SCHALTSCHRANKBAU Newsletter 24 2017

In den vergangenen Monaten hat sich die deutsche Wirtschaft besser entwickelt als von vielen vermutet. Zu zahlreich schienen noch im Frühjahr die globalen Risiken. Doch das Bruttoinlandsprodukt wird 2017 um gut 2,25% zulegen. Und das dürfte auch erstmal so weitergehen, glaubt die Mehrheit der knapp 2.900 im Rahmen der IW-Konjunkturumfrage befragten Unternehmen. 

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Nach den vorliegenden Zahlen für die ersten neun Monate sind im Jahr 2017 sowohl der Auftragseingang mit plus 14% als auch der Umsatz mit plus 13% deutlich angestiegen. „Der anhaltende Aufwärtstrend in der Elektrischen Automation wird sich auch im nächsten Jahr fortsetzen“, erklärt Peter Früauf, stellv. Geschäftsführer im VDMA Elektrische Automation. 

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Nach der erfolgreichen Premiere der Hydrogen & Fuel Cells North America im September 2017 erweitert die Deutsche Messe ihr Energiemessen-Portfolio in Nordamerika und organisiert erstmals im Rahmen der Hannover Messe USA (10. bis 15. September 2018) den Ausstellungsbereich Industrial Energy Systems. Die Messegesellschaft ist seit vielen Jahren auf dem amerikanischen Markt aktiv und veranstaltet bereits seit 2012 parallel zur IMTS (International Manufacturing Technology Show) Messen in Chicago. Von 2018 an werden diese Messen unter dem Namen Hannover Messe USA organisiert. Insgesamt werden rund 550 Aussteller erwartet. In diesem industriellen Umfeld präsentieren sich die Aussteller des Bereichs Industrial Energy Systems.

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Ein erfolgreiches Familienunternehmen, die Förderung von Forschung und Lehre, soziales und christliches Engagement – Unternehmer Dr. Friedhelm Loh schaffe Werte in Wirtschaft und Wissenschaft.

Laut Meldungen des Statistischen Bundesamtes fingen im Wintersemester 2017/2018 16.824 Erstemester ein Studium der Elektrotechnik und Informationstechnik an. Wobei die Fachhochschulen ein leichtes Plus und die Universitäten einen leichten Rückgang verzeichneten.

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Im Oktober legte der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau um real 9% im Vergleich zum Vorjahr zu. Die Auslandsorders erreichten einen Zuwachs von 10%. Die größte Dynamik kam aus den Euro-Partnerländern. Hier wurde ein Plus von 17% verbucht, während die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern um 8% stiegen.

Sieben Nachwuchsstars aus den elektro- und informationstechnischen Handwerken dürfen sich nun ‚Deutscher Meister‘ nennen. Beim Bundesleistungswettbewerb (BLW) des ZVEH am 17. und 18. November 2017 in Oldenburg belegten sie den ersten Platz in den jeweiligen Ausbildungsberufen. Wie in den Vorjahren erreichte der Wettkampf im Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) ein hochklassiges Niveau.

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Interview mit Markus Hettig, Vice President Building Business DACH bei Schneider Electric.
„Durch die Verwendung nicht-linearer Verbraucher häuften sich Oberwellen in elektrischen Anlagen.“ Markus Hettig, Vice President Building Business DACH (Bild: Schneider Electric GmbH)Markus Hettig: Durch die Fortschritte beim Thema Energieeffizienz gibt es derzeit in Deutschland das Bestreben, energiefreundliche Verbraucher zu installieren. Ein Beispiel ist das Verbot von Halogenlampen und deren Ersatz durch LED-Leuchten. Allerdings handelt es sich bei LED-Leuchten um nicht-lineare Verbraucher. Auch ein elektronischer Frequenzumrichter, mit dem ich eine klassische Stern-Dreieck-Schaltung ersetze, ist nicht-linear. Diese nicht-linearen Lasten aufsummiert, ergeben eine sogenannte Multiplikation. Dies bedeutet: Oberschwingungen, die von verschiedenen nicht-linearen Verbrauchern produziert werden, können sich unter Umständen durch Überlagerung verstärken. Dabei kann es zu Störungen innerhalb einer elektrischen Anlage kommen. Dies kann sich in einem Anlagenausfall oder einem ungewollten Schaltvorgang manifestieren. Je mehr wir also die Energieeffizienz fördern, desto mehr ungewollte elektrotechnische Phänomene können in den Anlagen auftreten. Da wir an einem Netzwerk, sprich der Energieversorgung angekoppelt sind, können diese nicht-linearen Lasten auch das Gebäude verlassen.
Hettig: Angenommen Sie wohnen in einem Haus in der Nähe eines kleinen Industriebetriebs, dann kann es sein, dass dieser Industriebetrieb eine Netzverschmutzung in mein Haus importiert. Dies erfahre ich aber nur, wenn ich bestimmte Parameter messtechnisch erfasse. Auch eine haustechnische Anlage kann Oberwellen absondern. Auch dies kann ich nur mit der entsprechenden Messtechnik feststellen. Also gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ich verwende einen Leistungsschalter wie den Masterpact MTZ, ein digitales Modul zur Oberwellenanalyse sowie ein Kommunikationsmodul, mit dem die Daten in eine übergeordnete Cloud weitergegeben werden können. Wenn ich mir diese Daten nach einer gewissen Zeit anschaue, detektiere ich vielleicht permanente Oberwellen und kann entsprechende Maßnahmen zu deren Beseitigung einleiten. Eine zweite Möglichkeit ist, meine bestehende Anlage einfach mit einem Messgerät nachzurüsten, das bis zur 42. oder 50. Oberwelle misst. Wenn ich eine größere und komplexere Anlage habe, dann empfehle ich unser PowerLogic ION9000. Dies ist ein hochwertiges Netzqualitätsmessgerät mit 365-Tage-Tracking-Funktion, bei dem ich bestimmte Regeln für Benachrichtigungen hinterlegen und mit dem ich viele unterschiedliche Use Cases abdecken kann. In Wohn- oder gewerblich genutzten Gebäuden sowie kleineren Fabriken reicht ein einfacheres Messgerät wie das PowerLogic ION5000, das auch eine Oberwellenanalyse bietet.

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Im Rahmen seiner alljährlichen Fachpressekonferenz, dieses Mal am französischen Standort Grenoble, stellte Schneider Electric wieder zahlreiche neue Lösungen für den Schaltanlagenbau vor. Der Fokus lag dabei auf neuen Tools zur Erfassung und Analyse der Netzqualität für eine sichere und qualitativ hochwertige Energieversorgung. Im Gespräch mit dem SCHALTSCHRANKBAU erläutert zudem Markus Hettig, Vice President Building Business DACH bei Schneider Electric, die Bedeutung der neuen Mess- und Analysefunktionen für Schaltanlagenbauer, -planer und -betreiber und beschreibt Möglichkeiten, wie ein solcher Mehrwert auch zukünftig sichergestellt werden kann.

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Hohe Flexibilität und minimaler Platzbedarf – nur zwei zentrale Anforderungen an industrielle Schalt- und Steuerschränke, mit denen sich Schaltschrankbauer heute konfrontiert sehen. Gleichzeitig schafft die Digitalisierung neue Möglichkeiten im Engineering-Prozess. Aktuelle Zahlen beziffern das Einsparpotenzial auf über 40 Prozent. Was das konkret bedeutet, zeigt zum Beispiel ein neuer grafischer 3D-Konfigurator für Systemschränke von Siemens, mit dem sich Schaltschrankgehäuse individuell und durchgängig digital planen und bestellen lassen.

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