VDMA

Nach ersten Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der globale Maschinenumsatz (ohne Serviceleistungen) 2015 um nominal 10% auf ein neues Rekordniveau von 2.570Mrd.€. Um Währungs- und Preiseffekte bereinigt stagnierte der Weltumsatz allerdings. Der deutsche Maschinenbau konnte seinen dritten Platz im Weltranking mit einem Gesamtumsatz von 260Mrd.€ verteidigen.

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Zum Jahresende verzeichnete der Auftragseingang im Maschinenbau eine zweistellige Wachstumsrate. Insgesamt stiegen die Bestellungen im Dezember um real 11% gegenüber dem Vorjahr. Während es bei der Inlandsnachfrage einen Rückgang von 5% zu verkraften gab, sorgten die Auslandsorders dank Großanlagengeschäft aus den Nicht-Euro-Ländern für eine Zuwachsrate von 17%. Zusätzliche Unterstützung kam aus den Euro-Partnerländern.

Im November 2015 übertraf der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sein Vorjahresniveau preisbereinigt um 6%. Das Wachstum kam sowohl aus dem Inland (+9%) als auch aus dem Ausland (+4%). „ Besonders erfreulich ist, dass die Nachfrage aus den Nicht-Euro-Ländern – plus 4% – im November mit dem Zuwachs der gesamten Auslandsorders mithalten konnte”, sagte der VDMAChefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers (Foto).

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Neben den konventionellen Energiequellen sind die erneuerbaren Energien heute integraler und unverzichtbarer Teil der Stromversorgung. Mit zunehmender Größe übernehmen sie zugleich mehr energiewirtschaftliche Systemverantwortung und sehen sich daher neuen technologischen Herausforderungen gegenüber. „ Die Hannover Messe trägt diesem tiefgreifenden strukturellen Wandel Rechnung. Auf der Leitmesse Energy wächst zusammen, was in Zukunft ohnehin zusammengehört: Stromerzeugung, Speicherung, Netze, Wärme und Mobilität – ganz im Sinne von Integrated Energy”, sagt Marc Siemering, Geschäftsbereichsleiter Hannover Messe bei der Deutschen Messe AG. Als ein Partner des Bereichs Energieerzeugung innerhalb der Energy konnte der Fachverband VDMA Power Systems gewonnen werden.

Deutschland exportierte in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres Maschinen im Wert von insgesamt 116Mrd.€. Das waren 2,6% mehr als im Jahr zuvor (2014: 113Mrd.€). Nach Angaben des VDMA fanden die Maschinenbauer in Deutschland die meisten Abnehmer für ihre Produkte in den USA. Dorthin gingen von Januar bis September Maschinen und Anlagen für 12,5Mrd.€, was einem Anteil von 10,7% an der gesamten Maschinenausfuhr entspricht. Nach China, zuvor sechs Jahre lang die wichtigste Handelsdestination, wurden Maschinen und Anlagen im Gesamtwert von 12Mrd.€ exportiert, der Anteil betrug 10,3%.

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Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau kämpft weiter mit den Widrigkeiten des Weltmarktes. Die Unternehmen verzeichneten im September insgesamt ein Minus von 13% im Vergleich zum Vorjahr. Das Inlandsgeschäft stieg um 1%, das Auslandsgeschäft hingegen lag 18% unter dem Vorjahresniveau, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt mit.

Afrika steht als Exportmarkt zunehmend im Interesse von Investoren und Unternehmen. Aus Sicht des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus hat sich der Kontinent in den vergangenen zehn Jahren erfreulich entwickelt: Die Maschinenlieferungen sind seit 2005 um 65% auf 4,4Mrd.€ gestiegen (2005: 2,7Mrd.€). Insgesamt machen Maschinen und Anlagen aus Deutschland etwa 20% der deutschen Exporte nach Afrika aus.

Die wirtschaftliche Krise in Russland und der politische Streit mit der EU hinterlassen im deutschen Maschinenbau immer deutlicher ihre Spuren.

Die deutschen Maschinenbauer sind sich sicher, dass mit Industrie 4.0 neue Arbeitsplätze geschaffen werden und die vernetzte Produktion sowohl für junge Nachwuchskräfte als auch für erfahrene Mitarbeiter neue Chancen bedeutet.

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