Werkzeuglose Verbindungstechnologie

Snapen statt Schrauben

Die patentierte Dirak-Snap-Technology (DST) schafft hochfeste Verbindungen, die geschraubten Lösungen ebenbürtig sind. Dies geschieht werkzeuglos, einfach und in sekundenschneller Montage – auch an schwer zugänglichen Stellen.

Die patentierte Dirak-Snap-Technology (DST) schafft hochfeste Verbindungen, die geschraubten Lösungen ebenbürtig sind. (Bild: Dirak GmbH)

Die patentierte Dirak-Snap-Technology (DST) schafft hochfeste Verbindungen, die geschraubten Lösungen ebenbürtig sind. (Bild: Dirak GmbH)

Den Anstoß zu dieser Erfindung gab eine USA-Reise des Dirak-Gründers Dieter Ramsauer. Zahlreiche Gespräche und Beobachtungen führten zu der Frage: „Wie kann ich es dem Kunden ermöglichen, Montagezeiten zu verkürzen und somit Kosten zu sparen?“ Auf dem Rückflug nach Deutschland kam ihm dann die zündende Eingebung, die er in Ermangelung von Papier direkt auf eine Serviette zeichnete – die Idee zur mittlerweile weltweit im Einsatz befindlichen Snap-Technology war geboren. Auch heute noch ist sie eine der erklärten Lieblingserfindungen von Dieter Ramsauer, der mittlerweile über 450 angemeldete Patente sein Eigen nennen kann. Die Erfindung der Snap-Technology brachte ihm zudem im Jahr 2007 die Nominierung zum „Engineer of the Year“ als erster Nicht-Amerikaner vom Design News Magazin ein.

 Die Snap-Technology zerlegt (Bild: Dirak GmbH)

Die Snap-Technology zerlegt (Bild: Dirak GmbH)

Patentierte Technologie

Die Idee hinter der Snap-Technology basiert auf dem Funktionsprinzip eines Fallenschlosses, wie man es in Haus- oder Zimmertüren findet. Die Grundlage bilden dabei die sogenannte Führung mit abgeschrägten Spannbacken sowie eine Feder, die in einem Fenster innerhalb der Führung sitzt. Diese Snap-Elemente werden im Führungskanal eines Korpus eingesetzt und durch einen Fixierstopfen gehalten. Drückt man nun diesen Befestiger durch eine Einbauöffnung, schiebt die Einlaufschräge der Spannbacken das Snap-Element wie eine Falle im Führungskanal zurück und die Feder wird dabei gespannt. Sobald die Höhe der Spannbacken beim Einstecken überwunden ist, drückt die gespannte Feder die Snap-Elemente wieder aus dem Führungskanal heraus. Dabei entsteht das typische „Snap“-Geräusch. Das Ergebnis: Der Befestiger ist nun in der Einbauöffnung verklemmt und hält die zu verbindenden Elemente hochfest zusammen.

Zahllose Einsatzmöglichkeiten

Schon früh beschäftigte sich Dieter Ramsauer im Laufe seiner beruflichen Karriere mit Schaltschränken. Bei einem der größten Automobil-Zulieferer war es seine Aufgabe, den Nichtfahrzeugmarkt zu untersuchen und neue gewinnträchtige Produktangebote aus der Taufe zu heben. In dieser Zeit entwarf er beispielsweise Dichtungsprofile für Schaltschränke, entwickelte den ersten patentierten Drehriegel und ersann ein modulares Stangenschloss-System, das bis heute im Einsatz ist. Auch die Snap-Technology kam zunächst überwiegend bei Schaltschränken bei der sicheren Verbindung von Blechteilen zum Einsatz. Sie ist aber ebenso geeignet in anderen Branchen eingesetzt zu werden, in denen Teile einfach und sicher verbunden werden. Derzeit bietet Dirak über 710 verschiedene DST-Produkte an, die für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten konzipiert und gefertigt wurden: Von Befestigern und Scharnieren über Griffe und Schwenkhebel bis hin zu Drehriegeln und Verschlüssen reicht das aktuelle Produktportfolio. Zahllose weitere Einsatzmöglichkeiten der Technologie bieten sich an und befinden sich teilweise bereits in der Entwicklung. Denn fragt man Dieter Ramsauer nach seiner Triebfeder ständig neue Lösungen zu entwickeln und Patente anzumelden, nennt er als Grund die Unzufriedenheit und das Unverständnis mit zahlreichen gegebenen Dingen. „Warum macht ein Konstrukteur so einen Quatsch?“ ist die Frage, die er sich oftmals stellt – und sein Ehrgeiz und das der Dirak-Entwicklungsabteilung ist geweckt, um eine praktischere Lösung zu ersinnen, die die bestehenden Unzulänglichkeiten behebt.

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