Siemens steigert Energieeffizienz in türkischer Zuckerfabrik

Die türkische Zuckerfabrik Amasya Sugar (Amasya Şeker Fabrikası A.Ş.) rüstet die komplette Niederspannungs-Energieverteilung mit Systemen und Komponenten von Siemens aus. Diese sorgen für die sichere und unterbrechungsfreie Stromverteilung aus vier Gasturbinen. Mithilfe intelligenter Energiedatenerfassung und -analyse ist es nun möglich, die Energieflüsse der gesamten Produktionsanlage zu überwachen und bei Bedarf steuernd eingreifen. Dies erhöht die Energieeffizienz und Verfügbarkeit der Anlage.

Die Dimensionierung und Projektierung der elektrischen Energieverteilung wurde unter Berücksichtigung aller Sicherheitsanforderungen mit dem softwarebasierten Planungstools Simaris design umgesetzt. Zum Lieferumfang gehören 100 Felder der Niederspannungs-Schaltanlage Sivacon S8, 110 kommunikationsfähige Kompaktleistungsschalter 3VA, 22 offene Leistungsschalter 3WL zur Absicherung der Hauptstromkreise sowie mehr als 20 Messgeräte vom Typ 7KM PAC4200 und 7KM PAC3100. Die Software powermanager sammelt und analysiert die über die Messgeräte erfassten Energiedaten. Den Auftrag zur Installation der Komponenten vergab die Zuckerfabrik an den türkischen Elektrotechnikausrüster ELTES Elektrik İnş. Taah. San. Ve Tic. A.Ş.
Für die Hauptverteilung kommen Niederspannungs-Schaltanlagen Sivacon S8 zum Einsatz. Dank des „Double Front“-Designs konnte der Einsatz von Kupfer um 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Anlagen reduziert werden. Das Herzstück der Anlage ist der modular aufgebaute Kompaktleistungsschalter 3VA aus dem Sentron-Portfolio mit elektronischem Auslöser (ETU). Kompaktleistungsschalter schützen in Gebäuden oder industriellen Anlagen Leitungen und elektrische Verbraucher vor Schäden und Ausfällen, die durch Störungen wie Kurzschluss oder Überlast hervorgerufen werden können. Zudem erfasst der Kompaktleistungsschalter 3VA (ETU850) Strom-, Spannungs-, Leistungs- und Energiewerte sowie Diagnosedaten und lässt sich nahtlos in übergeordnete Automatisierungs- und Energiemanagementsysteme integrieren. In der Zuckerfabrik Amasya Sugar erfassen die Messgeräte alle Energie- und Anlagendaten und übermitteln diese direkt über eine Ethernet-Schnittstelle an das Energiemanagementsystem. Die Betreiber haben so jederzeit einen aktuellen Überblick über den Stromverbrauch der gesamten Anlage oder können ganze Lastgänge darstellen. Alle Verbraucher lassen sich über das System ansteuern und regulieren.

Die Zuckerfabrik Amasya Sugar nahm bereits 1954 den Betrieb auf und verarbeitete damals 1.800 Tonnen Zuckerrüben am Tag. Die Fabrik konnte die Kapazität der Anlage bis heute auf 6.000 Tonnen erhöhen. Die Verantwortlichen der Fabrik setzten bereits damals auf Energietechnik von Siemens, die jetzt komplett durch neue Siemens-Anlagen und -Komponenten ersetzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Das könnte Sie auch interessieren

Dehn hat kürzlich sein Energiemanagement-System erfolgreich nach DIN EN ISO50001 zertifizieren lassen. Dazu beigetragen haben sowohl die systematische Bearbeitung des Themas Energie sowie zahlreiche Maßnahmen, die das Unternehmen in der Vergangenheit unternommen hat und die langfristig wirken. ‣ weiterlesen

Anzeige

Trotz des Impfstarts zu Jahresbeginn befindet sich Deutschland weiterhin im Lockdown; Perspektiven für eine langsame Öffnung lassen auf sich warten. Umso erfreulicher sind die Ergebnisse der traditionellen Frühjahrskonjunkturumfrage, die der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in der Zeit zwischen dem 22. und 26. März 2021 durchführte und an der sich rund 1.200 Innungsbetriebe beteiligten. So liegt der Geschäftsklimaindex der E-Handwerke, ein zuverlässiger Indikator für die wirtschaftliche Situation der Branche, seit Herbst 2020 wieder stabil bei 80 Punkten (79,9). Vor einem Jahr, zu Beginn der Pandemie, war er kurzzeitig auf 55,6 Punkte eingebrochen – eine Folge des ersten Shutdowns im März 2020. Keine größeren Schwankungen gibt es auch hinsichtlich der aktuellen Geschäftssituation: 65,4% der im Rahmen der aktuellen Konjunkturumfrage befragten elektrohandwerklichen Unternehmen gaben an, die Geschäftssituation sei gut. Zum Vergleich: Vor einem Jahr, im März 2020, lag dieser Wert bei lediglich 30,1%, bevor sich die Situation im Mai 2020 wieder zu entspannen begann. Zur raschen Erholung hatte seinerzeit ganz wesentlich beigetragen, dass die E-Handwerke aufgrund des Antrags der elektrohandwerklichen Organisation vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) für systemrelevant erklärt worden waren. ‣ weiterlesen

Anzeige

Schritt für Schritt führt dieses Buch in die Grundlagen der fachgerechten Elektroinstallation ein. Aufgrund aktueller Änderungen in Normen und Bestimmungen wurde diese 10. Auflage neu bearbeitet und an den aktuellen Stand angepasst.‣ weiterlesen

Anzeige

Die EMV, die Ende März online stattfand, bewies ihre Rolle als maßgebende Größe der europäischen EMV-Industrie und -Wissenschaft. Knapp 1.000 Teilnehmer nutzten die vielfältigen Gelegenheiten, ihr Fachwissen zu erweitern und neue Kontakte zu knüpfen. „Mit der ‚EMV goes digital‘ sind wir dem großen Bedarf der EMV-Community nach Austausch und Weiterbildung nachgekommen“, so Anthula Parashoudi, Vice President, Mesago Messe Frankfurt. ‣ weiterlesen

Mit derzeit 40 Mitarbeitern ist die Firma Meurer-etechnik in Großmaischeid im nördlichen Rheinland-Pfalz ein eher mittelgroßer Schaltanlagenbauer. Wenn es allerdings darum geht, Zukunftssicherung durch die Einführung von Digitalisierungsmaßnahmen zu betreiben, zählt das Unternehmen seit rund fünf Jahren zu den Vorreitern. Der vorliegende Beitrag skizziert den bisher dabei zurückgelegten Weg und gibt einen Ausblick, welche Aufgaben sich der Betrieb bei diesem 'Work in Progress' noch auf die Fahnen geschrieben hat.‣ weiterlesen

Die Redaktion des SPS-MAGAZINs gibt Einblicke in ihre Redaktionsarbeit – im neuen Echtzeit-Podcast für Automatisierer. Die zweite Folge ist nun online. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige