Plug&Play-Lösung in der Mittelspannung

Gesamtpaket für Energiedienstleister

Anschließen, einschalten und loslegen – so verläuft im Idealfall der Einsatz von Ortsnetzstationen bei Energieversorgern. Die Firma IDS und der Mittelspannungsspezialist Ormazabal machen die Plug&Play-Installation möglich. In Kooperation erarbeiten die Unternehmen Gesamtlösungen, die sie bereits im Werk konfektionieren und konfigurieren. Nach der Lieferung müssen die Anlagen lediglich vor Ort angeschlossen werden. Dadurch sparen Kunden wie z.B. die Stadtwerke Schwäbisch Hall Zeit und Kosten. Neben der anschlussfertigen, intelligenten Ortsnetzstation arbeiten die beiden Partner im Bereich Stationsleit- und Schutztechnik zusammen. Diesbezüglich haben sie beispielsweise eine gemeinsame Lösung für die Stadtwerke Schorndorf bereitgestellt.

Im Auftrag der Stadtwerke Schorndorf haben IDS und Ormazabal gemeinsam die Stationsleit – sowie die Schutztechnik für eine Mittelspannungsschaltanlage realisiert. (Bild: Ernst Wirth GmbH & Co. KG)

Seit zwei Jahren arbeiten IDS und Ormazabal eng zusammen. „Der Grundstein für die Kooperation war das IDS-Anwenderforum Süd, das Peter Breuning, Abteilungsleiter Netzleittechnik bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall, vor 14 Jahren ins Leben gerufen hat“, erinnern sich Volker Wöhle, Regionalleiter Ormazabal Süd, und Eckart Friedrich, zuständig für den IDS-Vertrieb in Baden-Württemberg. Während der Veranstaltung stellten sie im Austausch mit den Energieversorgern dringenden Bedarf an moderner und regelbarer Technik fest. Dieser resultiert aus den aktuellen Marktanforderungen: Die Ausweitung der Energieerzeugung in den unteren Netzebenen setzt deren Integration in das Netzmanagement voraus. Dies erfordert wiederum intelligente Lösungen für Ortsnetzstationen.

Intelligente und anschlussfertige Ortsnetzstation konzipiert

So standen u.a. intelligente Ortsnetzstationen, die komplett fertig geliefert werden, auf der Wunschliste der Kunden – z.B. auf der der Stadtwerke Schwäbisch Hall. Für das Energiedienstleistungsunternehmen realisierten die Partner ihr erstes gemeinsames Projekt. „Die Stadtwerke Schwäbisch Hall haben erstmals eine ganzheitliche Kostenbetrachtung für eine Ortsnetzstation vorgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass nicht die Geräte oder deren Komponenten hohe Kosten verursachen, sondern die Inbetriebnahme durch die Techniker vor Ort“, so Volker Wöhle. Peter Breuning erklärt dazu: „Optimierung der Prozesse und Kosten ist Aufgabe jedes Energieversorgers im regulierten Umfeld.“ Deshalb war eine Gesamtlösung gefordert, die in der Fertigung zu 100 Prozent protokolliert, konfiguriert und getestet ist, sodass sie nach der Lieferung lediglich angeschlossen werden muss. Um ein passendes Produkt für diese Ansprüche zu entwickeln, haben sich die beiden Spezialisten zusammengeschlossen. IDS liefert die Komponenten für die anschlussfertige, intelligente Ortsnetzstation an Ormazabal. Die Mitarbeiter des Mittelspannungsexperten setzen diese in ihre Schaltanlage ein, nehmen die komplette Konfektionierung, die Konfiguration, die Integration in die Leittechnik und die Funktionskontrolle vor, noch bevor sie die Station an ihren Einsatzort liefern. Somit erhält der Kunde eine pragmatische Gesamtlösung und der Zeitaufwand für Planung, Montage und Inbetriebnahme wird enorm reduziert. Durch die schnelle und effiziente Abwicklung spart der regionale Energieversorger einen großen Teil an Kosten ein – trotz der erhöhten Anforderungen. Je nach gewünschtem Intelligenz- und Automatisierungsgrad statten IDS und Ormazabal die Ortsnetzstation mit den erforderlichen Komponenten aus: von der Schaltanlage über die Sensorik und Fernwirktechnik bis hin zur Kommunikation. Auch die betreiberspezifische Parametrierung und die Kommunikationseinstellungen gehören zum Leistungsspektrum. Anwender müssen die Station nur noch anschließen und einschalten. Danach wird sie im vorher parametrierten Leitsystem des Netzbetreibers in Betrieb genommen.

