Blitz- und Überspannungsschutz für Hochmoselbrücke

Eine neue und sichere Verbindung

Die Hochmoselbrücke führt die Autobahn A 50 mit vier Fahrstreifen und zwei Standstreifen über das tief eingeschnittene Moseltal zwischen Ürzig und Zeltingen-Rachtig. Sie hat eine Höhe von 158m und die Baukosten betrugen rund 175Mio.€. Für den Blitz- und Überspannungsschutz kamen Kombiableiter von Citel zum Einsatz.

Die im November 2019 in Betrieb genommene Hochmoselbrücke hat eine Höhe von 158m und die Baukosten betrugen rund 175Mio.€. (Bild: Citel Electronics GmbH)

Die ersten Pläne gab es schon in den 1960er-Jahren und sie sollten einen Beitrag zum Ausbau des Fernstraßennetzes leisten sowie für eine Anbindung an Belgien und Luxemburg sorgen. Damit sollte der Fremdenverkehr weiter angekurbelt und neue Industrieansiedlungen ermöglicht werden. Es wurde sehr kontrovers über diese Stahlbalkenbrücke diskutiert und letztlich entschied die Politik 2011 über den Bau dieser Brücke. Die Eröffnung fand am 21. November 2019 statt. Die Ausführung wurde von einer Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus dem französischen Bauunternehmen Eiffage und dem Tochterunternehmen Eiffel Deutschland Stahltechnologie sowie der Porr Deutschland, realisiert. Die Firma Mohr Elektrotechnik aus Traben-Trabach war von Anfang an mit Aufträgen eingebunden. Unter anderem wurde die Hindernisbefeuerungsanlage installiert und in einem weiteren Schritt mit der Planung der Blitz- und Überspannungsschutzanlage begonnen.

Die Planung

Da das Projekt und die Anforderungen bekannt waren und der Rohbau schon errichtet war, konnte eine schnelle und praxisgerechte Planung für den Blitz- und Überspannungsschutz erfolgen. Schwierig waren die sehr langen Strecken innerhalb des Bauwerks sowie die Spannungsversorgung. Als Gehäuse wurden Schaltschränke von Rittal verbaut und die Planungsarbeit wurde mit Citel-Gebietsleiter Klaus Bartel ständig optimiert.

Die professionelle Planung mit CAD im hauseigenen Team der Firma Mohr kann auch schnell auf eventuelle Änderungen reagieren. (Bild: Citel Electronics GmbH)

Die Installation

Das Familienunternehmen Mohr wurde 1979 von Harald Mohr in Enkirch gegründet. Heute führt die Tochter Katja Mohr den ISO9001:2015-zertifizierten Betrieb. Im Redaktionsgespräch erläutert Mohr die Ausrichtung ihres Betriebes mit Schwerpunkt Industrielle Lösungen (z.B. Sicherheitstechnik, Brandschutz, Einbruchmeldeanlagen usw.). Eine wichtige Rolle spielt auf der einen Seite das Team mit 27 sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern, ebenso wie andererseits die kontinuierliche Ausbildung von zwei bis drei Auszubildenden jedes Jahr. Katja Mohr erklärt, dass sie eine Reihe von Managementaufgaben hat, die sich über viele Bereiche erstrecken. Dabei hilft ihr besonders die Ausbildung als Betriebswirtin und die Meisterprüfung in der Elektrotechnik. Ein sehr großer Vorteil ist auch die eigene Planungsabteilung. Gerade wenn es um hochkomplexe Konzepte im Blitz- und Überspannungsschutz und bei Netzwerken geht. Diese professionelle Planung mit CAD im hauseigenen Team kann auch schnell auf eventuelle Änderungen reagieren.

Die Auswahl

Um bei der Hochmoselbrücke die geeignete Lösung zu finden, wurde der Markt sondiert, um entsprechende Partner zu finden. Die Entscheidung fiel auf Citel Electronics aus Bochum, mit denen man schon vorher interessante Projekte umgesetzt hatte. Die Planungsabteilung in Traben-Trabach und die Mitarbeiter in Bochum arbeiteten sehr eng zusammen. Citel als Anbieter von Blitz- und Überspannungsschutzprodukten hat praktisch für alle Bereiche die entsprechenden Lösungen, z.B. für den Schutz von Datennetzwerken, LED-Beleuchtungen, Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen und Elektromobilität. Ergänzt werden diese Produkte durch eine Vielzahl von Service-Maßnahmen wie anwendungsbezogene Broschüren, technische Datenblätter und Kataloge. Ein weiterer Baustein sind Schulungen vor Ort oder im neuen Schulungszentrum in Bochum. Hier kann auch die praxisgerechte Verdrahtung geübt werden.

Die für das Projekt Verantwortlichen entschieden sich für einen Citel Kombi – ableiter DC Typ 1+ 2 für 48V DC. (Bild: Citel Electronics GmbH)

Der Blitz- und Überspannungsschutz

Nach gemeinsamen Besprechungen und Ortsbesichtigungen entschied man sich für einen Citel Kombiableiter DC Typ 1+ 2 für 48V DC. Es handelt sich hierbei um einen Kombi-Ableiter Typ 1 + 2 mit besonders leistungsfähigen Komponenten welcher auch direkte Blitzströme ableiten kann und im Citel eigenen Blitzstromlabor auf Herz und Nieren getested wurde um auch den internationalen Normen IEC61643-11 und EN61643-11 zu entsprechen. Er verfügt über eine siche re Trennvorrichtung und ist serienmäßig mit einer optischen- und Fernsignalisierung ausgestattet. Die Fernsignalisierung ermöglicht die Benachrichtigung einer Stelle, die entsprechende Maßnahmen einleiten kann. Eine Montage auf Hutschiene ist problemlos möglich. Weiterhin ist ein sicherer Betrieb gewährleistet, da bei diesem Kombiableiter kein Netzfolgestrom entsteht und somit kein ungewolltes Auslösen von Sicherungen im Stromkreis passieren kann.

Fazit

Gerade bei komplexen und technisch anspruchsvollen Blitz- und Überspannungsschutzanforderungen ist eine enge Zusammenarbeit von der Planung bis zur Montage notwendig, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Alle Partner sind mit der Lösung für die Hochmoselbrücke sehr zufrieden und werden in Zukunft auch weitere Projekte dieser Art gemeinsam realisieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Das könnte Sie auch interessieren

Elektrotechnikhersteller Finder baut seinen Vertrieb kontinuierlich aus und hat aktuell einen neuen Gebietsverkaufsleiter an Bord geholt: Christian Faatz. Er hat am 1. Januar 2021 seine Position als Gebietsverkaufsleiter angetreten.‣ weiterlesen

Anzeige

Die Eltefa 2021 kann nicht wie geplant vom 20. bis 22. April 2021 stattfinden. Für die Messe Stuttgart, den ideellen Träger Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg sowie den Fachbeirat in Vertretung der Aussteller war die Sicherstellung der Qualität der Fachmesse und ein kundenorientiertes Handeln ausschlaggebend für diese Entscheidung.‣ weiterlesen

Anzeige

Schneider Electric, die Enel Group und das Weltwirtschaftsforum (WEF) haben das erste Ergebnis der 'Net Zero Carbon Cities – Systemic Efficiency Initiative' veröffentlicht. Das globale Rahmenwerk zielt darauf ab, die Bemühungen um Dekarbonisierung und Resilienz in Städten weltweit zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Anzeige

Um Funktionssicherheit und Verfügbarkeit einer Schaltanlage stets zu gewährleisten, kommt es auf das richtige Klima für die verbauten elektrotechnischen Komponenten an. Vorgestellt im Webinar am 21.01.21 um 11 Uhr werden moderne Lösungen zur Kühlung und Heizung.

‣ weiterlesen

Anzeige

Für Schaltschrankbauer bietet die Digitalisierung ein enormes, vielfach nicht ausgeschöpftes Potenzial in der Fertigung, für deren Kunden einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb. Das Online-Seminar am 20.01.21 um 15:30 Uhr beleuchtet beide Aspekte.

‣ weiterlesen

Anzeige

Schneider Electric erweitert sein Micro-Datacenter-Portfolio für industrielle IT-Anwendungen. Die neue EcoStruxure R-Serie bietet eine schnelle und einfache Möglichkeit zur Bereitstellung von Edge-Computing-Infrastrukturen im Bereich von Produktions- und Fertigungsanlagen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige