Kompaktleistungsschalter und Energiemonitoring-System

Eingespieltes Team

Im Sinne des Hager Systemgedankens entwickelt der Hersteller immer wieder umfassende Lösungen, die übergreifende Anwendungen ermöglichen. Der Kompaktleistungsschalter der neuesten Hager Generation H3+ und das Energiemonitoring-System Agardio sind ein Beispiel dafür. Denn für die Abfrage von Messwerten und Statusmeldungen über Modbus RTU bietet Hager für H3+ Kommunikations-Module an, sodass der Kompaktleistungsschalter auch als Multifunktionsmessgerät eingesetzt werden kann, der über den ‚agardio.manager‘ Messwerte bereitstellt.

Visualisierung sämtlicher Messdaten über Web-Browser (Bild: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG)

Visualisierung sämtlicher Messdaten über Web-Browser (Bild: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG)

Dank ihres Abschaltvermögens von 25 bis 110kA decken die neuen Hager Kompaktleistungsschalter der Serie H3+ ein breites Anwendungsspektrum im Zweckbau ab. Zur Wahl stehen 3- und 4-polige Varianten in drei Baugrößen: Die Schalter der Reihe P160 mit 114 Varianten sind für Nennströme von 25A bis 160A ausgelegt, die der Reihe P250 mit 118 Varianten für Nennströme von 40 bis 250A und die Reihe P630 für Nennströme bis zu 630A mit knapp 100 Varianten. Alle drei Baugrößen sind in fünf Ausführungen erhältlich: als Lasttrenner ohne Auslöseeinheit und damit ohne Schutzfunktion sowie in vier Varianten mit integrierter Auslöseeinheit. Hier stehen Geräte mit thermomagnetischer oder elektronischer Auslösung zur Verfügung, so dass die neue Generation der Hager Kompaktleistungsschalter flexible Schutzeinstellungen in allen Bereichen der Energieverteilung ermöglicht. Während die konventionelle Variante für den wirkungsvollen Schutz elektrischer Anlagen ausgelegt ist, ermöglichen die elektronischen Ausführungen zudem eine erhöhte Energieeffizienz von Gebäuden durch eine integrierte Überwachung und Energietransparenz für alle Anlagenbereiche. Die konventionellen Geräte mit der Kennung TM (thermisch-magnetisch) bieten einen elektro-mechanischen Standardschutz. Hier detektiert ein integriertes Bimetall Überlast und eine magnetische Schnellauslösung Kurzschlüsse. Die mit dem Kürzel LSnl versehenen Schalter ermöglichen einen elektronischen Basisschutz. Ihre Auslöseeinheit bietet hohe Präzision durch integrierte Messtechnik. Die Ausführung LSnl ist speziell für große Kabellängen sowie für den Schutz von Netzen konzipiert, die über Transformatoren oder Generatoren gespeist werden. Die LSl Varianten stehen für einen elektronischen Komfortschutz, zu der neben einer hohen elektronischen Messpräzision auch umfangreiche Einstellmöglichkeiten gehören. Und die Energy-Ausführungen schließlich markieren mit ihrem elektronischen High-End-Schutz die technische Spitze der aktuellen Hager Kompaktleistungsschalter.

Hager Kompaktleistungsschalter H3+ in allen drei Baugrößen (Bild: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG)

Hager Kompaktleistungsschalter H3+ in allen drei Baugrößen (Bild: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG)

Mit integrierter Messtechnik

Highlight der Geräte mit elektronischer Auslöseeinheit sind die Energy-Varianten mit OLED-Display und sehr detaillierten Einstellmöglichkeiten der Auslösekurve. Diese Geräte verfügen unter anderem über eine integrierte Messtechnik der Genauigkeitsklasse 1 sowie über einen Kontakt zur Ausschaltvorwarnung und einen parametrierbaren Alarmkontakt. Hervorzuheben ist die Möglichkeit der Parametrierung per Webbrowser mit PC, Tablet oder Smartphone über WLAN. Hierzu sind die elektronischen Auslöseeinheiten mit einer Schnittstelle für das ebenfalls neue Konfigurationstool HTP610H ausgestattet. Dieses dient bei den Versionen LSnI und LSI zum Testen der Auslösekurve und bei der Ausführung Energy zur Konfiguration, Statusabfrage und zum Auslösetest. Das akkugepufferte Tool verfügt über einen integrierten Webserver und macht den Einsatz einer speziellen Software überflüssig. Zudem versorgt das Konfigurationstool die Auslöseeinheiten mit Energie und ermöglicht somit auch eine Konfiguration ohne Netzspannung. Das Tool wird einfach magnetisch an der Schranktür fixiert. Alternativ kann die Konfiguration auch über ein Türeinbaudisplay oder das serienmäßige OLED-Display der Energy-Varianten vorgenommen werden. Der Anwender kann dabei beispielsweise bis zu zwölf individuelle Alarme mit verschiedenen Prioritäten aktivieren. Als Parameter sind dafür unter anderem alle Messwerte (I, U, P, E, PF, THD) nutzbar. So können Schwellwerte, die zu einer Alarmierung führen, definiert werden. Darüber hinaus können die Einstellungen der Auslösekurve überprüft und über die Exportfunktion der Anlagendokumentation beigefügt werden.

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