Intelligenter Überstromschutz

Steuern statt schalten

Die Anforderungen an IT- und Kommunikationstechnik steigen stetig. Neben der Anlagenverfügbarkeit gewinnen Themen wie kosteneffiziente Wartung durch Condition Monitoring und Predicitve Maintenance immer mehr an Bedeutung. Eine wirtschaftliche Lösung sind leistungsfähige Komplettsysteme. Diese Systeme müssen DC-Stromverteilung mit Überstromschutz und smarter Steuerungs- und Überwachungstechnik vereinen. Die intelligente Komplettlösung von E-T-A heißt ControlPlex Rack und integriert all diese Anforderungen in einem modularen Komplettsystem.

 Sammelsignalisierung konventioneller Stromverteilungssysteme in der Kommunikationstechnik (Bild: E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH)

Sammelsignalisierung konventioneller
Stromverteilungssysteme in der Kommunikationstechnik (Bild: E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH)

Während Smart-Home-Systeme in immer mehr Privathaushalten Einzug halten und Assistenzsysteme Pkw beinahe autonom steuern, boomt in der Industrie der Markt für Sensoren, Aktoren und rund um das Internet of Things. Das Resultat sind immer tiefer verzahnte Produktionsketten mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Ist eine Wertschöpfungskette so fortschrittlich, dass sie sich selbst organisiert und optimiert, entstehen dabei enorme Datenmengen. Um diese Datenmengen stabil zu transportieren, muss die Kommunikationstechnik ausfallsichere Backbones bereitstellen. Als Hardware für die Datenübertragung werden leistungsstarke Komponenten wie Router und Switches mit der für diesen Bereich typischen Spannungsebene von DC 48V oder DC 60V eingesetzt. Redundant aufgebaute Spannungsversorgungen mit oder ohne Batteriepufferung bieten die notwendige Versorgungssicherheit für diese kritischen Anwendungen. Die zuverlässige Stromverteilung sowie der entsprechende Schutz der zu versorgenden Komponenten wird im Netzwerkschrank häufig durch konventionelle Stromverteilungssysteme mit hydraulisch-magnetischen Schutzschaltern bewerkstelligt. Diese Sicherungs- und Verteilungsfelder stoßen in modernen Infrastrukturen allerdings an ihre Grenzen. Die Messdatenerfassung oder eine transparente Überwachung und Steuerung mittels Remote-Zugriff sind hier schlichtweg nicht möglich. Intelligente Stromverteilungssysteme mit elektronischen Sicherungsautomaten, wie dem ControlPlex Rack von E-T-A, sind ein wichtiger Schritt hin zu einem digitalisierten Schaltschrank.

Selektive Absicherung

Die elektronischen Sicherungsautomaten bieten hier einige Vorteile gegenüber konventionellen Schutzschaltern. Über die integrierte Sensorik können der Strom und die Spannung erfasst werden. Zudem kann der elektronische Sicherungsautomat hohe Überströme bzw. Kurzschlussströme aktiv begrenzen und so Spannungseinbrüche im System verhindern. Darüber hinaus kann im Netzwerkschrank eine selektive Abschaltung der Lasten gewährleistet werden, da im Bedarfsfall lediglich der defekte Lastkanal abgeschaltet wird. Das Netzteil geht nicht in Überlast und liefert für die verbleibenden Lastkanäle weiterhin konstant Strom. Dies erhöht die Anlagenverfügbarkeit enorm und sorgt dafür, dass das Kommunikationsnetz aufrecht erhalten bleibt.

Kommunikativer Buscontroller

Während bei konventionellen Stromverteilungssystemen lediglich eine Einzel- oder Sammelsignalisierung einer Störung angezeigt werden kann, bieten intelligente Systeme eine Vielzahl an Funktionalitäten. Möglich werden diese Funktionen nur mit einem integrierten Bus-System. Die Intelligenz sitzt in solchen Systemen in der Regel in einer Kommunikationsbaugruppe. Diese bildet das Herzstück des Systems und übernimmt die Verbindung zwischen den elektronischen Sicherungsautomaten und der übergeordneten Steuerungs- oder Leitwarte. Damit können individuelle Messdaten, Statuszustände und Fehlermeldungen abgefragt, zwischengespeichert und an das Managementsystem weitergeben werden. Das Remote Control Interface RCI10 von E-T-A verfügt über eine Ethernetschnittstelle. Dank dieser Schnittstelle kann das gesamte Stromverteilungssystem ins Unternehmensnetzwerk integriert und die Daten weltweit an die Systemverantwortlichen übertragen werden. Mithilfe dieser neuen Transparenz sieht der Administrator nicht nur, dass eine Anlage oder eine Komponente ausgefallen ist, sondern kann, dank des Fernzugriffs, sogar den Grund für den Ausfall sehen wie z.B. Überstrom oder zu hohe Temperatur im Serverschrank.

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