VDMA: Vernetzte Produktion braucht junge und ältere Mitarbeiter

Die deutschen Maschinenbauer sind sich sicher, dass mit Industrie 4.0 neue Arbeitsplätze geschaffen werden und die vernetzte Produktion sowohl für junge Nachwuchskräfte als auch für erfahrene Mitarbeiter neue Chancen bedeutet.

„Die wachsende Verbindung von Maschinenbau mit Elektrotechnik und Informationstechnologie wird insbesondere junge Menschen anziehen, weil sie mit diesen Themen aufwachsen und sie ihre Ideen in die Fabrik von morgen einbringen können“, sagte Thilo Brodtmann (Foto), Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) anlässlich der Ligna, der globalen Leitmesse für Holzbearbeitungsmaschinen, in Hannover. Zugleich erhalten ältere und sehr erfahrene Mitarbeiter in der Industrie 4.0-Welt durch eine wachsende Interaktion von Mensch und Maschine die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in den Produktionsprozess von morgen einzubringen.

„Wir brauchen die älteren Mitarbeiter noch möglichst lange“, betont Brodtmann. Maschinen werden immer häufiger die körperlich herausfordernden Tätigkeiten erledigen, wodurch diese Mitarbeiter sich immer mehr darauf konzentrieren können, ihren großen und wichtigen Erfahrungsschatz in vielfältiger Form einzubringen. Auf dem Weg in die Arbeitswelt 4.0 kommt es aber nicht nur auf die Veränderungen in den Werkshallen an. Auch die Politik muss ihren Beitrag leisten: „Die vernetzte Produktion braucht unbedingt mehr Flexibilität und Entscheidungsspielräume für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter, wenn es darum geht, Arbeitsplätze zu gestalten“, fordert der VDMA-Hauptgeschäftsführer. Stattdessen betreibe das Arbeitsministerium derzeit eine rückwärtsgewandte Politik, beklagt Brodtmann. Das zeige sich beispielhaft daran, dass die Werk- und Dienstverträge restriktiver gestaltet werden sollen. „Deutschland will führend bleiben mit Industrie 4.0. Dafür muss auch der Arbeitsmarkt flexibler und freier werden, statt ihn immer stärker zu regulieren“, resümiert Brodtmann.

Das könnte Sie auch interessieren

UN Generalsekretär Antonio Guterres hat Jean-Pascal Tricoire, den Präsidenten von Global Compact France und Chairman und CEO von Schneider Electric, in den Vorstand des United Nations Global Compact berufen. Der Vorstand des UN Global Compact spielt eine wichtige Rolle bei der Ausrichtung von Strategie und Politik dieser Initiative der Vereinten Nationen, die sich im Bereich der verantwortungsvollen Unternehmensführung federführend engagiert.

Anzeige

„Eine mutige 180°-Wende, die das Unternehmen weg vom Hidden Champion hin zur Marke geführt hat und damit deutlich gestärkt haben dürfte – vorbildlich“, mit dieser Jury-Begründung ging der diesjährige ‚German Brand Award in Gold‘ in der Kategorie ‚Industry Excellence in Branding‘ an die Mindener Wago-Gruppe. Die Auszeichnung für erfolgreiche Markenführung wird vom Rat für Formgebung und dem German Brand Institute vergeben – 2018 kürte die Expertenjury die Sieger aus über 1.250 Einreichungen. Wago überzeugte durch eine konsequente Markenführung und einen ganzheitlichen Markenauftritt.

Anzeige

Dr. Peter Köhler, Aufsichtsratsmitglied des Verbindungs- und Automatisierungsspezialisten Weidmüller, erhielt auf der ZVEI-Mitgliederversammlung am 21. Juni in Berlin die goldene Ehrenplakette. Die Auszeichnung wird an Mitglieder verliehen, die sich über viele Jahre um die Elektroindustrie besonders verdient gemacht haben.

Anzeige

Die Digitalisierung schafft innovative Services für die maritime Wirtschaft – darüber waren sich die rund 80 Teilnehmer des 9. Rittal Branchentags Schiff & See am 12. Juni in Hamburg einig. Um sich international am Markt zu behaupten, müssten Hafenwirtschaft, Schiffbau und Schiffbetrieb die Effizienz ihrer Anlagen und Prozesse weiter steigern.

Anzeige

Obo Bettermann sucht die Nähe zur Kölner Medien- und Start-up-Szene. Dafür eröffnete der Hersteller von Installationssystemen für die elektrotechnische Ausstattung von Gebäuden am 29. Juni 2018 in der Rheinmetropole seine Niederlassung für digitale Bereiche, um sich hier für die digitale Transformation zu rüsten. Andreas Pinkwart (Foto), NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation und Digitalisierung und Energie, begrüßte das Engagement des Familienunternehmens bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung.

Trotz Engpässen am Arbeitsmarkt setzt sich der Beschäftigungsaufbau im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland weiter fort. Die Branche zählte im April 2018 rund 32.000 Mitarbeiter mehr als ein Jahr zuvor. „Dieser Beschäftigungsaufbau ist bemerkenswert, weil er trotz aller Schwierigkeiten, am Arbeitsmarkt genug qualifiziertes Personal zu finden, gelungen ist“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers (Foto). 

Deutschland ist angekommen in der Zukunft der Energieverteilung: Intelligente Netze werden Realität. Die zunehmende Automatisierung stellt ganz neue Anforderungen an die Datenerfassung, Sicherheit und Schutztechnik. Wie können Projekte in der Mittelspannung heute erfolgreich und zukunftssicher gestaltet werden? Antworten auf diese Frage gab es auf der diesjährigen Ormazabal-Techniktagung in der Region Nord-West am 21. Juni 2018. 

Mit Gründung der LFS Technology (Lohmeier Feinblech- und Schaltschranksysteme) erweitert Lohmeier seine Produktpalette über den Schaltschrankbau hinaus auf das Geschäftsfeld der Maschinenverkleidungen. Für diese Ausweitung des Angebotsspektrums hat das Unternehmen mit Frank F. A. Thomas (Foto) einen erfahrenen Industriemanager mit profunden Branchenkenntnissen als neuen Geschäftsführer gewinnen können. 

Bernhard Thies (Foto) ist in Brüssel zum stellvertretenden Präsidenten der europäischen Normungsorganisation Cenelec (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung) gewählt worden. 

Die Icotek Gruppe hat am 01.06.18 ihre nächste Auslandsniederlassung eröffnet. Zusätzlich zu den bereits bestehenden internationalen Niederlassungen in der Schweiz, den USA, der Türkei, Frankreich und in Großbritannien ist das Unternehmen nun auch in Italien vertreten.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige