Lösungen für schirm-und feldgebundene Störungen

Alternative zur herkömmlichen EMV-Kabelverschraubung

In der industriellen Prozesstechnik wird für elektrische MSR-Einrichtungen (Messen, Steuern, Regeln) eine immer höhere Sicherheit gegen Störungen gefordert. Der Ableitung und Abschirmung von elektromagnetischen Störungen kommt hierbei eine sehr große Bedeutung zu. Die Firma Icotek hat mit der EMV-KVT-DS ein weiteres Produkt aus dem EMV-Bereich entwickelt.

EMV-KVT-DS, kratzfeste Oberfläche (Bild: Icotek GmbH)

Schirmgebundene Störungen werden von der Störquelle direkt über den Kabelschirm von Versorgungs- oder Signalleitungen zur Störsenke übertragen. Die Erdung des Kabelschirms spielt in diesem Fall eine bedeutende Rolle. Alle kapazitiven und induktiven Beeinflussungen elektrischer bzw. magnetischer Felder werden als feldgebundene Störungen bezeichnet. Die feldgebundenen Störungen werden beispielsweise als elektromagnetisches Feld eines Kabels als Störquelle auf die Störsenke übertragen und dort von einem als Antenne fungierenden Leiter empfangen. Diese Störfelder werden mit einer Abschirmung abgewehrt. Abhilfe schafft bei beiden Störungsarten die Kombination aus einer großflächigen Kontaktierung des Kabelschirms zur Ableitung der Störungen auf eine leitfähige Gehäusewand sowie einer gleichzeitigen Abschirmung der Störfelder vom Inneren des Gehäuses.

Die neue, teilbare Kabelverschraubung EMV-KVT-DS basiert auf dem Icotek Produkt KVT und ist eine wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen EMV-Kabelverschraubungen. Der große Unterschied besteht in der Teilbarkeit des gesamten Systems. Die Verschraubung selbst, sowie die notwendigen Kabeltüllen sind so aufgebaut, dass Leitungen mit Stecker problemlos (ohne Ab- und Anlöten der Stecker) eingeführt werden können. Die Herstellergarantie der konfektionierten Leitungen bleibt somit erhalten. Der metallisierte Verschraubungskörper der EMV-KVT-DS ist hochleitfähig und bietet zugleich die Schutzart IP54.

EMV-KVT-DS integriert in einem Edelstahlgehäuse (Bild: Icotek GmbH)

Erstmalig zwei Tüllen in EMV-Kabelverschraubung verbaut

Die geöffnete Verschraubung wird mit zwei Tüllen bestückt. Die EMV-KT (schwarz) ist die hochleitfähige Kabeltülle zur Kontaktierung des Kabelschirms über 360° um leitungsgebundene Störungen abzuleiten. Das Kabel wird abisoliert und der sensible Kabelschirm freigelegt. Die Kontaktierung erfolgt auf die hochleitfähige Tülle und dann auf den leitfähigen, metallisierten Verschraubungskörper. Die Kabeltülle (KT) dient zur Zugentlastung und Abdichtung der EMV-KVT-DS. Die Abdichtung erfolgt über den Kabelaußenmantel. Der metallisierte Verschraubungskorpus hält feldgebundene Störungen aus dem Gehäuseinneren fern. Die Kontaktierung zum Gehäuse erfolgt mittels einer EMV-Gegenmutter. Der Lack der Gehäuserückseite wird automatisch beim Verschrauben ‚freigekratzt‘ und muss nicht gesondert entfernt werden. Die Gegenmutter besteht aus vernickeltem Messing.

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