Zeichen setzen

Baustellen auf Autobahnen sind unfallträchtig und als Ursache von Staus ein Greuel für alle Autofahrer. Mobile LED-Stauwarnanlagen, deren Anzeigen sich automatisch an das Verkehrsaufkommen anpassen, sollen die temporären Verkehrshindernisse entschärfen und den Verkehrsfluss durch Baustellen verbessern.
Bisher macht eine Vielzahl statischer Verkehrsschilder am Straßenrand auf Engpässe aufmerksam. Die Vielfalt verwirrt manchmal den Autofahrer und lenkt ab vom Blick aufs Wesentliche. „Das kann gefährlich sein, vor allem auf Autobahnen mit hohem Geschwindigkeitsaufkommen“, sagt Adem Bogocli, Geschäftsführer des Verkehrssicherheitsdienstleisters Ibotech. Das Unternehmen hat deshalb eine Lösung entwickelt, mit der sich aktuelle Verkehrsinformationen verlässlich ermitteln und Warnhinweise auf gut sichtbaren LED-Displays in Echtzeit darstellen lassen. Die Schilder setzen sich aus LED-Elementen zu rund drei Quadratmeter großen Tafeln zusammen, die an fünf Meter hohen Trimasten mit Betonsockeln angebracht und standsicher neben der Fahrbahn aufgestellt sind. Das Planungsbüro des zuständigen Straßenbetreibers legt die Aufstellplätze in einem Verkehrszeichenplan für die jeweilige Baustelle fest. Sobald die Sicherungsmaßnahme beendet ist, entfernt Ibotech die Schilder und stellt sie bereit für den Einsatz auf der nächsten Baustelle.

Zuverlässiges Erkennen des fließenden Verkehrs

Die Energie für den Betrieb der LED-Displays liefern Solar-Panels, die an den Spitzen der Trimasten installiert sind. Sie laden die Akkus zur Energieversorgung der Displays. Zur korrekten Erfassung der Verkehrsdaten nutzt lbotech Detektoren mit Passiv-Infrarot(PIR)-Technologie, die selbst bei schlechten Witterungsbedingungen die Veränderungen des fließenden Verkehrs sehr zuverlässig erkennen. Die Sensoren sind seitlich an den Trimasten befestigt und für die Detektion über mehrere Fahrbahnen ausgelegt. Der Strahlungskontrast eines Fahrzeugs, das sich in oder durch die Erfassungsbereiche der Sensoren bewegt, liefert die lnformationen zur Steuerung der Warnanzeigen. Der Sensor erfasst die genaue Position, Geschwindigkeit und Länge der durchfahrenden Fahrzeuge sowie bei Stau auch deren Präsenz. Auch die PIR-Melder werden von den Solar-Panels mit Energie versorgt. Die gesamte Sensorik und Aktorik der LED-Verkehrsschilder läuft über die Steuerungen Simatic S7-1200 DC/DC/Relais, die für Flexibilität und störungsfreien Betrieb der LED-Stauwarnanlagen sorgen. Sie sind in Schaltkästen unterhalb der LED-Displays zusammen mit den Kommunikationskomponenten installiert. Der Datenaustausch zwischen Steuerungen und Sensoren erfolgt über die RS485-Schnittstelle des Kommunikationsmoduls CM 1241. Ibotech-Programmierer haben einen Algorithmus entwickelt, der die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge berechnet und basierend auf diesen Ergebnissen die Relais der LED-Anzeigen schaltet. Die Schaltfunktionen der SPS werden in Simatic Step 7 Basic projektiert. Der Datenpuffer in der Steuerung speichert die Werte der erfassten Fahrzeuge im Abfrageintervall und visualisiert die Messergebnisse über Simatic WinCC Runtime Advanced. Die Visualisierungssoftware zeigt auf dem PC in der Hockenheimer Leitzentrale unmittelbar die Ereignisse und Zustände an, die an den jeweiligen Messpunkten auftreten.

SPS aktiviert Stauwarnungen

Zur Abfrage verbindet sich Ibotech-Geschäftsführer Bogocli von der Leitzentrale aus über geschützte Virtual-Private-Network(VPN)-Verbindungen mit den jeweiligen Wechselverkehrszeichen. Die von den Detektoren erfassten Verkehrszustände werden als Ganglinien ausgewertet und zusammen mit den aktuellen Tagesdaten am Bildschirm dargestellt. Man erkennt genau, ob es ein Pkw oder Lkw ist und auch der Abstand zwischen den vorbeifahrenden Fahrzeugen wird deutlich. Die LED-Anzeige arbeitet mit einem eigenen Controller, der die einzelnen Elemente ansteuert. Dieser wird über die digitalen Ausgänge der Mikro-SPS angesteuert und schaltet die Anzeige bedarfsgerecht um. Die Bilder werden mit einer speziellen Software über XML projektiert und sind auf dem LED-Controller hinterlegt. Wenn sich ein Auto der Baustelle nähert, machen zunächst Vorwarnblinker auf eine Behinderung aufmerksam. Am Baustellenanfang weisen dann LED-Wechselverkehrszeichen, mit hell leuchtender Schrift auf die Staugefahr oder einen Stau hin. Andere Schilder zeigen je nach Verkehrslage beispielsweise Höchstgeschwindigkeiten an, mit denen die Baustelle durchfahren werden darf. Die Anzeige der Meldungen erfolgt automatisch und wird entsprechend den Voreinstellungen gesteuert. Wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit zum Beispiel für zwei Minuten unter 50km/h sinkt, wird automatisch eine Stauwarnung aktiviert. Beträgt sie über 70km/h, erlischt die Warnmeldung.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie lagen im November 2018 2,5% unter ihrem Vorjahreswert. Aus dem Inland gingen 1,5% mehr Bestellungen ein als im Vorjahr, aus dem Ausland dagegen 6% weniger. Vor allem die Aufträge aus Ländern des Euroraums gaben stark nach (-8,9%). Kunden aus der Nicht-Eurozone bestellten 3,9% weniger. Damit sind die Auftragseingänge von Januar bis November 2018 nur leicht um 0,5% gestiegen. Während die Inlandsorders um 2,5% gegenüber Vorjahr fielen, legten die Auslandsbestellungen um 3% zu. Sowohl Kunden aus dem Euroraum (+1,5%) als auch aus Drittländern (+3,9%) orderten mehr. Die reale Produktion ist im November um 3% unter ihrem Vorjahresniveau geblieben, die Erlöse der Branche fielen mit 17,1Mrd.? um 3,5% niedriger aus. Dabei entwickelten sich Inlands- und Auslandsumsatz mit jeweils -3,5% ähnlich schwach. Im gesamten Zeitraum von Januar bis November 2018 steht ein Auftragsplus von 0,5% in den Büchern. Der aggregierte Umsatz der Elektrounternehmen belief sich im selben Zeitraum auf 179,8Mrd.? und lag damit um 3% höher als vor einem Jahr, die reale Produktion nahm um fast 3% zu. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist im Dezember 2018 den nunmehr dritten Monat in Folge gesunken. Diesmal verschlechterte sich die Beurteilung der aktuellen Lage, wohingegen die allgemeinen Geschäftserwartungen wieder etwas besser ausfielen.

Herman Hermes, Mitbegründer der Turck-Gruppe, ist am 2. Januar im Alter von 85 Jahren verstorben. Nach Werner und Hans Turck, die beide im Jahr 2015 starben, verliert die Turck-Gruppe damit den letzten ihrer drei Pioniere. Hans Turck stellte den jungen Elektroingenieur Hermann Hermes 1968 für den Vertrieb ein und beteiligte ihn schon bald am Unternehmen. Der gebürtige Essener sei ein energiegeladener Vertriebsmanager gewesen, der andere mitnehmen und motivieren konnte.

Anzeige

Vom 13. bis 15. Februar 2019 findet ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung zum 42. Mal die Fachmesse Elektrotechnik in der Messe Dortmund statt. Rund 400 Aussteller werden etwa 21.000 Fachleuten in fünf Messehallen Trends und Technologien präsentieren, mit denen sich diese den Herausforderungen der Zukunft stellen können. Damit ist die Elektrotechnik ein wichtiger Branchentreff für das Elektrohandwerk, Fachbesucher aus der Industrie, Architekten und Planer sowie kommunale Vertreter.

UL hat die Zusammenarbeit intensiviert. Das Dehn-Testzentrum ist als ‚Third Party Test Lab‘ qualifiziert. Dehn ist nun autorisiert, im Auftrag von und für UL auch Prüfungen für Dritte durchzuführen. 

Zur kommenden Eltefa im März 2019 räumt die Messe Stuttgart dem industriellen Schaltanlagenbau einen neuen und deutlich größeren Stellenwert ein als bisher: Sie wird dem Thema die gesamten 14.500m2 der neuen Paul Horn Halle (Halle 10) widmen. Die Liste der Unternehmen, die sich auf der Eltefa präsentieren werden, liest sich wie das Who’s who der Branche: Rittal, Hager, Weidmüller, Wago, Schneider Electric, Hensel, Sedotec und Komax werden unter anderem vertreten sein.

ABB gab im Dezember bekannt, dass Hitachi im Zuge der Ausweitung der bestehenden Partnerschaft ABBs Stromnetzgeschäft übernehmen wird. Der vereinbarte Kaufpreis entspricht auf Basis der Transaktion einem Unternehmenswert von 11Mrd.US$ für 100% von Stromnetze, oder einem EV/ op. EBITA-Multiple von 11,2×1. ABB wird aus dem Verkauf des 80,1 Prozentanteils zunächst einen Wert von rund 9,1Mrd.US$ realisieren.

Seit dem 01.01.2019 ist Richard Mayer (Bildmitte) neuer Geschäftsführer bei B+M Blumenbecker. Mit sofortiger Wirkung wurden außerdem Harald Golombek (rechts) und Olaf Lingnau (links) zu weiteren Geschäftsführern des Unternehmens berufen.

Kabelführungsspezialist Pflitsch ist jetzt ‚Member of EHEDG‘. Mit der Firmen-Mitgliedschaft bei EHEDG stärkt das Unternehmen nun die Bedeutung des wachsenden Produktsortimentes für Kabelverschraubungen und Kabelkanäle nach dem Prinzip des Hygienic Designs.

Mit dem Kauf der Firma Bekto Precisa aus Goražde in Bosnien-Herzegowina hat Emka einen weiteren Meilenstein seiner Unternehmensgeschichte bekanntgegeben.

Hager hat bei stetigen Qualitätskontrollen festgestellt, dass es bei einem Teil der ab Februar 2018 ausgelieferten Sammelschienenverbinder ZZ15SAVE aufgrund eines Materialfehlers zum Bruch des Gegenlagers kommen kann. Bedingt dadurch kann eine langzeitstabile, elektrische Verbindung der Sammelschienen nicht immer gewährleistet werden.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige