Schneider Electric Innovation Summit Paris 2018

„Die Kraft der Digitalisierung nutzen“

Mehr als 5.000 Kunden und Partner aus dem In- und Ausland kamen am 5. und 6. April auf dem Messegelände Paris Expo Porte de Versailles zusammen, um sich im Rahmen des Schneider Electric Innovation Summit über die neuesten Entwicklungen des Energiemanagement- und Automatisierungsspezialisten zu informieren und sich über die Herausforderungen und Chancen der digitalen Wirtschaft auszutauschen.

Bild: TeDo Verlag GmbH

Mehr als 5.000 Gäste kamen an zwei Tagen zum diesjährigen Schneider Electric Innovation Summit auf das Pariser Messegelände. (Bild: TeDo Verlag GmbH)

„Die Welt verändert sich in einem beispiellosen Tempo, getrieben von einer boomenden digitalen Wirtschaft. Technologien wie das Internet der Dinge (IoT), Künstliche Intelligenz (KI) und Big Data machen Unternehmen effizienter und innovativer und stärken ihren Wettbewerbsvorteil“, sagte Jean-Pascal Tricoire, Chairman und CEO von Schneider Electric. „Als verantwortungsbewusster Branchenführer müssen wir zeigen, wie unsere Innovationen unseren Kunden und Partnern zu einer erfolgreichen digitalen Transformation im Energiemanagement und in der Automatisierung verhelfen können. Unsere Technologien, die auf der EcoStruxure-Plattform basieren, nutzen die Kraft der Digitalisierung und ermöglichen es unseren Kunden, effizienter, sicherer, zuverlässiger, vernetzter und nachhaltiger zu werden.“ In seiner Keynote nannte Tricoire zahlreiche Beispiele, bei denen durch die Plattform bereits teils beträchtliche Effizienzgewinne erzielt wurden. Die Veranstaltung im Umfeld des Paris Marathons, der am 8. April über die Bühne ging und bei dem Schneider Electric wieder als Hauptsponsor fungierte, war die größte, die das Unternehmen je organisiert hat.

Zahlreiche Weltpremieren

Präsentiert wurden nicht zuletzt die neuesten Entwicklungen bei EcoStruxure, der IoT-fähigen, offenen Architektur und Plattform, bestehend aus den drei Ebenen Connected Products, Edge Control sowie Apps, Analytics & Services. Die Plattform wird mit Unterstützung von über 20.000 Systemintegratoren in mehr als 480.000 Installationen eingesetzt und verbindet über 1,5 Millionen Assets. Bei der Weltpremiere wurden drei große EcoStruxure-Entwicklungen angekündigt. In der neuen Generation von EcoStruxure Power, der Architektur für die Stromverteilung innerhalb der IoT-fähigen EcoStruxure-Plattform, wurden die Energiemanagementfunktionen verbessert, um die Betriebseffizienz und Zuverlässigkeit zu optimieren. Dies beinhaltet neue Benutzeranwendungen (Power Advisor), Edge Control Management Software (Power Monitoring Expert 9.0 und Power Scada Operation 9.0) und angeschlossene Produkte (z.B. Power Logic ION9000 Meter). EcoStruxure Building, die kollaborative Architektur für Gebäude, wird um neue Benutzeranwendungen (Building Advisor), eine neue Edge Control-Anwendung (Building Operation 2.0) sowie neue Sensorprodukte (SmartX IP Controller MPx und SmartX Room Sensors) ergänzt. EcoStruxure Asset Advisor schließlich, die neue Version der Geräteüberwachungssoftware, bietet einen Cloud-basierten, datengesteuerten 24/7-Predictive-Service für die Kontinuität in der Stromverteilung und in kritischen Rechenzentren. Auf der Basisebene von EcoStruxure befindet sich eine umfangreiche Palette konnektiver, kommunikationsfähiger Hardware-Lösungen zum Sammeln und Verwalten von Daten für eine 24/7-Konnektivität, wodurch eine verbesserte Intelligenz und Effizienz erreicht wird. Dazu gehören die bereits genannten Geräte ION9000 und Easergy P3. ION9000 ist ein Universalmessgerät mit programmierbaren Funktionen, wie z.B. Schalterüberwachung und Lastabwurf. Das Easergy P3 Mittelspannungsschutzrelais und seine zugehörige App lassen sich einfach installieren, konfigurieren und bedienen. Die zweite Ebene, die so genannte Edge-Control, ermöglicht eine Echtzeit-Kontrolle des Betriebs, entweder vor Ort oder in der Cloud. Mit der neuesten Version von EcoStruxure Power Monitoring Expert 9.0 und EcoStruxure Power Scada Operation 9.0 kann der Bediener auf einer zukunftssicheren, dem IEC62443 Cybersecurity-Standard entsprechenden IOT-Plattform Aktionen und Ereignisse verwalten und analysieren. Auf der dritten Ebene befinden sich Apps, Analyse-Tools und Services, die es Kunden ermöglichen, fundierte und zeitnahe Entscheidungen zu treffen, um Anlagenzuverlässigkeit zu gewährleisten, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. EcoStruxure Power Advisor ist ein Cloud-basierter Dienst, der regelmäßig Systemchecks durchführt, um Konfigurationsfehler und Stromverbrauch zu erkennen und anschließend Handlungsempfehlungen zu geben. EcoStruxure Asset Advisor bietet eine vorausschauende Analytik durch die Zustandsüberwachung kritisch verbundener Produkte und ermöglicht Kunden so eine präventive und proaktive Wartung.

Vielfalt und Integration

Neben diesen technischen Innovationen bot die zweitägige Pariser Veranstaltung eine Vielzahl an Demonstrationen, Hands-On-Sessions, Strategiegesprächen und Diskussionsrunden zu so mannigfaltigen Themen wie Gebäude- und Industrieautomation, Energieverteilung, Daten- und Rechenzentren oder Cybersicherheit. Besonders interessant war eine Pressekonferenz zum Thema Vielfalt und Integration, in der zahlreiche Initiativen bei Schneider Electric vorgestellt wurden, die weltweit eine integrative Unternehmenskultur mit der Förderung von Geschlechtergleichstellung, wie der Promotion von Frauen in Führungspositionen, zum Ziel haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Oliver Schleicher (Foto) trat zum 1. Mai 2019 als Regional Manager DACH in die Geschäftsführung der deutschen Vertriebsgesellschaft der Weidmüller Gruppe in Detmold ein. Er übernimmt damit die bisherigen Vertriebsverantwortlichkeiten des designierten Vertriebsvorstands Dr. Timo Berger in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Anzeige

Intelligente und nachhaltige Erzeugung, Verteilung und auch Nutzung von Energie ist ein zentrales Thema für die nachhaltige Ressourcennutzung. Der Schutz der dafür notwendigen Systeme und Anlagen gehört dazu.

Anzeige

Digitalisierung ist das Thema, das Eplan mit der nächsten Messe im Netz untermauert: Die Virtual Fair findet am 21. Mai online statt, mit 16 Stunden Live-Betrieb sind alle wichtigen Zeitzonen der Welt berücksichtigt. Präsentationen, Live-Demonstrationen und Management-Diskussionen stehen auf dem Tagesprogramm, das ein Ziel verfolgt: Den direkten Know-how-Austausch von Management bis Anwender, und zwar in mehr als 70 Ländern weltweit. Jeder Besucher kann per Chat mit anderen Kontakt aufnehmen und wird dort in seiner Landessprache betreut.

Stromintensive Rechenzentren dort zu bauen, wo der Strom klimafreundlich direkt bezogen werden kann – in einer Windenergieanlage: Dafür steht seit wenigen Jahren die Idee WindCores. Am 11. April ist ein neues Konzept namens WindCores++, das in Kooperation von WestfalenWind IT mit Rittal und SICP entwickelt wurde, in der Kategorie 1 ‚Ideen und Forschungen rund um das Rechenzentrum‘ für Cloud-Hosting als Sieger beim Deutschen Rechenzentrumspreis prämiert worden. Der Preis, der zukunftsweisende Ideen und Konzepte zur Steigerung der Energieeffizienz in Rechenzentren seit neun Jahren auszeichnet, wurde diesmal in Flörsheim am Main verliehen.

Die deutsche ABB hat sich laut ihres Vorstandsvorsitzenden Hans-Georg Krabbe (Foto) im Geschäftsjahr 2018 bei Auftragseingang und Umsatz sehr gut entwickelt, obwohl das deutsche Geschäftsklima im Jahresverlauf an Dynamik eingebüßt hat. Das Unternehmen profitierte vor allem von der sehr guten Geschäftsentwicklung in den Bereichen Robotik und Antriebe sowie Industrieautomation.

Am 8. Mai fand im Essener Ruhrturm der Auftakt zur diesjährigen Roadshow des Network SCHALTSCHRANKBAU statt. Auch in diesem Jahr bietet die Veranstaltungsreihe wieder zahlreiche neue Lösungen für den Schaltanlagenbau sowie kompaktes Hintergrundwissen. Fünf Industriepartner präsentierten auf ihren Ausstellungsflächen einem interessierten Publikum ihre aktuellen Produkte.

Mit einem Baustellenfest samt symbolischem Spatenstich wurde am 28. März die letzte Phase der Bauarbeiten für den neuen Produktionsstandort der MTP Messtechnik Produktions GmbH am GVZ-Hafen in Nürnberg eingeleitet. Im über 8.000m² großen Neubau stehen der MTP – Produktionsbetrieb der Marke Gossen Metrawatt und Mitglied der GMC-Instruments Gruppe – ab dem 16. Mai moderne Büro- und Fertigungsstätten für die Herstellung und Montage feinmechanischer Messtechnik-Produkte sowie die Logistik zur Verfügung. In das neue Werksgebäude am Main-Donau-Kanal werden neben der Kunststoff-Spritzerei auch das Material- und Fertigwarenlager einschließlich Verpackung und Versand übersiedeln.

Der Baufortschritt für die zentrale Chiller-Fertigung von Seifert Systems wurde Mitte März mit dem Richtfest am künftigen Produktionsstandort im nordrhein-westfälischen Radevormwald gefeiert.

Der Auftakt ins laufende Jahr war für die Maschinenbauer in Deutschland wenig erfreulich. Im ersten Quartal 2019 wurde in den Auftragsbüchern ein Minus von real 10% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres verbucht. Auch der März brachte einen Orderrückgang von 10%. „Der Auftragseingang im Maschinenbau bleibt unter Druck, die Branche verzeichnete im März bereits das vierte Minus in Folge“, erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers (Foto). 

Unternehmen investieren in erster Linie in intelligente Automatisierung (IA), weil sie Umsatz und Kundenzufriedenheit steigern wollen. So das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von KPMG und HFS-Research unter rund 600 Führungskräften aus 13 Ländern, darunter 40 aus Deutschland. Jeder vierte Befragte nennt als bedeutendstes langfristiges strategisches Ziel die Steigerung des Umsatzes (24%). Deutsche Unternehmen setzen vor allem auf die Möglichkeit, dank IA Daten schneller und effizienter auswerten zu können (30%). Außerdem wollen die Unternehmen bessere Einblicke in ihr Geschäft und in die Unternehmensabläufe gewinnen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige