Löschsystem für Schaltanlagen

In Industriebetrieben bestehen häufig Brandgefahren – dies ist den meisten Sicherheitsverantwortlichen und Betriebsleitern bewusst. Im produzierenden Gewerbe beispielsweise kommt es nicht selten zu Hitzeentwicklungen oder Funkenflug in den Maschinen selbst, was wiederum die Entstehung eines Brandes herbeiführen kann. Aus diesem Grund sind Industrieunternehmen und deren Produktionsumgebungen meist gut geschützt. Hier werden in der Regel Detektionslösungen sowie Sprinkler oder Gaslöschanlagen integriert, die das Feuer frühzeitig erkennen und bekämpfen. Doch die häufigste aller Brandursachen ist und bleibt die Elektrizität. Überall dort, wo Maschinen betrieben werden, befinden sich auch Schaltschränke, die bei der Brandschutzplanung oft außer Acht gelassen werden.

Brandursachen lauern auch in Schaltschränken

Häufigste Ursachen aller Brände sind auf Kurzschlüsse, Überlastung und Überhitzung, fehlerhafte elektrische Anschlüsse, elektrische Fehlfunktionen oder auch veraltete Bauteile und Kabel zurückzuführen. All diese Szenarien können sich innerhalb eines Steuerungs- bzw. Schaltschrankes abspielen. Obwohl es ein Leichtes ist, diesen Bereich zu schützen, hat die Sicherheit dieser Systeme – speziell in Sachen Brandschutz – eine lediglich untergeordnete Rolle inne. Dabei ist die Verteilung und Steuerung der elektrischen Energie für die Funktion von Betriebsgebäuden und Produktionsanlagen unabdingbar. Wird ein Feuer in dieser Umgebung zu spät erkannt bzw. gelöscht, kann dies weitreichende Folgen haben. Eine ungehinderte Brandausbreitung führt im schlimmsten Fall zur Verletzung der Mitarbeiter, Betriebsstörungen oder gar Gebäudeverlusten, die Unternehmen nur schwer verkraften können.

Beobachtung der Wärmeentwicklung in Schaltschränken

Erst wenn es zu einem Brandereignis gekommen ist, gehen die Betroffenen – häufig aufgrund von Versicherungsauflagen – zunehmend dazu über, die gefährdeten Schaltschränke regelmäßig einer Wärme-Bildanalyse zu unterziehen. Dies ist ein guter erster Schritt!“, weiß Detlev Mengis von der Firma Integra Spezial-Löschanlagen aus eigener Erfahrung zu berichten. Diese Maßnahmen stellen jedoch nur den Ist-Zustand fest, Nachbesserungen in den Schaltschränken sind nur begrenzt möglich.

Objektschutz dort, wo er wirklich gebraucht wird

Exakt an dieser Stelle setzt die Lösung FireDETEC an. Hierbei handelt es sich um ein vollständiges Detektions- und Löschsystem, welches für Schaltschränke vorkonfiguriert wurde. Durch den Einsatz dieses Systems lassen sich kritische Situationen schnell und wirtschaftlich verbessern. Der Aufbau des Systems beinhaltet eine Löschflasche, einen flexiblen Sensorschlauch sowie eine Löschdüse. Als Gesamtsystem kann es ohne weiteres in Schaltschränken eingesetzt werden, indem der Schlauch in den kritischen Umgebungen, nämlich unmittelbar im Gefahrenbereich von Kabeln und Komponenten, installiert wird. Hier detektiert er im Ernstfall zu hohe Temperaturen. Entsteht ein Brand, so verursacht die damit einhergehende Wärme, dass der druckbeaufschlagte Sensorschlauch an der heißesten Stelle birst (bei etwa 110 °C). Durch den Druckabfall öffnet sich das Spezialventil pneumatisch und flutet innerhalb von Sekunden den gesamten Schaltschrank mit CO2 oder als Alternative mit Inertgas bzw. einem chemischen Löschgas. „Das System überzeugt auf ganzer Linie“, so Detlev Mengis und ergänzt: „Die Vorgehensweise ist extrem zuverlässig: Entsteht ein Feuer, wird dieses unmittelbar dort gelöscht, wo es ausgebrochen ist. Hinzu kommt, dass es sich um eine wirtschaftliche Alternative handelt“. Ein großer Vorteil dieses Systems besteht darin, dass diese Löschanlage ohne jede externe Fremdenergie arbeitet. Auf Wunsch kann das System auch mit einer direkten elektrischen Auslösung ausgerüstet und über Rauchmeldesysteme ausgelöst werden. Es handelt sich um ein vorkonfiguriertes Modul, mit allen notwendigen Komponenten, welches sowohl in Einzelschränken, als auch in Schaltschrankreihen einsetzbar ist.

 

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