Auch die kleinste, kompakte Mittelspannungsschaltanlage der Ormazabal-Produktfamilie, Typ ga2k1ts, ist mit entsprechenden Automatisierungskomponenten als intelligente Ortsnetzstation einsetzbar. (Bild: Ormazabal GmbH)

Schutz- und Leittechnik

Als weiteren Schritt der Zusammenarbeit realisieren IDS und Ormazabal gemeinsam Projekte zu Stationsleit- und Schutztechnik. Beispiel dafür ist der aktuelle Auftrag der Stadtwerke Schorndorf. Der Infrastrukturpartner und Energiedienstleister ist technischer Betriebsführer bei dem Energieversorger Remstalwerk und damit für den „Neubau des Übergabeschaltwerkes Remstalwerk“ verantwortlich. Ziel des Projektes ist die vollständige Steuerung und Visualisierung der zehnfeldigen Mittelspannungsschaltanlage auf dem Leitsystem der Stadtwerke Schorndorf. Als Herausforderung stellte sich insbesondere der vorgegebene Zeitraum heraus. Innerhalb weniger Monate sollte die Lösung geplant und umgesetzt werden. Gerade für den straffen Zeitplan eignete sich das gemeinsame Angebot von IDS und Ormazabal. Nach der Kundenberatung und Planung lieferte IDS die Technik – Schutzgeräte und Stationsleitgerät – kurzfristig an Ormazabal. Das internationale Unternehmen führt die Montage und die Konfektionierung am deutschen Hauptsitz in Krefeld noch vor der Lieferung durch. Auch die Absprachen mit dem Energieversorger zu bestimmten Vorgaben übernimmt Ormazabal. Sobald die Station an ihrem Platz steht, nimmt IDS vor Ort die Komponenten der Netzleittechnik in Betrieb und weist den Kunden ein. Da das System hauptsächlich aus standardisierten Elementen ohne Fremdtechnik besteht, sind keine Anpassungen erforderlich. Die Schnittstellen und alle Protokolle sind aufeinander abgestimmt. Zudem kommen bei den Stadtwerken Schorndorf, bei denen bereits Fernwirkgeräte der ACOS-7-Serie und das Netzleitsystem High-Leit NT Anwendung finden, weitere Technologien von IDS zum Einsatz. „Der große Vorteil ist die durchgängige Lösung. Der Endkunde erhält alles aus einer Hand und wird somit entlastet“, erläutert Eckart Friedrich. „Schlanke Lösungen und durchgängige Konzepte helfen uns dabei, die neuen Herausforderungen im Bereich der Stromverteilung zu meistern und sparen zudem bares Geld. Diese Vorteile geben wir gerne an unsere Kunden weiter“, ergänzt Hans-Joachim Enders, Technischer Prokurist des Remstalwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Gerade in kritischen Gebäuden wie Krankenhäusern, Museen oder Rechenzentren können Netzausfälle zu schwerwiegenden und kostspieligen Schäden führen. Das Metz Connect Drei- Phasenüberwachungsrelais PFD3-E12 dient zur sicheren Überwachung von Gebäuden. 

Anzeige

Schutzschalter lassen sich einfach ein- und ausschalten, was für Maschinentechniker bei Eingriffen ein Risiko darstellt. Wird ein Stromkreis zu früh wieder aktiviert, können Stromschläge und schwere Verletzungen die Folge sein.

Anzeige

Im Programm der Relaismodule PLC-Interface von Phoenix Contact gibt es nun auch Module mit arretierbarer Handbetätigung in 14mm Baubreite. Sie eignen sich insbesondere für eine effiziente und zeitsparende Wartung sowie einfache Inbetriebnahme.

Anzeige

Die Deutsche Messe Technology Academy in Hannover und Phoenix Contact haben eine Zusammenarbeit zur Qualifizierung vereinbart. Ziel ist es, Fachwissen für die Digitalisierung zu vermitteln.

Anzeige

Mensch und Maschine Software erweitert das CAE-System Ecscad um eine hilfreiche mechatronische Funktion: Im integrierten Schaltschrank-Konfigurator EcsLayoutAssist kann ab sofort die erforderliche Kühlleistung bzw. die abzuführende Verlustleistung und der benötigte Volumenstrom direkt interaktiv im Schaltschranklayout berechnet werden.

Wago erweitert sein I/O-System 750 um ein neues Modul: Das Modul 750-471 hat vier galvanisch getrennte Analogeingänge und eignet sich damit für alle Anwendungen, bei denen es auf eine hohe Störunempfindlichkeit bei der Signalerfassung ankommt. 

Insbesondere dort, wo modular aufgebaute Maschinen den Ausgangpunkt für Produktions-Netzwerke bilden, sind bei Gehäusen Standardlösungen gefragt, die sich unter Einhaltung des vorgegebenen Budgets smooth in den verfügbaren Bauraum integrieren lassen. 

Die neuen Buskoppler von Lütze bedienen neben den elektronischen LCOS-Sicherungsbaugruppen alle intelligenten Geräte der LCOS-Serie, sowie die LOCC-Box-Net Baugruppen. Als kompatibles Bus-Interface steht Profinet-IO zur Verfügung.

Kühlen und Heizen mit einem System – das realisiert Elmeko mit den neuen Schaltschrank-Kühlgeräten der T-Serie. Speziell für raue Outdoor-Anwendungen ausgelegt, punkten diese kompakten Systeme mit einem großen Betriebstemperaturbereich von 40°C bis +55°C. Für die Tieftemperaturen verfügt die T-Serie über eine spezielle Kompressorheizung.

Die neue M12-Kombination aus Kabeldose und RJ45-Adapter von Binder eignet sich für Schaltschrankdurchführungen in vielen Industriezweigen. Die M12 X-kodierten Steckverbinder der Serie 825 besitzen eine 8-polige Gold-Kontaktoberfläche und sind als gerade oder gewinkelte Ausführung erhältlich. 

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige