Mobiler Automat für den Schaltschrank

Das Crimphandy

Neben Handwerkzeugen und netzgebundenen Crimp-Automaten schließt ein mobiler Abisolier- und Crimp-Automat eine wichtige Lücke auf dem Weg zu einer mobilen und schnelleren Verdrahtung: Das Crimphandy ermöglicht eine flexible Verarbeitung von Leitern mit Aderendhülse direkt im und am Schaltschrank.

 Abisolieren, mit Aderendhülse bestücken und verpressen - in einem Arbeitsgang mit dem Crimphandy (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Bild 1 | Abisolieren, mit Aderendhülse bestücken und verpressen – in einem Arbeitsgang mit dem Crimphandy. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Als Crimp-Verbindung bezeichnet man eine Verbindung zwischen zwei Komponenten, die nicht wieder lösbar ist und somit eine dauerhafte sichere elektrische und mechanische Verbindung herstellt. Das Verbinden beider Komponenten miteinander ist fest definiert und kann normativ geprüft werden, etwa anhand der DIN EN60352-2 für lötfreie Crimp-Verbindungen. Den Wertetabellen ist zu entnehmen, mit welchen Auszugskräften welcher Querschnitt getestet werden muss. Für die Aderendhülsen wird die DIN EN60999-1 herangezogen.

 Einfache Bedienung: Das Crimphandy verfügt über eine Taste zum Ein- und Ausschalten sowie über drei Status-LEDs. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Bild 2 | Einfache Bedienung: Das Crimphandy verfügt über eine Taste zum Ein- und Ausschalten sowie über drei Status-LEDs. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Anwender möchte zuverlässige Werkzeuge

Ob die Verbindung sicher ist hängt u.a. von der Auswahl des richtigen Werkzeugs ab, aber auch davon, ob manuell oder automatisch vercrimpt wird. Für beide Fälle bietet Phoenix Contact Lösungen. Der Anwender selbst möchte sich die Prüfung einer Crimp-Verbindung ersparen, er setzt lieber auf zuverlässige Werkzeuge. Die Anforderungen des Marktes – kompaktere und schnellere Verdrahtung bei hoher Zuverlässigkeit – stellen den Anwender besonders im kleinen bis mittleren Schaltschrankbau vor große Herausforderungen. Hier muss sich der Anwender auf einen Partner verlassen können, der nicht nur die richtigen Werkzeuge anbietet, sondern der auch bei der Optimierung der Prozessabläufe vor Ort unterstützt. So ist dem Anwender vielleicht gar nicht bewusst, welche Vorteile ihm der Umstieg von manuellen Handzangen auf Automaten bringt.

 Automatikfunktion: Qualitativ hochwertige Vercrimpungen erfolgen oberhalb der Normanforderung mit Querschnittüberwachung. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Automatikfunktion: Qualitativ hochwertige Vercrimpungen erfolgen oberhalb der Normanforderung mit Querschnittüberwachung. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Mobilität durch Handzangen

