Schaltanlage

Seit dem verbindlichen Inkrafttreten der DIN EN 61439 im November 2014 ist viel detaillierter beschrieben, wie eine Niederspannungs-Schaltgerätekombination (SK) dokumentiert werden muss, damit die Normkonformität lückenlos eingehalten wird.

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Die SWK Netze, eine Tochtergesellschaft der SWK Stadtwerke Krefeld, ist seit 01. Januar 2014 neuer Stromnetzbetreiber in der Stadt Straelen am Niederrhein. Bereits vor der Übernahme wurde am Zielnetz für Straelen gearbeitet. Dazu gehörten auch die Planungen für das zukünftige Versorgungskonzept rund um die Umspannanlage Herongen. Diese Umspannanlage ist zentraler Ausgangspunkt für die Versorgung des Stadtteils Herongen. Von hier aus werden neben den privaten Haushalten auch Gartenbaubetriebe und Großbetriebe wie Landgard und Kühne mit elektrischer Energie im Grenzgebiet zu den Niederlanden versorgt. Mit dem Bau der neuen 10 kV-Schaltanlage in Zusammenarbeit mit Ormazabal Deutschland sind die Voraussetzungen für eine langfristige und sichere Stromversorgung im Ortsteil Herongen geschaffen.

In Industriebetrieben bestehen häufig Brandgefahren – dies ist den meisten Sicherheitsverantwortlichen und Betriebsleitern bewusst. Im produzierenden Gewerbe beispielsweise kommt es nicht selten zu Hitzeentwicklungen oder Funkenflug in den Maschinen selbst, was wiederum die Entstehung eines Brandes herbeiführen kann. Aus diesem Grund sind Industrieunternehmen und deren Produktionsumgebungen meist gut geschützt. Hier werden in der Regel Detektionslösungen sowie Sprinkler oder Gaslöschanlagen integriert, die das Feuer frühzeitig erkennen und bekämpfen. Doch die häufigste aller Brandursachen ist und bleibt die Elektrizität. Überall dort, wo Maschinen betrieben werden, befinden sich auch Schaltschränke, die bei der Brandschutzplanung oft außer Acht gelassen werden.

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Die Norm DIN IEC61439 für Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen sieht keine gesonderte Prüfung einer Schaltanlage mit einem Schienenverteilersystem vor. Diese historisch gewachsene, separate Betrachtungsweise wurde auch in der 2010 aktualisierten und seit 2014 ausschließlich geltenden Norm bewusst beibehalten. Grund ist die Vielfalt der Anschlusssituationen vor Ort, die eine Standardisierung von Bauteilen und eine Prüfung als Gesamtsystem nahezu unmöglich macht. Dennoch wünschen sich Anlagenbetreiber ein durchgängig geprüftes System in Hinblick auf Bemessungsstrom und Kurzschlussverhalten. Führende Hersteller finden Lösungen.

Schaltanlagenbauer sind herausgefordert, ihre Kosten stetig zu senken. Gleichzeitig steigern zunehmend vernetzte und interagierende Systeme die Anforderungen an die Elektroverteilung.

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