Reihenklemmen mit Hebel

Weg frei zur werkzeuglosen Verdrahtung

„Wir möchten Ihnen heute zeigen, wie man in Zeiten, in denen der Innovationsspielraum immer enger wird, auch ein Thema wie die elektrische Verbindungstechnik noch einmal neu interpretieren kann.“ Mit diesen Worten leitete Wago-CEO Sven Hohorst die Präsentation der jüngsten Innovation des ostwestfälischen Unternehmens in der Mindener Firmenzentrale vor zahlreichen Fachpressevertretern ein.

 Die Wago-Reihenklemmen Topjob S mit Hebel sind für alle Leiterarten geeignet: eindrähtige, mehrdrähtige sowie feindrähtige Leiter mit und ohne Aderendhülse. (Bild: Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG)

Bild 1 | Die Wago-Reihenklemmen Topjob S mit Hebel sind für alle Leiterarten geeignet: eindrähtige, mehrdrähtige sowie feindrähtige Leiter mit und ohne Aderendhülse. (Bild: Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG)

„Weiterentwicklungen im Bereich der Anschlusstechnik konzentrieren sich stets auf zwei Aspekte: entweder die Anschlusstechnologie oder die Handhabung. Im aktuellen Fall haben wir den Fokus auf Letzteres gelegt“, so Sven Hohorst weiter. Zu diesem Zweck studierte der Verbindungstechnik-Spezialist ganz intensiv die Arbeitsprozesse seiner Kunden – der Schaltanlagenbauer – bei der Verdrahtung. Das Ergebnis: Hebel auf, Leiter rein, Hebel schließen – die einfache Anschlusstechnik, die Wagos 221-Dosenklemme auszeichnet, wird nun auch auf die Schiene gebracht: als Variante der bekannten Reihenklemmen Topjob S. Damit können nun auch im Schaltschrank Leiter ohne die Zuhilfenahme von Werkzeugen mit der Hand angeschlossen und wieder gelöst werden. Zudem wurden die Reihenklemmen auf der diesjährigen Hannover Messe auch mit Drücker vorgestellt, so dass diese – neben den bereits vorhandenen Klemmen mit Betätigungsöffnung – nun in drei unterschiedlichen Varianten erhältlich sind.

 Je nach Präferenz gibt es die Wago-Reihenklemmen Topjob S jetzt mit Hebel, Drücker oder Betätigungsöffnung. (Bild: Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG)

Bild 2 | Je nach Präferenz gibt es die Wago-Reihenklemmen Topjob S jetzt mit Hebel, Drücker oder Betätigungsöffnung. (Bild: Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG)

Einfaches Handling und mehr Sicherheit

Besonders beim Anschluss im Feld profitiert der Anwender von der intuitiven und komfortablen Handhabung: Durch den geöffneten Hebel ist die Klemmstelle eindeutig markiert, damit sinkt die Gefahr, Klemmstellen beim Verdrahten zu vergessen oder Leiter falsch anzuschließen. Darüber hinaus bleiben beide Hände frei für die Verdrahtung der Leiter, weil die Klemmstelle nicht mit einem Betätigungswerkzeug offen gehalten werden muss. Das erleichtert insbesondere den Anschluss schwer biegsamer Leiter mit großen Querschnitten. „Der Schaltanlagenbauer hat beide Hände frei und könnte beispielsweise so nebenbei auch noch einen Leiter abisolieren“, erläutert Dr. Karsten Stoll, Leiter des Geschäftsbereichs Electrical Interconnections bei Wago. „Da der Schaltschrankbauer bei der Verdrahtung in der Regel gut geschult und versiert ist, wird dieser sicherlich vorwiegend Klemmen mit Drücker oder mit Betätigungsöffnung nutzen. Zudem sind diese Anschlussarten platzsparender, da sie eine Frontverdrahtung aufweisen, und tendenziell werden bei der Verdrahtung innerhalb des Schaltschranks kleinere Leiter angeschlossen. Dem Techniker vor Ort hingegen, der mit ganz unterschiedlichen Anschlussarten diverser Hersteller klar kommen muss, bietet der Hebel unschlagbare Vorteile, denn diesem wird jetzt eindeutig angezeigt, wo er zu verdrahten hat. Er muss sich zudem keine Gedanken mehr machen, ob er das passende Werkzeug zur Hand hat“, führt Stoll weiter aus. Durch die Wahl der hybriden Reihenklemmen Topjob S könne der Schaltanlagenbauer seinen Kunden sowie den Endanwendern ein deutliches Mehr an einfacher Handhabung und Sicherheit bieten. „Ein Schaltschrankbauer, der eine Anlage ausliefert, kann seinen Kunden nun sagen: In der unteren Hälfte der Reihenklemme befindet sich die Feldanschlussebene, bei der die Klemmstellen für den Feldanschluss durch die Hebel eindeutig gekennzeichnet sind“, resümiert Stoll. Auch im Falle einer eventuellen Umrüstung hat der Betreiber so leichtes Spiel bei der Verdrahtung, da er genau weiß, was zu tun ist.

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