Umgeschwenkt auf neues
Verschlussprogramm

Schalt- und Serverschränke mit Systemlösung schließen

Anwender und Integratoren von Industrie- und Serverschränken verlangen nach einer immer größeren Angebotsvielfalt, um ihre Anforderungen abbilden zu können. So hat die apra-Gruppe mit den 19″-Schranksystemen Netcell und Tirax modulare Lösungen entwickelt, die sich auf unterschiedliche Betriebskonzepte in Rechenzentren zuschneiden lassen. Geschützt werden beide Systeme durch die Verschlussreihe 1185 von Emka. Die Gehäuse in Kombination mit der Verschlusstechnik unterstützen den Trend zu montagefreundlichen Anwendungen in einem einheitlichen Schrankdesign.

 (Bild: EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG)

(Bild: EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG)


Zwischen der apra-Gruppe und Emka besteht bereits seit vielen Jahren Zusammenarbeit wenn es um das Öffnen und Schließen von Schaltschränken geht. Die Ausstattung von Schalt- und Serverschränken mit Verschlusstechnik ist traditionell der wichtigste Geschäftsbereich bei Emka. Außerdem bietet der Zulieferer vollständige Verschlusssysteme: Griffe, Scharniere und Dichtungen kommen aus einer Hand und sind aufeinander abgestimmt. Dadurch werden in der Konstruktionsphase des Kunden Abstimmungsprozesse beschleunigt und alle Schränke lassen sich in derselben Qualität öffnen und schließen. Im Fall der beiden apranet-Systeme Netcell und Tirax ging es darum, die seit 15 Jahren eingesetzte Verschlussreihe 1180 auszutauschen und für eine kundenspezifische Nutzung anzupassen. Der neu eingesetzte Schwenkgriff 1185 erreicht die Schutzklasse IP54. Für die apranet-Schränke und deren Einsatz in Serverparks ist darüber hinaus wichtig, dass sich das System mit einer elektromechanischen Verschlussvariante von Emka verbinden lässt. Diese bietet neben der physischen Sicherung des Schaltschrankes die Möglichkeit, über eine Software verschiedene Betriebsparameter des Schranks zu erheben, Zugriffsberechtigungen zu erteilen und umgehend auf Störungen hinzuweisen. Damit sich der Kunststoffschwenkgriff 1185 optisch gut in das Gesamtdesign der apranet-Gehäuse einfügt, hat Emka ihn in der Sonderfarbe Aluminiumgrau lackiert.
 Der Schnellverschluss 1500 lässt sich ohne Werkzeug befestigen. (Bild: EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG)

Der Schnellverschluss 1500 lässt sich ohne Werkzeug befestigen. (Bild: EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG)

Einfache Montage und intelligente Kabelführung

Für den Einsatz in Serverparks und darüber hinaus auch in Industrieumgebungen geeignet ist das Schranksystem Tirax. Die kostengünstige Variante hat eine vollsymmetrische Konstruktion. Dadurch lassen sich alle Türen und Seitenwände rundum flexibel montieren und demontieren. Je nach Nutzung lässt sich die Tiefe des Schrankes anpassen von 600, 800 über 1000 bis 1200mm. Die Höhe reicht von 1200 bis 2200mm. Bemerkenswert ist zudem, dass apranet die Materialstärke der Verkleidungsteile in den letzten Jahren von 1,5 auf 1mm Stahlblech reduzieren konnte. Damit führt das Unternehmen seine Leichtbaustrategie konsequent fort. Durch das gewalzte und lasergeschweißte Profil des Schrankgestells erreicht das System seine hohe Steifigkeit. „Wir beschäftigen uns fortlaufend mit der Frage, wie wir im Interesse unserer Kunden Gewicht reduzieren und damit Materialkosten einsparen können. Dabei kommt uns zugute, dass wir in unserer Fertigung verschiedene Materialien vielfältig bearbeiten können und nicht auf ein Verfahren festgelegt sind“, betont Ralf Mayer, Produktmanager bei apranet. Beim Server-Rack Netcell sind die Schrankholme als Kabelführungskanäle ausgelegt. In Verbindung mit dem Trassensystem auf dem Rack wird ein durchgängiges Kabelmanagement erreicht. Dadurch lassen sich komplette Schrankreihen erschließen. „Ein Kanal bündelt gerne einmal 200-300 Kabel. Wer da die Übersicht verliert und einzelne Leitungen im Nachhinein nicht problemlos austauschen kann, verirrt sich leicht im Chaos“, erläutert Mayer und ergänzt: „Mit unserem Kabelführungssystem eröffnen wir Kunden größere Handlungsspielräume. Sie werden zudem unabhängiger von der jeweiligen Gebäudestruktur im Rechenzentrum.“ Ein weiterer Vorteil der Netcell-Reihe liegt darin, dass die offenen 19″-Zoll-Gestelle ohne zusätzliche Maßnahmen eingehaust werden können. Auf diese Weise lässt sich ein energieeffizientes Kalt/Warmgang-System mit einer gezielten Kühlung auf 24-25°C integrieren.

Fertigungskompetenz ermöglicht Innovationen

Die apra-Gruppe und Emka sind auch durch eine ähnliche Firmenphilosophie verbunden, indem sie beide auf eine hohe Fertigungstiefe setzen. „Wir begreifen uns als langfristiger Lösungspartner für unsere Kunden und sind dabei auch beratend tätig. Wenn uns unsere Entwickler signalisieren, dass sich ein Bauteil für ein Verschlusssystem zum Beispiel effizienter aus Kunststoff fertigen lässt als aus Aluminiumdruckguss, möchten wir Kunden diese Möglichkeit auch bieten“, sagt Christian Herzig, Gruppenleiter Verkauf von Emka. Beide Unternehmen verbessern fortlaufend die Montagezeiten ihrer Systeme und entwickeln entsprechend montagefreundliche Lösungen. Ein Beispiel dafür ist die Emka-Schnellverschlussreihe 1500, die sich komplett ohne Werkzeug von Hand befestigen lässt und in verschiedenen Industrieschränken der apra-Gruppe zum Einsatz kommt. Kernelement ist ein steckbarer Vorreiber. Dieser besteht aus einer Verschlusszunge auf der Rückseite des Schrankes, einem Schließelement auf der Vorderseite und einem Verbindungsstück. Der Vorreiber lässt sich mit unterschiedlichen Griffelementen wie T- und Klinkengriff kombinieren. „Emka ist für uns in mehrfacher Hinsicht ein zuverlässiger Partner, der uns regelmäßig neue Ideen vorstellt“, erklärt David Pint, Produktmanager Schranktechnik bei apranet, und präzisiert: „Dabei kann es sich um einen neuen Verschluss handeln, aber auch um konstruktionstechnische Details wie einen verbesserten Auflaufrollenschuh, der das Schließsystem leichtgängiger gestaltet.“ Weitere Projekte werden zeigen, wie beide Unternehmen die Zukunft des Schrank- und Gehäusebaus mitgestalten.

Drucke diesen Beitrag
Umgeschwenkt auf neues 
Verschlussprogramm
Bild: EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG


Das könnte Sie auch interessieren

Am 24. und 25. Januar 2018 findet mit der All About Automation Hamburg zum zweiten Mal eine regional ausgerichtete und auf Industrieautomation spezialisierte Messe in und für Norddeutschland statt. Komponenten- und Systemhersteller, Distributoren und Dienstleister industrieller Automatisierungstechnik präsentieren ihre Produkte und Lösungen in der Messehalle Hamburg-Schnelsen.

Anzeige

Die SPS IPC Drives präsentiert sich auch 2017 als führende Fachmesse für elektrische Automatisierungstechnik. Rund 1.700 Aussteller aus aller Welt decken vom 28.- 30.11.2017 in Nürnberg das komplette Spektrum der industriellen Automation ab – vom einfachen Sensor bis hin zu Lösungen der digitalen, smarten Automatisierung. Es ist zu erwarten, dass insbesondere die Exponate und Studien zu den Themen Industrie 4.0 sowie Digitale Transformation besonders große Besucherresonanz erfahren werden. Im Zeitalter der Digitalen Transformation wachsen die beiden Branchen Automation und IT immer stärker zusammen.

Die operativen Geschäftsbereiche der Friedhelm Loh Group haben einen neuen Finanz-und Verwaltungschef: Andreas Huck (Foto) ist seit dem 1. September 2017 neuer Geschäftsführer in der Unternehmensgruppe. Er übernimmt die Geschäftsführung des Bereichs Finanzen und Administration bei Rittal, dem größten Unternehmen der Friedhelm Loh Group, sowie die Verantwortung als Geschäftsführer von Loh Services.

Anzeige

Zu einem ambitionierten und internationalen Klimaschutz gibt es keine Alternative. Zur Weltklimakonferenz (COP23) in Bonn stellt sich der Maschinenbau daher hinter die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens. Das Zögern eines Landes dürfe die Staatengemeinschaft nicht davon abhalten, zeitnah verlässliche Wege zur Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen zu formulieren.

Die konjunkturelle Stimmung in den E-Handwerken bleibt deutschlandweit auf einem sehr hohen Niveau. Das belegt die aktuelle Herbstumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).

Gemeinsam mit der Nichregierungsorganisation Ashoka hat die Schneider Electric Stiftung im Vorfeld von COP 23 das Programm „Social Innovation to Tackle Fuel Poverty“ in fünf europäischen Ländern (Deutschland, Griechenland, Italien, Spanien, Portugal) ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Programms konnten sich Initiativen mit Projekten zur Bewältigung der Energiearmut und zur Steigerung der Energieeffizienz um Förderpreise bewerben.

Anzeige

Die Weidmüller Gruppe investiert weiter in seine internationale Präsenz in wichtigen Wachstumsmärkten. Einen Monat nach der Übernahme der Unternehmen der W Interconnections Group von Rockwell Automation Inc. in den USA, Kanada und Mexiko gründet der Elektrotechnikspezialist ein neues Gruppenunternehmen im indischen Bangalore mit Wirkung zum 1. November.

Führungswechsel bei Citel, Hersteller von Produkten zum Blitz- und Überspannungsschutz sowie Hindernisbefeuerungsleuchten: Mirko Harbott (Foto) hat die Leitung der deutschen Niederlassung übernommen.

Die EMV-Seminarreihe 2017 präsentiert ein vielfältiges Weiterbildungsprogramm zur elektromagnetischen Verträglichkeit. Vom 05.-07.12.2017 werden in Stuttgart in fünf 1-Tagesseminaren und einem englischsprachigen 2-Tagesseminar speziell auf die Bedürfnisse von Anwendern aus Forschung, Entwicklung und Produktion zugeschnittene Themen angeboten. Die Module können getrennt voneinander oder kombiniert gebucht werden.

Die Website des Weinstädter Automatisierers Friedrich Lütze wurde komplett überarbeitet. Das Design der neuen Website ist klar und aufgeräumt. Leserfreundlichkeit und eine übersichtliche Anordnung, wie man sie auch auf Tablets und Smartphones bevorzugt, werden großgeschrieben.