Umweltfreundliche
Mittelspannungsschaltanlage
für die E-Mobilität

Den Erwartungen zufolge wird der Anteil an Elektrofahrzeugen bis 2025 bereits 25 Prozent betragen. Mit der Kompaktstation CSS reagiert ABB auf den steigenden Bedarf nach Anbindung energieeffizienter und klimaschonender E-Ladestationen an das Stromnetz.

 (Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH)

(Bild: ABB Stotz-Kontakt GmbH)

Die Kompaktstation CSS für den Einsatz in der E-Mobilität zeigte das Unternehmen erstmalig auf der Hannover Messe 2018. Mit dieser Lösung ist es möglich, Ladeinfrastruktursysteme für die Aufladung von Elektro-Autos, -Bussen oder -Lkw direkt an Mittelspannungsnetze anzuschließen. Die steigende Nachfrage nach Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge erfordert eine effektive Methode, um Ladestationen direkt an das Mittelspannungsnetz anzuschließen. Da das Niederspannungsnetz in einigen Fällen nicht genug Leistungsreserven für eine schnelle Aufladung von einem oder mehreren Fahrzeugen aufweist, wird die Ladeinfrastruktur in diesen Fällen direkt an das Mittelspannungsnetz angeschlossen. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, die für die Installation und Inbetriebnahme benötigte Zeit zu minimieren und Fehler zu vermeiden. Gleichzeitig gilt es, die Vorgaben des örtlichen Versorgungsunternehmens zu erfüllen und maximale Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur sicherzustellen. Das Angebot, das ABB mit der Kompaktstation CSS zum ersten Mal auf der Hannover Messe präsentiert hat, stellt dazu ein umfassendes, ganzheitliches Angebot für den Anwendungsfall E-Mobilität vor.

Station genügt IEC62271-202

Die Kompaktstation wurde unter Berücksichtigung der internationalen Norm IEC62271-202 entwickelt, geprüft und gebaut. Die Kompaktstationen sind speziell für den Einsatz im öffentlichen Raum konzipiert, weshalb sie hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen. Sie wurden einer Störlichtbogenprüfung unterzogen, sind abschließbar und in einem einzigen Gehäuse geerdet. Dies reduziert Installationszeit und Fehler. Die CSS umfasst eine Mittelspannungsschaltanlage, einen Verteilnetztransformator, eine Niederspannungsverteilung und einen Hochleistungsumrichter. Sie wurde eigens dafür entwickelt, die Vorgaben örtlicher Versorgungsunternehmen zu erfüllen. Die vorkonfigurierten Elemente basieren auf Standardleistungsdaten. Die CSS wird über eine SafeRing-Ringkabelschaltanlage (RMU) von ABB mit dem Mittelspannungsnetz verbunden. Diese versorgt den Transformator mit Strom und verhindert, dass bei Störungen schwere Schäden entstehen. In diesem Jahr zeigte ABB auf der Hannover Messe eine klimaschonende Variante der RMU: SafeRing AirPlus. Anstelle des herkömmlich verwendeten SF6-Gases (Schwefelhexafluorid) kommt in dieser umweltfreundlichen gasisolierten Schaltanlage das klimafreundliche Isoliergas AirPlus zum Einsatz. SafeRing AirPlus weist eine ebenso kompakte Abmessung auf wie der RMU mit SF6-Gas bei Reduktion des Treibhausgaspotenzials(GWP) um über 99,99 Prozent. Diese Technologie ergänzt das bestehende Portfolio und ist eine Alternative für Kunden, die den Fokus auf die Umweltverträglichkeit ihrer Anlagen legen. Die Kompaktstation für E-Mobilität ist Teil des ABB-Ability-Portfolios aus vernetzten Lösungen. Informationen für die Zustandsüberwachung und Ferndiagnose (Remote Troubleshooting) werden automatisch bereitgestellt und ermöglichen dem System, Diagnose und eigenständige Korrektur der meisten Servicefälle. Dadurch werden Stillstände vermieden und Kosten verringert, während gleichzeitig eine höhere Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlage erzielt wird.

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