Kabel abisolieren

Schnell, einfach und sicher

Um sichere Verbindungen herstellen zu können, ist bei der Bearbeitung von Leitungen ein glatter und gerader Schnitt besonders wichtig, der den Leiter weder verformt noch beschädigt. Jeder Anwender hat wohl seine eigene favorisierte Technik, um Leitungen abzuisolieren. Prinzipiell kann man aber zwischen zwei Schneidtechniken unterscheiden: Das Scherschneiden und das Beißschneiden, was auch als Keilschneiden bezeichnet wird. Beide Techniken richten sich nach der DIN-Norm 8588.

 Die Firma Klauke bietet eine Vielzahl professioneller Werkzeuge. (Bild: Gustav Klauke GmbH)

Die Firma Klauke bietet eine Vielzahl professioneller Werkzeuge. (Bild: Gustav Klauke GmbH)

 

Beim Scherschneiden wird die Leitung durch zwei sich aneinander vorbeibewegende Schneiden zerteilt. Diese Technik kommt vor allem bei der Abisolierung von Kabeln, Leitungen und Leitern aus Kupfer und Aluminium zum Einsatz. Hochwertige Abisolierwerkzeuge sind mit einer integrierten Schneideinheit ausgestattet, die extra auf diese Materialien angepasst sind. Dadurch kann der Schnitt kraftsparend, effizient und werkzeugschonend ausgeführt werden. Wenn es jedoch um das Zertrennen harter Metalle geht, eignet sich das Beißschneiden hervorragend. Bei dieser Technik wird das Kabel durch eine oder zwei keilförmige Schneiden auseinandergedrückt und getrennt. Bei beiden Schneidtechniken gilt: Damit schnell und sicher gearbeitet werden kann, sollte die Schneideinheit ergonomisch optimal angepasst werden. Solchen Risiken kann man entgegenwirken, indem moderne und anforderungsspezifische Werkzeuge gewählt werden. Diese stellen sich automatisch auf den jeweiligen Querschnitt und die Isolationsstärke ein, was ein optimales Abisolieren des Kabels ermöglicht. Für extrem dickwandige und sehr dünne Isolationen wurden überdies spezielle Zangen entwickelt, die neben der automatischen Selbsteinstellung auch die Möglichkeit einer manuellen Justierung des Querschnitts bieten. Dadurch wird höchste Sicherheit bei allen Eventualitäten und Anforderungen gewährleistet. Allerdings sollte bei extremen Isolationsdicken vorab an einem Probekabel ein Abisolierversuch durchgeführt werden.

Automatische Selbsteinstellung statt feststehender Klinge

Nach wie vor sind in der Praxis Kabelmesser mit feststehender Klinge im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen sollte vom Einsatz dieser Messer aber grundsätzlich Abstand genommen werden, da das Verletzungsrisiko nicht unerheblich ist. Als Alternative werden häufig Kabelentmantler oder auch Kabelmesser mit Einstellschrauben verwendet – doch auch diese Schneidwerkzeuge weisen deutliche Nachteile auf. Da der Querschnitt von Kabeln und Leitungen nicht physikalisch gemessen, sondern über den Leitwert berechnet und bestimmt wird, werden beim Abisolieren die Litzen oftmals abgetrennt und der Querschnitt reduziert. Das kann zu Übergangswiderständen und schlimmstenfalls zu Kabelbränden führen.

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