Global zertifiziertes Produktportfolio und umfangreiche Beratung

Drucktaster und Leuchtmelder Sirius ACT- gleiches Schutzziel, unterschiedliche Kategorien

Beim Einbau von Geräten in Gehäuseöffnungen müssen diese eine für die Umgebung ausreichende Schutzart aufweisen. Dabei geht es primär um den Schutz gegen direktes Berühren, Eindringen von Fremdkörpern und Flüssigkeiten. Was nach IEC-Normen mit IP (International Protection) angegeben wird, wird beispielsweise in den nordamerikanischen Normen mit den NEMA (National Electrical Manufacturers Association) Enclosure Types bezeichnet. Ziel der Angaben ist das Gleiche – es geht um den Schutz der elektrischen Ausrüstung in Hinblick auf die Umgebungs- und Betriebsbedingungen. Bei den Befehls- und Meldegeräten Sirius ACT werden deswegen sowohl die IP-Schutzarten als auch die NEMA Enclosure Types in den technischen Daten angegeben.

Sirius 3RA2 Verbraucherabzweige für den weltweiten Einsatz (Bild: Siemens AG)

Sirius 3RA2 Verbraucherabzweige für den weltweiten Einsatz (Bild: Siemens AG)

Schutzleiter – metrisches vs. angloamerikanisches Maßsystem

Werden Schutzleiter benötigt, so muss neben der Farbgebung und der entsprechenden Zulassung der Leitung für den Einsatzbereich auch der Querschnitt gemäß den jeweils gültigen Normen berücksichtigt werden. Hier können nicht nur die Maßeinheiten, sondern auch die Regeln für die Dimensionierung des Querschnitts gemäß den einschlägigen IEC-Normen im Vergleich zu nordamerikanischen Normen unterschiedlich sein. In IEC-Normen wird dieser in metrischen Einheiten (Quadratmillimetern mm²) angegeben. In den einschlägigen US-Normen sind die Angaben vorzugsweise in American Wire Gauge (AWG) und kcmil vorgegeben. Da das metrische Einheitensystem und die Größen in AWG/kcmil nicht eins zu eins konvertierbar sind, gilt es hier, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden. Zur Verdeutlichung: 14 AWG entsprechen 2,1mm², der nächst kleinere Normenquerschnitt 16 AWG entspricht 1,3mm². Wird nun laut-IEC Normen z.B. ein Mindestquerschnitt von 1,5mm² und laut AWG beim gleichen Produkt ein Wert von 14 AWG verlangt, empfiehlt es sich für den Konstrukteur, die mit 2,5mm² nächsthöhere Größe im metrischen System zu verwenden. Damit entspricht die Leitungsauslegung den Vorgaben beider Normen bzw. übererfüllt sie in diesem Fall sogar.

Grenzen der Standardisierung

Letztlich verdeutlicht gerade das letzte Beispiel, dass es stets hilfreich ist, Schnittmengen der verschiedenen Normen zu suchen und anzuwenden, um eine möglichst hohe Standardisierung zu erreichen. Da sich die Normen der unterschiedlichen Märkte zum Teil angeglichen haben (beispielsweise NPFA79 und IEC60204-1), wird dies in manchen Bereichen einfacher. Jedoch stößt der mögliche Umfang der Standardisierung auch an Grenzen. Bei Komponenten wie Steckdosen, Fehlerstromschutzschalter für den Personenschutz (FI) oder Schmelzsicherungen sind die konstruktiven Anforderungen in den unterschiedlichen Normen so gravierend unterschiedlich, dass dem Hersteller eine gleichzeitige Zertifizierung für unterschiedliche Märkte nicht möglich ist. In diesen Fällen ist und bleibt es notwendig, marktspezifische Anpassungen an der Konstruktion der elektrischen Ausrüstung vorzunehmen.

Standardisierung im Schaltschrank – mit dem richtigen Partner erreichbar

Obwohl eine Standardisierung und somit ein globales Schaltschrankkonzept anspruchsvoll ist, kann beides in weiten Teilen sinnvoll umgesetzt werden. Da sich der Aufwand für Schaltschrank-, Maschinen- und Anlagenbauer durch ein standardisiertes Engineering reduzieren lässt, ist auch eine schnellere Markteinführung möglich. Zusätzlich wird die Lagerhaltung bei einem global zertifizierten Produktportfolio anstelle von lokalen Produktvarianten vereinfacht, was zu mehr Flexibilität sowie zu leichterer Handhabung und Produktauswahl führt. Mit dem kostenlosen TIA Selection Tool (Totally Integrated Automation) bietet Siemens zudem fundierte Unterstützung bei der Produktauswahl, Auslegung und Bestellung. Ähnlich hilfreich sind andere Siemens-Tools wie z.B. Simaris Therm zur Wärmeberechnung oder der CAx-Downloadmanager mit dem sich schnell und bequem alle weltweiten Zulassungen, Zertifikate und weitere notwendige Dokumente für die Anlagendokumentation downloaden lassen. Unter www.siemens.de/schaltschrank finden Sie entsprechendes Experten Know-How, hilfreiche Engineering-Tools und selbstverständlich auch alles zu Produkten und Systemen von Siemens. Somit werden Schaltschrank-, Maschinen- und Anlagenbauer durch jahrzehntelange weltweite Erfahrung professionell auf ihrem Weg zu erfolgreichem internationalem Wachstum begleitet.

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Kommt gar nicht in die Tüte? Dafür aber in den Beutel: Ob Lebensmittel, Pharmaprodukte, Kosmetika, Tiernahrung oder Reinigungsmittel – die Firma SN Maschinenbau aus Wipperfürth sorgt mit der passenden Beutelpacktechnik für die richtige Verpackung. Damit nicht nur die Beutel, sondern auch die Maschinen dicht bleiben, verwendet der Hersteller die KDS Kabeldurchführungssysteme von Conta-Clip.

FMH80 von SN im hygienischen Design: Die HFFS-Rundläufermaschine mit acht Stationen dient der Herstellung, Befüllung und Versiegelung von Flachoder Standbodenbeuteln. (Bild: Conta-Clip Verbindungstechnik GmbH)

Angefangen hatte alles 1956, als die Gebrüder Höller die erste vollautomatische Beutelverpackungsmaschine mit sechzig Beuteln pro Minute herstellten. Nach einer Übernahme ihrer Gründung durch Robert Bosch im Jahr 1964 und nach diversen Erweiterungen und Neugründungen, ist die SN Maschinenbau Deutsche Beutelpack-Technik heute der Weltmarktführer für horizontal arbeitende Form-, Füll- und Verschließmaschinen (HFFS) und einer der führenden Hersteller von FS-Rundläufermaschinen. Am Standort Wipperfürth treiben über 270 Mitarbeiter die technische Entwicklung weiter voran. Neben neuen Greifer-Technologien und Siegeleinrichtungen hat der Maschinenbauer auch die erste horizontale 5-fach Maschine mit zehn Rundläuferstationen entwickelt und am Markt eingeführt. Das Fertigungsspektrum reicht heute von kleinen Maschinen für 20 Einheiten/min bis zu Hochleistungsanlagen mit einer Ausbringungsleistung von mehreren hundert Beuteln in der Minute. Zu den Kunden des Verpackungsmaschinenherstellers, der komplette Anlagen einschließlich Verpackungsmaschinen, Dosiersystemen für alle Füllgüter und der erforderlichen Peripherie liefert, zählen u.a. Dr. Oetker, Kraft, Erasco, Nestlé oder Dehner. So vielfältig wie die abgefüllten Produkte sind auch die Arten und Formen der Verpackungsbeutel. Je nach Produktart und Marke fertigen und/oder befüllen SN-Maschinen z.B. Siegelrandbeutel, Flachbeutel, Standbodenbeutel, Seitenfaltenbeutel oder Konturbeutel.

Lebensmittelverarbeitende bzw. -verpackende Maschinen müssen eine besonders einfache und gründliche Reinigung ermöglichen. SN verfolgt daher bei den Maschinengerüsten den konstruktiven Ansatz, Auflageflächen so weit wie möglich zu reduzieren. Auf diese Weise können sich Produktrückstände nicht auf Maschinenteilen ansammeln, sondern im Sinne einer einfacheren Reinigung direkt auf den Boden durchfallen. Zur Minimierung horizontaler Flächen ist der Maschinenbauer bestrebt, die Verkabelung und Verschlauchung für die Anlagenmodule weitgehend in die tragenden Rahmenteile zu verlegen. An den Stellen, an denen Stromkabel, Druckluft- oder auch Vakuumschläuche zu den jeweiligen Applikationen geführt werden müssen, verwendet SN zur Abdichtung des Rahmeninneren Kabeldurchführungssysteme, die eine unkomplizierte Konfektionierung und nachträgliche Änderungen der Verdrahtung oder Verschlauchung gestatten.

