Konjunkturerwartungen für China rutschen ab

Die Erwartungen für die chinesische Konjunktur sind in der Januarumfrage 2016 drastisch zurückgegangen. Der CEP-Indikator, der die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzexperten für China in den nächsten zwölf Monaten wiedergibt, hat sich im aktuellen Umfragezeitraum (18. Januar bis 3. Februar 2016) auf einen Stand von minus 20,7 Punkte verschlechtert. Das ist bei Weitem der niedrigste Wert seit Beginn der Umfrage Mitte 2013.

Besonders stark bergab geht es auch bei den Teilindikatoren für die Beschäftigung sowie die PKW-Neuzulassungen. Hinter den gesunkenen Erwartungen für die Konjunktur stehen vor allem Befürchtungen, dass die schwächere Weltkonjunktur zu Umsatzeinbußen bei chinesischen Exporten führt. Außerdem rechnen die Experten mit geringeren ausländischen Direktinvestitionen in China. Der Binnenkonsum wird dagegen sogar leicht besser eingeschätzt als noch vor einem Monat. Der private Konsum dürfte damit nach wie vor die wichtigste Stütze der chinesischen Wirtschaft sein. Zu den sich eintrübenden Konjunkturaussichten kommt, dass auch die Entwicklung der wichtigsten Aktienindizes negativer beurteilt wird. Selbst auf Sicht von zwölf Monaten wird mit Aktienkursrückgängen von zehn bis 15% gerechnet. Die Erwartungen zum Yuan-US-Dollar-Kurs gehen weiterhin in Richtung einer Abwertung des Yuan. Gleichzeitig gehen die Experten von anhaltenden Stützungskäufen durch die chinesische Notenbank aus, verbunden mit einem starken Rückgang der Devisenreserven.

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Konjunkturerwartungen für China rutschen ab
Bild: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH


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