Rittal Schaltschrank-Tipp: Kabeleinführung

Schaltschrank-Tipps von Rittal

Dipl.-Ing.(Uni) Hartmut Lohrey,
Leiter Marketing
Training / Support, Rittal

„Was muss ich bei der Kabeleinführung in den Schaltschrank beachten?“

Diese Frage stellen oft Maschinen- oder Anlagenbauer, die Schaltschränke mit den unterschiedlichsten Geräten und Komponenten ausbauen.

  • Bei der Einführung von Kabeln in den Schaltschrank ist Grundlegendes zu beachten:
  • Verschraubungen, Tüllen, Gummi-Klemmprofile etc. müssen die erforderliche Schutzart ermöglichen.
  • Eine mechanische Zugentlastung muss nahe an der Eintrittsstelle ins Gehäuse vorhanden sein.
  •  Bei Standgehäusen sollten möglichst alle Kabel durch den Boden innerhalb eines schützenden Sockels eingebracht werden.
  • Bei Wandgehäusen sollten möglichst alle Kabel von unten eingeführt werden.
  • Geschirmte Kabel sollten möglichst nahe beieinander und auf einer begrenzten Fläche eingebracht werden.
  • Ebenso sollten Kabelschirme untereinander und mit dem Gehäuse auf möglichst kurzem Weg leitend verbunden werden.
  • Schließlich sollten Kabelschirme an der Eintrittsstelle nicht aufgetrennt bzw. entfernt werden, sondern mit möglichst gro- ßem Umschlingungswinkel kontaktiert und zum jeweiligen Endgerät weitergeführt werden

Neben Dichtigkeit, Zugentlastung und Kabelschirm-Potentialausgleich ist die einfache und sichere Handhabung wichtig. So lassen sich auf einer kleinen Fläche nur wenige Kabel mit Verschraubungen einbringen. Eine zu dichte Anordnung verhindert das Festziehen mit Werkzeugen. Weiterhin ist auch die sachgerechte Kombination mit dem Gehäuse wichtig. So ist eine IP 68 Verschraubung für ein Gehäuse mit Schutzart kleiner IP 54 überdimensioniert.

Gerade beim Einsatz geschirmter Verschraubungen ist die genaue Abstimmung zum Kabelmantel- und Kabelschirmdurchmesser sowie die fachgerechte Montage bei Installation vor Ort enorm wichtig. Ansonsten besteht zwar eine gute Abdichtung aber kein Potentialausgleich. Bei anspruchsvollen Anwendungen, die am Aufstellort installiert werden, kann eine Steckverbindung sinnvoller sein.

 

 

Noch Fragen?
Rufen Sie mich an:

Hartmut Lohrey
Telefon 02772/505-2757

 

Mehr zum Thema Kabeleinführung:
www.rittal.com/r?ts-8-kabeleinfuehrung

|
Ausgabe:

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Bopla Gehäuse Systeme GmbH
Bild: Bopla Gehäuse Systeme GmbH
Energieketten zum 
Sprechen bringen

Energieketten zum Sprechen bringen

Alles aus einer Hand – mit diesem Wunsch machte sich Tsubaki Kabelschlepp auf die Suche nach einem Anbieter, der mehr als nur das Gehäuse für sein Condition Monitoring System zur Zustandsüberwachung von Energieketten liefern konnte. Mit Bopla Gehäusesysteme wurde ein Partner gefunden, der nicht nur das Gehäuse inklusive Display, Folientastatur und mechanischer Bearbeitung anbieten konnte, sondern auch die Elektronik- und Produktentwicklung sowie die komplette Fertigung inklusive Funktionsprüfung und verkaufsfertiger Verpackung.

Bild: Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursystem IVI
Bild: Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursystem IVI
Wenn der Standard nicht passt

Wenn der Standard nicht passt

Spezielle Anforderungen erfordern individuelle Lösungen: Für das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI lieferte die Firma Lm-therm Elektrotechnik eine spezielle Heizlösung, um installierte Kontaktsysteme auch bei Schnee und Frost freizuhalten. Die Lage der Kontaktsysteme verlangte zudem nach einer flexiblen Montagelösung. Die Experten von Lm-therm fanden die richtige Lösung.

Bild: Rittal GmbH & Co. KG
Bild: Rittal GmbH & Co. KG
Hohe Anforderungen 
an den Korrosionsschutz

Hohe Anforderungen an den Korrosionsschutz

Offshore-Windturbinen sind auf hoher See extremen Bedingungen ausgesetzt. Die Anlagen müssen 25 Jahre und mehr zuverlässig den Elementen trotzen. Kein triviales Unterfangen für die eingebaute Technik – und für Systemlieferanten wie Rittal. Das Unternehmen liefert für die derzeit größten und leistungsstärksten Windturbinen die passende Gehäusetechnik – und für viele andere Anwendungen im Bereich Erneuerbare Energien.

Bild: Phoenix Contact
Bild: Phoenix Contact
Die ersten Weichen 
für Gleichstrom sind gestellt

Die ersten Weichen für Gleichstrom sind gestellt

Nach der Gründung der Open Direct Current Alliance (ODCA) Ende letzten Jahres hat die ZVEI-Arbeitsgruppe ihre Arbeit aufgenommen. Ziel der Allianz ist der weltweite Aufbau eines Gleichstrom-Ökosystems und die anwendungsübergreifende Etablierung der Gleichstrom-Technologie. Die ODCA sieht ihre Aufgabe darin, den Transfer von der Theorie in die Praxis zu schaffen. Die Redaktion hat bei einigen Gründungsmitgliedern nachgefragt, welche Motivation und Ziele sie treiben, sich dabei zu engagieren und DC-Technologielösungen zu entwickeln.

Bild: Ormazabal GmbH
Bild: Ormazabal GmbH
„Meilenstein auf dem Weg 
zur Dekarbonisierung der Netze“

„Meilenstein auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Netze“

Ormazabal hat seine SF6-freie Technologie auf den Markt gebracht. Die Lösungen für öffentliche Verteilnetze bis 24kV, sbp.zero24 und cgm.zero24, sind vollständig gasisoliert und kommen ohne F-Gas aus. Damit steht die Markteinführung im Einklang mit dem Engagement des Unternehmens für die europäischen Ziele der Klimaneutralität. Im Interview spricht Markus Kiefer, Geschäftsleiter bei Ormazabal, unter anderem über die Besonderheiten der neuen Technologie sowie den Einbezug der Kundenanforderungen bei der Produktentwicklung.