Schraubst du noch,
oder steckst du schon?

Die angenehme Art, Stromschienen mechanisch
und elektrisch zu verbinden

Eine interessante Lösung zur Verbindung von Stromschienen versprechen die Verbinder der Serien Cliplam CL-T und HP-GSRD von Multi-Contact. Die Montage erfolgt dabei durch einfaches Stecken, ohne jedes Werkzeug.

 Cliplam CL-T gibt es in sieben Größen: Gehalten von einem Kunststoffrahmen sieht man das Band mit den Kontaktlamellen. (Bild: Multi-Contact Deutschland GmbH)

Cliplam CL-T gibt es in sieben Größen: Gehalten von einem Kunststoffrahmen sieht man das Band mit den Kontaktlamellen. (Bild: Multi-Contact Deutschland GmbH)


Sind Verbindungen oder Abzweigungen von Kupferschienen zu realisieren, greifen viele Anwender zur Bohrmaschine und verschrauben die Schienen an der Überlappungsstelle miteinander. Da der Einsatz in Bahnfahrzeugen von starken Stößen und Vibrationen begleitet ist, halten sie die Verschraubung für die beste Verbindung. Dabei wird sie mit erheblichen Nachteilen, wie großer Montageaufwand, Spannungsverluste durch erhöhten Kontaktwiderstand und erhöhte Induktionswerte erkauft. Der Schweizer Steckverbinder-Spezialist Multi-Contact bietet eine Alternative zum Schrauben. Michel Schmitt, Business Development Manager Railway Markets bei Multi-Contact: „Bei unseren Sammelschienenverbindern Cliplam CL-T übernehmen zahlreiche federnde Kontaktlamellen die Kontaktgabe. Die Vielzahl der parallellaufenden Stromlinien führt im Vergleich zur geschraubten Verbindung zu einer merklichen Verringerung des Kontaktwiderstandes und der Induktion.“ Das System eignet sich für Stromschienen in einer Stärke von 2 bis 5mm. Die Verbinder befinden sich in einem Kunststoffrahmen und werden einfach auf die Stromschienen geclipst. Beim Einstecken der Stromschiene reinigen sich Federkontakte selbst und sorgen für sichere Verbindungen auch bei Stößen und Schwingungen. Wenn es um große Ströme geht, bietet Multi-Contact mit dem ‚Gabelstecker‘ HP-GSRD ein schwereres, aber ebenso leicht zu handhabendes Stecksystem an. Der Gabelstecker ist für Stromschienen mit 15mm Stärke als Standard vorgesehen (andere Dicken auf Anfrage) und verkraftet Ströme von bis zu 3.000A. Auch hier übernimmt eine Vielzahl einzelner Kontaktfedern, verbunden mit federnden Kontaktplatten aus Aluminium, die Stromführung und gibt der Verbindung der Schienen zusätzlich mechanischen Halt. Die Installation beider Systeme ist denkbar einfach, es muss weder gebohrt werden, noch sind Spezialzuschnitte erforderlich. Da sich die Schienen nicht überlappen, wird auch weniger Kupfer verbraucht. Gegebenenfalls kann infolge der besseren Leitfähigkeit überdies der Kupferquerschnitt verringert werden. Der Steckvorgang erfolgt rasch, ganz ohne Werkzeug und ohne Schrauben. Auch Abweichungen mechanischer Art, wie Winkel- oder Fluchtungsfehler, verzeihen die Steckverbinder-Systeme. Sowohl für Hersteller als auch für die Betreiber von Bahnfahrzeugen ist bedeutsam, dass die Verbinder alle gängigen Bahnnormen bezüglich Betriebstemperatur, Vibrationen und Stromleitung erfüllen. Die Unterhaltskosten sinken, weil die Montage- und Wartungszeiten verringert werden. Multi-Contact bietet auch kundenspezifischen Lösungen: „Wir freuen uns auf das Gespräch mit Bahntechnikern, vielleicht entsteht gemeinsam eine neue Verbindungstechnik, ganz sicher aber unter Verwendung der MC Kontaktlamelle“, sagt Schmitt.

Drucke diesen Beitrag
Schraubst du noch, 
oder steckst du schon?
Bild: Multi-Contact Deutschland GmbH


Das könnte Sie auch interessieren

„Die digitale Transformation ist für uns ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wago setzt hier einen klaren strategischen Fokus, der alle Unternehmensbereiche umfasst und sich konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichtet“, erklärt Chief Marketing Officer Christian Sallach (Bild), der im Mai dieses Jahres auch das neu geschaffene Geschäftsleitungsressort ‚Digital Transformation Office‘ in der Position des Chief Digital Officer bei Wago übernommen hat.

Anzeige

Wie lassen sich Prozesse im Steuerungs- und Schaltanlagenbau beschleunigen, Gewinnspannen erhöhen, Personalkosten senken und Lieferzeiten verringern? Antworten auf diese Fragen erhielten rund 50 Geschäftsinhaber, Planer und Verantwortliche aus dem Steuerungs- und Schaltanlagenbau auf dem ersten Rittal Automation Day am 26.10. in Haiger. Experten von Rittal, Eplan und Bauer Systeme stellten im Rittal Innovation Center konkrete und praxisnahe Lösungen für den Steuerungs- und Schaltanlagenbau 4.0 vor. Im Fokus standen die alltäglichen Herausforderungen der Branche.

Das Ifo Weltwirtschaftsklima bleibt unverändert gut. Zwar beurteilten die Experten die aktuelle Wirtschaftslage deutlich positiver als noch im April. Ihre optimistischen Erwartungen für die kommenden Monate nahmen sie aber etwas zurück. 

Anzeige

Labels sollen Verbrauchern zur besseren Orientierung dienen – bei Investitionsgütern aber sind sie überflüssiger Kostenfaktor und Innovationshemmnis für Hersteller. „In Theorie und Praxis finden sich keine Argumente für obligatorische Produktlabels im Maschinenbau“, sagt Dr. Manfred Wittenstein, Aufsichtsratsvorsitzender der Wittenstein SE, anlässlich der Veröffentlichung der Impuls-Studie ‚Nutzen von Labels‘.

Der Aufsichtsrat der Hager SE hat in seiner Sitzung vom 10. November Mike Elbers (links im Bild) und François Lhomme in den Hager Group Vorstand berufen. Mike Elbers wird sich als Chief Marketing Officer um die Bereiche Solution Development und Marketing kümmern.

Teil 7-713: Anforderungen für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art – Möbel und ähnliche Einrichtungsgegenstände

Art/Status: Norm, gültig
Ausgabedatum: 2017-10
VDE-Artnr.: 0100392

Anzeige

Beiblatt 5: Maximal zulässige Längen von Kabeln und Leitungen unter Berücksichtigung des Fehlerschutzes, des Schutzes bei Kurzschluss und des Spannungsfalls
Art/Status: Norm, gültig
Ausgabedatum: 2017-10
VDE-Artnr.: 0100394

Der September 2017 brachte der deutschen Elektroindustrie im Vergleich zum Vorjahresmonat insgesamt 8,6% mehr Bestellungen. Die Inlandsaufträge stiegen um 6,8%, die Auslandsaufträge um 9,9%. In den gesamten ersten drei Quartalen dieses Jahres belief sich das Auftragsplus auf 10,2% gegenüber Vorjahr. Hier waren die Impulse aus dem In- und Ausland mit 9,4 respektive 10,8% ähnlich stark. Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie hat im September indessen nur um 1,2% gegenüber Vorjahr zugelegt. „Der Anstieg war spürbar geringer als im Durchschnitt der acht Monate davor“, sagt Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. 

Die fortschreitende Digitalisierung erfasst nahezu alle Bereiche der Gesellschaft – so auch den Schaltschrankbau. Das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Kompetenzzentrum Digital in NRW hat über ein Jahr lang mit dem Mindener Schaltanlagenbauer Westermann eine Digitalisierungsstrategie sowie erste Pilotprojekte entwickelt, die dem mittelständischen Unternehmen den Einstieg in dieses sehr komplexe Themenfeld ermöglichen. Die Beteiligten zogen nun eine vorläufige Bilanz.‣ weiterlesen

Eine Bilanz der Gewittersaison zogen jetzt über 200 Experten bei der 12. Blitzschutztagung des VDE-Ausschusses Blitzschutz und Blitzforschung in Aschaffenburg. Auf dem Programm standen auch aktuelle Themen der Normung, Blitzschutz spezieller Objekte und Personenblitzschutz.