Der Prozess, einen Leiter mit einer Aderendhülse zu versehen, stellt sich wie folgt dar: Zunächst wird der Leiter mit der Zange abisoliert – hier wäre schon die erste Sichtkontrolle nötig. Ist der Leiter korrekt abisoliert? Sind keine Litzen an- oder abgeschnitten? Ist die Isolation sauber durchtrennt und abgezogen? Oder zeigen sich „Beißspuren“ an der Isolation? Dann wird die Aderendhülse auf den Leiter geschoben – dabei dürfen keine Litzen an der Aderendhülse vorbeigeschoben werden. In der Praxis wird der Leiter kurz „verdrillt“, damit keine Litzen abstehen. Gut ist es, wenn auf dieses nachträgliche Verdrillen verzichtet werden kann, da der Leiter selbst in der Isolation bereits verdrillt ist. Durch zusätzliches Verdrillen wird unter Umständen diese Verdrillung aufgelöst und das Gegenteil erreicht. Durch ein zu starkes Verdrillen kann der Leiter verdickt werden, der Verbinder passt dann nicht mehr über den Leiter. Sollte ein zusätzliches Verdrillen sich doch nicht vermeiden lassen, darf nicht gegen die bereits vorhandene Verdrillung des Leiters gearbeitet werden. Der Durchmesser der verdrillten Litzen muss dann kleiner sein als der Durchmesser der Außenisolation. Nun muss die aufgeschobene Aderendhülse verpresst werden – dabei muss das Werkzeug zum Querschnitt passen. Es gibt sowohl Zangen mit selbsteinstellendem Gesenk als auch Zangen, bei denen Gesenke mit den jeweiligen Nestern für den benutzten Querschnitt gewählt werden. Der erfahrende Anwender benötigt etwa 10 Sekunden für den geschilderten Prozess. Je nach Anzahl der zu crimpenden Kontakte kann sich das Fehlerpotenzial deutlich erhöhen. Mit Ihrer Flexibilität und Mobilität bieten Handzangen einen klaren Vorteil. Aber hinsichtlich Verarbeitungszeit und Fehlerpotenzial sind ihnen enge Grenzen gesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kompakte und platzsparende Ethernet Kommunikation im Schaltschrank: Effizient und energiesparend arbeiten die schmalen NITE-RS Industrial Ethernet Switches für die Hutschiene. Die Plug&Play Switches zeichnen sich durch ihre einfache und schnelle Inbetriebnahme aus und ermöglichen eine Erweiterung bestehender und neuer Netzwerkinstallationen.

Anzeige

Gerade in kritischen Gebäuden wie Krankenhäusern, Museen oder Rechenzentren können Netzausfälle zu schwerwiegenden und kostspieligen Schäden führen. Das Metz Connect Drei- Phasenüberwachungsrelais PFD3-E12 dient zur sicheren Überwachung von Gebäuden. 

Anzeige

Schutzschalter lassen sich einfach ein- und ausschalten, was für Maschinentechniker bei Eingriffen ein Risiko darstellt. Wird ein Stromkreis zu früh wieder aktiviert, können Stromschläge und schwere Verletzungen die Folge sein.

Anzeige

Im Programm der Relaismodule PLC-Interface von Phoenix Contact gibt es nun auch Module mit arretierbarer Handbetätigung in 14mm Baubreite. Sie eignen sich insbesondere für eine effiziente und zeitsparende Wartung sowie einfache Inbetriebnahme.

Anzeige

Die Deutsche Messe Technology Academy in Hannover und Phoenix Contact haben eine Zusammenarbeit zur Qualifizierung vereinbart. Ziel ist es, Fachwissen für die Digitalisierung zu vermitteln.

Mensch und Maschine Software erweitert das CAE-System Ecscad um eine hilfreiche mechatronische Funktion: Im integrierten Schaltschrank-Konfigurator EcsLayoutAssist kann ab sofort die erforderliche Kühlleistung bzw. die abzuführende Verlustleistung und der benötigte Volumenstrom direkt interaktiv im Schaltschranklayout berechnet werden.

Wago erweitert sein I/O-System 750 um ein neues Modul: Das Modul 750-471 hat vier galvanisch getrennte Analogeingänge und eignet sich damit für alle Anwendungen, bei denen es auf eine hohe Störunempfindlichkeit bei der Signalerfassung ankommt. 

Insbesondere dort, wo modular aufgebaute Maschinen den Ausgangpunkt für Produktions-Netzwerke bilden, sind bei Gehäusen Standardlösungen gefragt, die sich unter Einhaltung des vorgegebenen Budgets smooth in den verfügbaren Bauraum integrieren lassen. 

Die neuen Buskoppler von Lütze bedienen neben den elektronischen LCOS-Sicherungsbaugruppen alle intelligenten Geräte der LCOS-Serie, sowie die LOCC-Box-Net Baugruppen. Als kompatibles Bus-Interface steht Profinet-IO zur Verfügung.

Kühlen und Heizen mit einem System – das realisiert Elmeko mit den neuen Schaltschrank-Kühlgeräten der T-Serie. Speziell für raue Outdoor-Anwendungen ausgelegt, punkten diese kompakten Systeme mit einem großen Betriebstemperaturbereich von 40°C bis +55°C. Für die Tieftemperaturen verfügt die T-Serie über eine spezielle Kompressorheizung.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige