Vollautomatische Bestückung von Klemmleisten

Schneller, smarter, einfacher

Im unternehmerischen Alltag gilt zunehmend das Motto: Schneller, präziser und wirtschaftlicher – ein durchgängiger Wertschöpfungsprozess ist dazu unabdingbar. Daher muss die Lösung eigentlich lauten: Make it faster, smarter, simpler! Wie ein Teil der modernen Prozesskette aussehen kann, zeigt Weidmüller anhand des Klippon Automated RailAssemblers für eine vollautomatische Bestückung von Klemmleisten. Damit gehört das Kommissionieren, Zuordnen und Positionieren sowie Aufrasten und Sichten der einzelnen Reihenklemmen der Vergangenheit an. Ein Überblick über die neue Technologie.

Weidmüller Klippon Automated RailAssembler – ein System zur vollautomatisierten Klemmenleistenbestückung (Bild: Weidmüller Gruppe)

Gerade in Zeiten schwankender wirtschaftlicher Auslastung gilt es, Wertschöpfungsprozesse beherrschbar und zugleich flexibel und skalierbar zu gestalten – besonders im Schaltschrankbau. Neue Digitalisierungs- und Automatisierungsansätze können dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Weidmüller betrachtet den Schaltschrankbau dabei als ganzheitlichen Prozess. Dies fängt bei der Planung an und erstreckt sich über die Installation bis hin zum Betrieb. Jüngstes Beispiel dafür ist die Integration des Klippon Automated RailAssemblers zur vollautomatischen Bestückung von Tragschienen. Dieser ermöglicht in Kombination mit dem Weidmüller Configurator (WMC) die vollautomatische Bestückung von Klemmleisten. Durch die Nutzung des Automaten entfällt das Kommissionieren, Zuordnen und Positionieren einzelner Klemmen. Der Designansatz ermöglicht eine einfache Handhabung durch universelle Magazine und soll so für deutliche Produktivitätssteigerungen sorgen. Denn ein zentraler Grundsatz der Weidmüller-Aktivitäten im Bereich Schaltschrankbau ist es, dass das Team nicht nur als Anbieter auftritt, sondern selbst Anwender jener entwickelten Systeme ist. Der RailAssembler ist beim Unternehmen in der eigenen Fertigung im Einsatz – insbesondere im Kontext des Schnelllieferservices für bestückte Tragschienen. Zum anderen wird das System seit Anfang des Jahres auch an Industriekunden vertrieben.

 Mit dem Greifer kann das System auch komplexere Komponentengeometrien handhaben. (Bild: Weidmüller Gruppe)

Mit dem Greifer kann das System auch komplexere Komponentengeometrien handhaben. (Bild: Weidmüller Gruppe)

Durchgängiger Prozess

Für die Durchgängigkeit im Prozess ist der Weidmüller Configurator (WMC) verantwortlich. Die Software erzeugt den digitalen Zwilling der Klemmleiste. Mittels entsprechender Interfaces ist somit eine durchgehende Verwendung von Planungsdaten aus e-CAD-Programmen möglich. Fehlbestückungen werden dank jener durchgängiger Datennutzung vermieden. Mit den erhaltenen Daten steuert der Klippon Automated RailAssembler hingegen den Fertigungsprozess kompletter Klemmleisten. Das manuelle Kommissionieren, Zuordnen und Positionieren, Aufrasten und Sichten der einzelnen Reihenklemmen ist somit nicht länger notwendig. Durch den Entfall der manuellen Fertigungsschritte werden darüber hinaus nicht nur Fehlerpotentiale minimiert, der automatisierte Prozess bringt auch eine Zeitersparnis gegenüber dem manuellen Bestücken einer Klemmleiste. Unter Berücksichtigung verschiedener Ausgangssituationen lassen sich schon ab 200.000 Reihenklemmen pro Jahr signifikante Zeiteinsparungen von bis zu 60 Prozent realisieren – unter Beachtung des mannlosen Betriebes von bis zu sieben Stunden sogar deutlich mehr. Die durchgängige, softwareseitige Unterstützung während aller Arbeitsschritte unterstützt den Anwender und ermöglicht Transparenz über den Auftragsstatus.

Mit dem Klippon Automated RailAssembler gehört das manuelle Kommissionieren, Zuordnen und Positionieren, Aufrasten und Sichten der einzelnen Reihenklemmen der Vergangenheit an. (Bild: Weidmüller Gruppe)

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