Network SCHALTSCHRANKBAU 2018 erfolgreich gestartet

Viel Potenzial für mehr Wirtschaftlichkeit

Am 1. Februar ist die Roadshow Network SCHALTSCHRANKBAU 2018 auf dem Gelände des UNESCO Welterbes Zeche Zollverein in Essen an den Start gegangen. Rund 130 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich anhand informativer Vorträge über aktuelle Themen auf den neuesten Stand zu bringen. Viel Zeit gab es auch, um mit den anwesenden Industriepartnern in direkten Dialog zu treten.

 (Bild: ©Jochen Tack / Stiftung Zollverein)

(Bild: ©Jochen Tack / Stiftung Zollverein)

Bei dieser Gelegenheit konnten individuelle Fragestellungen erörtert sowie die neuesten Lösungen diskutiert werden. Dabei hatten die Unternehmen reichlich Anschauungsmaterial mitgebracht. Viele Anwesende nutzten die Gelegenheit, um sich im Kollegenkreis etwa über die Herausforderungen der Digitalisierung auszutauschen.

 (Bilder: TeDo Verlag GmbH)

(Bilder: TeDo Verlag GmbH)

Digitalisierung – aber wie und wo?

Im Vortragsraum wie im Ausstellungsbereich nahm das nahezu alle Lebensbereiche berührende Thema Digitalisierung eine herausragende Stellung ein. Denn bei richtiger Herangehensweise und Nutzung vorhandener Hard- und Software können auch Schaltschrankbauer und -planer hier erhebliche Effizienzpotenziale generieren. Nicole Kreie von der Firma Wago stellte in ihrem Vortrag die Frage: „Wieviel Digitalisierung braucht der Schaltanlagenbau?“. Um Herausforderungen wie Fachkräftemangel, steigende individualisierte Kundenanforderungen und Kostendruck wirksam zu begegnen, biete gezielte Digitalisierung innerhalb der Prozesskette im Schaltanlagenbau Möglichkeiten von der Planung, über Arbeitsschritte wie Leitungskonfektionierung, Beschriftung, Verdrahtung und machanische Bearbeitung, bis hin zur Prüfung, so Kreie. In die gleiche Stoßrichtung gingen Christian Großmann und Bernd Naguschweski von Phoenix Contact in ihrem Vortrag über die Industrialisierung des Schaltanlagenbaus. Unter anderem stellten sie ein Projekt vor, das ihr Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum zur Teilautomatisierung von Montageprozessen ins Leben gerufen hat. Auf die Möglichkeiten, die eine digitalisierte Schaltanlage unterschiedlichen Zielgruppen im Hinblick auf Energie- und Betriebseffizienz bietet, ging Lars Weinrich von Schneider Electric ein.

 (Bilder: TeDo Verlag GmbH)

(Bilder: TeDo Verlag GmbH)

Effiziente Software-Tools und wichtige Normen

In vielen Referaten wurde deutlich, dass Maßnahmen zur Digitalisierung der Wertschöpfungskette nur bei einer hohen Datenqualität und -durchgängigkeit greifen können. Um diese Daten zu verarbeiten, sind einfach zu handhabende und effiziente Engineering-Tools am Markt erhältlich, wie sie Markus Wittke von WSCAD und Uwe Jürgens von Siemens vorstellten. Auf reges Interesse stieß bei den Anwesenden auch der Normen-Vortragsblock. Hartmut Lohrey von Rittal ging auf die aktuellen Entwicklungen bei der DIN EN61439 Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen ein und arbeitete dabei vor allem heraus, wie ein Nachweis zur Einhaltung der Übertemperatur geführt werden kann. Dirk Müller von UL ging auf die Besonderheiten für den Export von Schaltanlagen auf den nordamerikanischen Markt ein. Maßgeblich hier ist die Norm UL508A, die jüngst zahlreichen Modifikationen unterzogen wurde. Ein ausführliches Interview hierzu können Sie in diesem Heft ab Seite 24 lesen. Lars Brakemeier von der Firma Weidmüller präsentierte dem Auditorium unterschiedliche Varianten, wie bei der flexiblen und normgerechten Kabelbearbeitung eine höhere Wirtschaftlichkeit erzielt werden kann. Dabei gelte es individuell abzuwägen, ob die Wahl lieber auf die klassischen manuellen, oder aber halb- bzw. vollautomatisierten Lösungen fallen sollte. Steffen Vree von der Firma Sedotec strich in seinem abschließenden Vortrag heraus, welch große Bedeutung das Thema Störlichtbogenschutz im Schaltanlagenbau hat und belegte eindrucksvoll, welche Konsequenzen für Mensch und Material es haben kann, wenn dieses nicht beachtet wird. Den nächsten Stopp wird die Roadshow am 16. April in Bad Nauheim bei Frankfurt am Main einlegen. Weitere Termine der Veranstaltungsreihe sind in diesem Jahr Berlin (08.05.), Hamburg (28.06.), Stuttgart (18.09.) sowie Ingolstadt (25.10.). Anmeldungen sind unter hier möglich. Einen Eindruck von der Auftaktveranstaltung in Essen gibt ein Trailer auf der Webseite. (jwz)

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