sparen und schafft somit Platz für wichtigere Komponenten.

 (Bild: icotek GmbH)

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