Verdrahtungsrahmen, Leitungen und Netzteile für Kreuzfahrtschiff

Leinen los

Vor kurzem hat die renommierte Meyer Werft in Papenburg ein neues Kreuzfahrtschiff abgeliefert. Mit an Bord sind Verdrahtungsrahmen, Netzteile sowie zig Kilometer Leitungen von Lütze. Sie helfen mit, die Erlebnisreisen eindrucksvoll zu illuminieren.

 Das Kreuzfahrtschiff Norwegian Joy kann 3.900 Passagiere in 1.925 Passagierkabinen beherbergen und umfasst 20 Decks. (Bild: Meyer Werft GmbH & Co. KG/Harald Hohenthal)

Das Kreuzfahrtschiff Norwegian Joy kann 3.900 Passagiere in 1.925 Passagierkabinen beherbergen und umfasst 20 Decks. (Bild: Meyer Werft GmbH & Co. KG/Harald Hohenthal)

Die Kennzahlen des Luxusliners Norwegian Joy imponieren: Auf 333m Länge und 41m Breite bauen um die 20 Decks auf. In den 1.925 Passagierkabinen werden fast 3.900 Passagiere logieren. Speziell für die Wünsche des chinesischen Marktes konzipiert, wird dieser Kreuzer der Breakaway-Plus-Klasse ab Mitte 2017 den Betrieb von Shanghai aus aufnehmen. Hier wird das Schiff auch am 27. Juni getauft.

High-Tech für anspruchsvolle Bereiche

Großen Wert legt die Reederei Norwegian Cruise Line auf die Luxus- und Wellnesswünsche der Gäste. Dazu gehört auch, die zentralen Bereiche eindrucksvoll zu bespielen: Die besonders großzügigen Casino- und Shopping-Bereiche sowie Atrium, Restaurants und das Theater sind echte Highlights – auch hinsichtlich der entsprechend effektvollen LED-Beleuchtung und modernster Eventsteuerung. Realisiert wurde diese von Wärtsilä Funa aus Emden, einem Geschäftsbereich des Wärtsilä-Konzerns. Wärtsilä Funa ist globaler Anbieter für Lösungen rund um Entertainment-, Licht- und Kommunikationssysteme. Mit ins Boot holte man Lütze für das LSC-Verdrahtungssystem, Steuerleitungen und Komponenten wie etwa Netzteile.

Homogenes Schaltschrankklima

 Blick in einen der zahlreichen Steuerschr?nke mit dem L?tze-Verdrahtungssystem (Bild: Funa International GmbH)

Blick in einen der zahlreichen Steuerschränke mit dem Lütze-Verdrahtungssystem (Bild: Funa International GmbH)

In den letzten zehn Jahren kreuzten sich die Wege von Lütze und Meyer Werft immer wieder. Am Anfang stand eine USB-Einbaubuchse für die Brücke, in die Lotsen ihren Laptop einstöpseln. Bald überzeugten die Vorzüge der LSC-Schaltschrankverdrahtung die Schiffbauer. Denn auf den ‚Riesenpötten‘ sind besonders kompakte Schaltschränke gefragt, weil nur hinter den Verkleidungen Platz dafür ist. Da kommt es auf jeden Zentimeter an. Statt wie üblich Montageplatten plus beide Seitenwände eng zu bestücken, trägt das Lütze-System alle Komponenten auf dem Verdrahtungssystem. Bei 30 bis 60 Schaltschränken pro Schiff addiert sich das zu beträchtlichen Einsparungen an Platz und Gewicht. Dazu kommt der Vorteil einer guten Luftkonvektion im Schaltschrank, denn störende Kabelkanäle gibt es bei LSC nicht. Das Resultat ist ein homogeneres Schaltschranklima, welches auch durch eine clevere direkte Anbindung an die Klimaanlage erreicht wird.

Lange Leitungen benötigt

Mit an Bord: Highlights, wie das gro?z?gige Casino (Bild: Meyer Werft GmbH & Co. KG)

Mit an Bord: Highlights, wie das großzügige Casino (Bild: Meyer Werft GmbH & Co. KG)

Zusätzlich fertigt Lütze seit etwa zwei Jahren diverse Steuerleitungen für die Meyer Werft, etwa auch für Aida-Kreuzer. Durch einen Luxusliner schlängeln sich 70 bis 90km solcher Leitungen nur für Eventeffekte, insgesamt werden ca. 2.500km Kabel auf einem solchen Schiff verbaut. Wichtig und entscheidend für Meyer: die zuverlässig gleichbleibende Qualität und gute Verarbeitbarkeit des Materials. Auch Ethernet-Switche und massive, aber dennoch schlank bauende Netzteile bezieht man aus Weinstadt. Nicht von Belang für die Ausstattungen von Lütze, aber eine nennenswerte Krönung der Norwegian Joy: die erste Gokartbahn, die jemals auf einem Kreuzfahrtschiff verbaut wurde: Auf den beiden obersten Decks können Passagiere in Elektrokarts rund 60 Meter hoch über den Weltmeeren auf einer 230-Meter-Piste Rennen fahren.

Leinen los
Bild: Meyer Werft GmbH & Co. KG/Harald Hohenthal


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