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Bei den „einfachen“ Reihenklemmen wird das Innovationspotenzial oft unterschätzt. Die neuen PTV-Klemmen von Phoenix Contact kombinieren nun die Handling-Vorteile der Push-in-Technik mit der Übersichtlichkeit der Schraubklemme – und bieten damit die im Markt gern genutzte seitliche Leiterzuführung. Der ungestörte Blick auf die Markierung und die direkte Leiterzuführung ohne Biegeradien sind damit auch beim Push-in-Anschluss kein Problem mehr.‣ weiterlesen

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Damit Anlagenbauer ihr wichtiges Kerngeschäft so gut wie möglich realisieren können, braucht es eine besonders hohe Effizienz aller Engineering-Prozesse. Bei Auftragsspitzen kann die Auslagerung von Teilprozessen eine gute Option sein. Wichtig dafür ist nicht nur die hohe handwerkliche Expertise des Partnerunternehmens, sondern vor allem ein reibungsloser Transfer sämtlicher Daten. Genau diese Durchgängigkeit der Daten entlang der Wertschöpfungskette soll die Lösung aus dem Hause Wago bieten.

(Bild: WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG)

Ein Blick in den Fertigungsalltag zeigt schnell die hohen Herausforderungen, die Schaltschrankbauer kontinuierlich meistern. Da sind beispielsweise die Kundenanforderungen, die sich von heute auf morgen ändern oder die nur schwer planbaren Auftragsspitzen. Auch der allgegenwärtige Fachkräftemangel macht den Unternehmen zu schaffen. „In einem solchen Rahmen sind gute Partner besonders wichtig“, so Steffen Winther aus dem Bereich Market Management Engineering Services bei Wago.

„Bei besonders hoher Auslastung brauchen unsere Kunden alle verfügbaren Kapazitäten, um das Kerngeschäft zu meistern“, ist Winther überzeugt. Damit kommt der Effizienz im Engineering-Prozess eine wachsende Bedeutung zu. Das Potential ist riesig. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart fallen, bei 500 Drähten pro Schaltschrank, fast 17 Stunden allein für das Lesen der Dokumente an. „Um den Auftrag so effizient wie möglich zu erfüllen, müssen einzelne Prozessschritte wie die Planung der Klemmen oder die Bestückung der Tragschiene besonders schnell gehen“, weiß Winther. Hier kann Wago unterstützen. So haben Kunden die Möglichkeit, sowohl Teile des Prozesses als auch die gesamte Bestückung der Schienen in Wago-Hände zu legen. „Damit die verlängerte Werkbank funktioniert, haben wir den gesamten Engineering-Prozess, von der Projektierung bis zur Montage, digitalisiert“, so Winther. Die Ostwestfalen bieten ein umfassendes System aus Produkten, Software und Services, bei dem zahlreiche Schnittstellen dafür sorgen, dass Kunden problemlos sowohl Daten einspeisen als auch von außen auf Wago-Produkte zugreifen können. Damit dieser Transfer ohne Brüche funktioniert, müssen die Daten im nächsten Schritt auch verarbeitet werden können.

„Jedes Planungstool spricht eine eigene Sprache“, beschreibt Winther die Situation. „Wenn unsere Kunden für die elektrotechnische Planung ein CAE-System wie beispielsweise Eplan oder WSCAD nutzen, dann müssen wir diese Daten blind verstehen und mit ihnen arbeiten können.“ Schließlich sorgen Schnittstellenprobleme oder Datenbrüche dafür, dass die verlängerte Werkbank für Kunden schnell unrentabel wird. Bei Wago erhalten Kunden auf CAE-Produktdaten und CAE-Makros in hoher Qualität.

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Mit dem Heavycon-Online-Konfigurator von Phoenix Contact können Anwender in nur wenigen Schritten einen individuellen Steckverbinder planen. Aus den unzähligen Kombinationsmöglichkeiten werden automatisch zu den ausgewählten Bauteilen die passenden Komponenten vorgeschlagen. ‣ weiterlesen

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Die zweite Ausgabe des Produktkatalogs ‚Neuheiten 2019‘ ist auf der Homepage von Wago verfügbar. Topthema ist die Stromversorgungsserie Pro 2. ‣ weiterlesen

Die DIN EN61439 legt klare Regeln für Niederspannungs-Schaltgerätekombination oder Verteiler fest und definiert die sicherheitstechnischen Anforderungen an elektrische Betriebsmittel. ‣ weiterlesen

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