ZVEI

„ Investitionen in die Netze sind unumgänglich“, erklärte Ralf Christian, Vorsitzender des Fachverbands Energietechnik im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie im Rahmen der ZVEI-Pressekonferenz auf der Hannover Messe. Dabei erläuterten er und Dr. Martin Schumacher, stellvertretender Vorsitzender des Fachverbands, die Notwendigkeit einer modernen Infrastruktur auf Verteilnetzebene für die künftige Bewältigung der Energiewende.

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Nach dem leichten Rückgang im Vormonat sind die Bestellungen in der deutschen Elektroindustrie im Februar 2016 wieder gestiegen. Insgesamt übertrafen sie ihr Vorjahresniveau um 5,8%. Die Aufträge aus dem Inland nahmen um 7,2% zu und die aus dem Ausland um 4,9%. Während Kunden aus der Eurozone dabei 14,3% mehr orderten als vor einem Jahr, gingen die Bestellungen aus Drittländern um 0,5% zurück. Kumuliert über die ersten beiden Monate dieses Jahres lagen die Auftragseingänge 2,7% höher als im Vorjahr.

Die deutsche Elektroindustrie ist moderat in das Jahr 2016 gestartet. So gingen die Auftragseingänge im Januar geringfügig um 0,3% gegenüber Vorjahr zurück. Während die Inlandsaufträge um 2,2% zunahmen, blieben die Bestellungen aus dem Ausland um 2,4% unter Vorjahr. Aus der Eurozone gingen dabei 5,9% und aus Drittländern 0,3% weniger Orders ein. Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektrounternehmen hat ihren Vorjahreswert im Januar 2016 um 0,3% übertroffen. Gleichzeitig nahm der nominale Umsatz um 0,1% zu, womit er nahezu bei 13,2Mrd.€ stagnierte.

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Im vergangenen Jahr übertrafen die Auftragseingänge der deutschen Elektroindustrie ihren Vorjahreswert um 6,7%. „Dabei wurden überdurchschnittlich viele Großaufträge  eingesammelt“, berichtete ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann (Foto). Mit einem Zuwachs um 10,2% kamen die Impulse 2015 vor allem aus dem Ausland (Euroraum: +9,4%, Drittländer: +10,6%). Die Inlandsorders erhöhten sich um moderate 2,7%. Im Dezember 2015 hatte die deutsche Elektroindustrie insgesamt 7,4% mehr Bestellungen erhalten als im gleichen Monat im Jahr zuvor. Die Aufträge aus dem Inland und aus dem Ausland zogen dabei ungefähr gleich stark an (+7% bzw. +7,8%). Kunden aus der Eurozone und aus Drittländern orderten 3,5 bzw. 10,1% mehr. Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der Elektrounternehmen war im Dezember 2015 um 2% höher als vor Jahresfrist. Für das komplette abgelaufene Jahr ergibt sich damit (vorläufig) ein reales Produktionswachstum von 0,9%.

Verhalten optimistisch blicken die Unternehmen der deutschen Elektroindustrie auf das neue Jahr. Der ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie geht davon aus, dass die preisbereinigte Produktion der Branche 2016 um ein Prozent und der Umsatz um zwei Prozent zulegen werden. „ Wir nehmen damit wieder Kurs auf einen Branchenumsatz von 182 Mrd.€, den wir im Rekordjahr 2008 schon einmal erreicht hatten”, sagte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz des Verbands. Von Januar bis November 2015 wuchs die Produktion der Elektroindustrie um 0,6% gegenüber dem Vorjahr.

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Im Oktober 2015 sind die Exporte der deutschen Elektroindustrie um 4,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 15,4 Milliarden Euro gestiegen. „Auch wenn der Zuwachs niedriger lag als im Durchschnitt der vorangegangenen neun Monate, konnte damit der bislang höchste Monatswert überhaupt verbucht werden“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann (Foto). In den gesamten ersten zehn Monaten dieses Jahres kamen die Branchenausfuhren auf 144,1 Milliarden Euro, womit sie ihren entsprechenden Vorjahreswert um 6,9 Prozent übertrafen.

Die deutschen Unternehmen der Automation erwarten bis Jahresende 2015 ein leichtes Wachstum von insgesamt 3 bis 4%. Dies berichtete Roland Bent, Vorstandsmitglied des ZVEI-Fachverbands Automation, auf der Pressekonferenz während der Messe SPS IPC Drives. Die Branche kommt in Deutschland in den ersten neun Monaten 2015 auf einen Umsatz von 36,2Mrd.€; das entspricht einem Wachstum von 5,2%. Der Auftragseingang ist um 7,8% gewachsen. Ende September 2015 hatte die Branche etwas mehr als 262.000 Beschäftigte.

Auch im September 2015 haben die Exporte der deutschen Elektroindustrie weiter zugelegt. „Mit 15,1Mrd.€ konnten sie nicht nur ihr Vorjahresniveau um 4,0% übertreffen, sondern auch den höchsten jemals in einem Monat erzielten Ausfuhrwert verbuchen”, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. In den gesamten ersten drei Quartalen dieses Jahres stiegen die Branchenausfuhren um 7,2% gegenüber Vorjahr auf 128,4Mrd.€. Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland erhöhten sich im September 2015 noch kräftiger um 9,5% gegenüber Vorjahr auf 13,9Mrd.€. In den ersten neun Monaten dieses Jahres wuchsen sie auf 117,5Mrd.€. Dies waren 12,6% mehr als im Vorjahr.

Die deutsche Elektroindustrie hat auch im September 2015 mehr Bestellungen eingesammelt als im Vorjahr. Die gesamten Auftragseingänge stiegen um 5,6%. Die Orders von inländischen und ausländischen Kunden erhöhten sich mit plus 5,7 bzw. 5,5% nahezu gleich stark. „Der Zuwachs bei den Auslandsbestellungen kam im September allein von den Aufträgen aus dem Euroraum, die um 20,3% gegenüber Vorjahr zulegten”, sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI. „ Kunden aus Drittländern orderten dagegen 1,7% weniger.”

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind auch im August weiter gestiegen. Mit 12,9Mrd.€ übertrafen sie ihr Vorjahresniveau um 4,1%. „ Allerdings fiel das Wachstum geringer aus als in den ersten sieben Monaten, in denen es noch auf durchschnittlich 8% gekommen war”, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Kumuliert von Januar bis August erhöhten sich die Branchenausfuhren um 7,7% gegenüber dem Vorjahr auf 114,6Mrd.€. Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland haben im August erneut zweistellig zugelegt. Sie zogen um 14,5% gegenüber Vorjahr auf 11,8Mrd.€ an. Zwischen Januar und August dieses Jahres stiegen sie um 13% auf 103,3Mrd.€.

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