Kondensatmanagement mit Peltiertechnik

In trockene Tücher bringen

Feuchtigkeit in Schaltschränken ist ein großes Problem und wird oft unterschätzt. Schon ein Tropfen Wasser an der falschen Stelle kann erhebliche Folgen haben. Mit der Peltiertechnik können Anwender mit geringem Energieaufwand das Risiko der Kondensatbildung minimieren. Elmeko gehört zu den führenden Anbietern dieser modernen, wartungsfreien Technologie.

 Kondensatung in einem Schaltschrankgehäuse kann nicht nur zu unschöner Korrosion führen, sondern einzelne Elektronikbauteile und ganze Steuerungen außer Gefecht setzen. (Bild: Elmeko GmbH + Co. KG)

Bild 1 | Kondensatbildung in einem Schaltschrankgehäuse kann nicht nur zu unschöner Korrosion führen, sondern einzelne Elektronikbauteile und ganze Steuerungen außer Gefecht setzen. (Bild: Elmeko GmbH + Co. KG)

Der Trend hin zu kompakten, dezentral installierten Gehäusen und der wachsende Elektronikanteil in automatisierten Prozessen erhöht weiter den Bedarf zuverlässiger und energieeffizienter Klimatisierungstechnik. Der Bildung von Feuchtigkeit und dem Risiko der Überhitzung von Bauteilen muss dabei unter allen Umständen wirkungsvoll und energiesparend begegnet werden, damit die verwendete (Micro)-Elektronik nicht vorzeitig schlapp macht und es zu teuren Produktionsausfällen kommt. Bei Temperaturschwankungen, hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Temperaturen, oder auch bei Wetterwechsel kann sich Feuchtigkeit in Schaltschränken und Gehäusen bilden. Dann kommt es zu Kondensation, was Korrosion, Störungen und Ausfall von Elektronik verursacht. Deshalb wird Kondensatmanagement überall dort benötigt, wo Feuchtigkeit auftritt. Das ist beispielsweise bei Outdoor-Anwendungen der Fall, aber auch bei Prozessen mit schwankenden Temperaturen sowie auch in der Lebensmittelindustrie.

 Wird an das Halbleiter-Peltierelement eine Gleichspannung angelegt, kühlt eine Seite ab, während sich gleichzeitig die gegenüberliegende Seite erwärmt. Diesen Effekt kann zum Kühlen, Heizen und Entfeuchten genutzt werden. (Bild: Elmeko GmbH + Co. KG)

Bild 2 | Wird an das Halbleiter-Peltierelement
eine Gleichspannung angelegt, kühlt eine Seite ab, während sich gleichzeitig die  gegenüberliegende Seite erwärmt. Diesen Effekt kann zum Kühlen, Heizen und Entfeuchten genutzt werden. (Bild: Elmeko GmbH + Co. KG)

Wie sich Kondensat vermeiden lässt

Um Kondensat zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren, muss der Schaltschrank dicht geschlossen sein. Die auftretende Innentemperatur sollte nicht unter der Außentemperatur liegen. Anwender sind also gut beraten, den installierten Temperaturregler nicht unter +35°C einzustellen. Generell ist es ratsam, zur Überwachung der Feuchte außerdem einen Hygrostat einzubauen. Welche Auswirkung haben die Relative Feuchte (RH) und die Luftsättigung? Ab etwa 40% RH beginnt sich dünnster Wasserfilm im molekularen Maßstab zu bilden. Ab etwa 60% RH bilden sich bis zu vier Molekül-Lagen. Hier können Wechselwirkungen mit Verunreinigungen auf der Filmoberfläche entstehen. Ab etwa 80% RH haben sich schon zehn Moleküllagen gebildet und verhalten sich bereits ähnlich wie ’normales‘ Wasser. Es können Lösungsvorgänge von Salzen und ionische Prozesse ablaufen. Laut Taupunkt-Tabelle liegt der Taupunkt bei einer Temperatur von +20°C und einer Feuchte von 70% bei etwa +14,4°C. Bei einer Raumtemperatur von +20°C und einer relativen Luftfeuchte von 60% beträgt die absolute Feuchte 0,00886 (kg Wasser/m³ Luftvolumen). Steigt die Temperatur auf +29°C, steigt auch die Luftfeuchtigkeit auf 0,015kg/m³ Luftvolumen.

Kondensatmanagement schafft wirkungsvolle Hilfe

Das Kondensatmanagement hat zum Ziel, die Luftfeuchtigkeit in einem Schaltschrank sicher zu reduzieren. Dazu ist die Überwachung und Regelung der Feuchte durch einen Hygrostaten zwingend. Das Auffangen vom Kondenswasser über eine Kondensatrinne und das wirkungsvolles Ableiten von Kondenswasser über den Kondensatablaufstutzen nach außen ist ebenso notwendig. Zum Ausgleich von Temperaturschwankungen werden Heizungen installiert. Die eigentliche Lufttrocknung gelingt durch ein Entfeuchtungsgerät auf Basis der Peltiertechnik von Elmeko.

Das könnte Sie auch interessieren

Omron Electronics, eines der führenden Unternehmen im Bereich Industrieautomatisierung, hat die Rolle von Dr. Klaus Kluger ausgeweitet, der nun General Manager der Regionen Zentral- und Osteuropa ist.

Anzeige

Nach einem kräftigen Zuwachs im April dieses Jahres haben die deutschen Elektroexporte im Mai nur verhalten zugelegt. Über alle Fachbereiche hinweg nahmen sie um 1,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 16,3 Milliarden Euro zu. Die vergleichsweise schwache Exportentwicklung ist zum Teil auch auf die geringere Zahl der Arbeitstage – zwei weniger als im Vorjahresmonat – zurückzuführen.

Anzeige

Siemens wird bis Mitte nächsten Jahres 102 SF6-freie gasisolierte Hochspannungs-Schaltanlagen (GIS) vom Typ 8VM1 an Siemens Gamesa liefern. Die Schaltanlagen schützen jede Windturbine individuell vor Überlast und Kurzschluss und ermöglichen eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Anzeige
Anzeige

Im 1. Halbjahr 2018 legte Schneider Electric beim Umsatz um 7% zu und erzielte 12,3Mrd.€. Dabei konnte das Unternehmen in allen Segmenten ein Wachstum verzeichnen. Das gab das Unternehmen am gestrigen Donnerstag bekannt.

Anzeige

Die Analyse der EMV 2018 zeigt, dass die Veranstaltung einen weiter wachsenden Zuspruch findet. Für die Untersuchung wurden sowohl Aussteller, als auch Besucher, Kongressteilnehmer und Referenten im Anschluss befragt.

Weidmüller intensiviert sein Engagement in der Forschung und Entwicklung von Lösungen für die Roboterindustrie und beteiligt sich seit März an der China Robot Industry Alliance (CRIA). Die 2013 vom chinesischen Maschinenbau-Verband CMIF (China Machinery Industry Federation) gegründete Initiative soll Forschung, Entwicklung, Produktion und Einsatz der Robotik im asiatischen Land vorantreiben. 

Der German Brand Award ist die Auszeichnung für erfolgreiche Markenführung in Deutschland und prämiert Marken und Markenmacher. Kürzlich verlieh der Rat für Formgebung dem Technologieverband VDE für seine Einreichung ‚VDE Markenrelaunch‘ den Titel Special Mention in der Kategorie Brand Design im Palazzo Italia – Römischer Hof in Berlin.

Zum 1. August 2018 ordnet Schneider Electric das Management-Team DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) der Geschäftsbereiche Energy sowie Field Service neu. Jens Roseneck, bislang als Vice President (VP) verantwortlich für das Execution Center DACH/Global Customer Projects DACH verantwortet zukünftig als VP zusätzlich auch den Geschäftsbereich Energy DACH.

Mit seinem bis zu 4-poligen, flexiblen Steuerspannungsschienen-System BusSpeed hat FTG jüngst sein umfangreiches Sortiment weiter ergänzt. Meist kommen die Steuerspannungsschienen im Schaltschrankbau zum Einsatz, dort ist der Bedarf an individuellen Lösungen zur Stromverteilung und -verbindung am höchsten.

Turck ergänzt sein Interfaceportfolio um den flexiblen IMX12-FI mit globalen Ex-Zulassungen. Turck erweitert seine Interfacegerätefamilie IMX mit dem Frequenzmessumformer IMX12-FI. Anwender können die Geräte nicht nur als Drehzahlwächter einsetzen, sondern auch als Pulscounter.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige