Anpassbare Hochstromverteilung bis DC 75V in Chemieanlagen

Hoch flexibel

In Anlagen der Chemie, Pharmazie und ähnlichen Bereichen sind immer wieder große Nennströme aus den zentralen DC-Stromversorgungen zu verteilen und abzusichern. Erst dann gehen sie über zahlreiche Unterverteilungen auf die einzelnen Lastkreise. Gängige Konzepte sind da jedoch recht starr und unflexibel. Dies macht eine Anpassung an geänderte Anforderung sehr arbeitsintensiv. Ein modulares System mit steckbaren Leistungsschutzschaltern kann hier Abhilfe schaffen.

 BlockschaltHauptverteilung (Bild: E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH)

BlockschaltHauptverteilung (Bild: E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH)

Die DC-Stromversorgung in Chemieanlagen ist eine der anspruchsvollsten Aspekte derartiger Großanlagen. Denn an einer leistungsstarken Stromversorgung hängen große Anlagenteile, die rund um die Uhr das ganze Jahr hindurch laufen und produzieren müssen. Ein Ausfall hätte fatale Folgen. Deshalb sind diese Versorgungen auch redundant (mindestens doppelt) aufgebaut. Oder sie sind mittels USV und Batterien vom einspeisenden AC-Netz gegen Ausfall abgesichert und somit unabhängig. In der Regel handelt es sich dabei um die DC 24V Spannung für den MSR-Bereich. Es kann aber auch um die DC 48V Versorgung für Kommunikationstechnik oder sonstige Sonderspannungen im DC-Bereich bis 75V gehen. Derart zentral erzeugte Versorgungsströme müssen hierarchisch auf die einzelnen Funktionseinheiten in der Anlage verteilt und vorgesichert werden. Diese Verteilung muss meist mehrfach (mindestens doppelt) vorhanden sein, um eben die angesprochene Redundanz zu gewährleisten. Bei dieser ersten Verteilungsstufe (manchmal auch Hauptverteilung genannt) geht es um das Führen und Absichern von Strömen von einigen hundert A. Dies stellt große Anforderungen an Verdrahtung, Anschlussklemmen und die absichernden Schutzelemente

Anpassungs- und erweiterungsfähig

Schutzschalterspezialist E-T-A bietet hier steckbare Leistungsschutzschalter vom Typ 8345, bei denen der Planer in der immer gleichen Bauform Nennströme zwischen 0,1 bis 125A wählen kann. Zudem kann er über unterschiedliche magnetisch hydraulische Auslösekennlinien das Ansprechverhalten an die Anforderungen vor Ort und die Selektivität anpassen. Dies erlaubt zum Einen eine nachträgliche Anpassung an veränderte Lastbedingungen. Mit einem geänderten Nennstrom oder der Anpassung der Auslösecharakteristik lässt sich z.B. das Selektivitätsverhalten verändern. Andererseits ist eine Erweiterung auf eine größere Anzahl von Lastkreisen problemlos möglich. Hier sind zwar alle Steckplätze von Anfang eingeplant, die Bestückung mit Schutzschaltern erfolgt aber erst beim tatsächlichen Bedarf. Ein in jedem Schutzschalter optional integrierter Signalkontakt meldet das Auslösung eines Schutzelementes an eine übergeordnete Leitstelle. Dies trägt zur Fernüberwachung der Anlage bei, ohne die Abmessungen des Schalters zu verändern. Die Baubreite eines einzelnen Schutzschalters liegt bei nur 19mm. Dies sorgt für einen kompakten und platzsparenden Aufbau.

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